Informationsdienst für Männer, Frauen und Geschlechterfragen

Oktober 2003


 

 

 

 

Sind Männer ebenso von häuslicher Gewalt betroffen wie Frauen? Diese von den Medien und der Forschung vermehrt aufgegriffene Frage stellten wir den Forscherinnen von Social Insight, Daniela Gloor und Hanna Meier. Ihr Beitrag liefert neue Aspekte zur Debatte über häusliche Gewalt.

 

 

Konjunkturen

Wer in den siebziger und anfangs der achtziger Jahre darauf aufmerksam machte, dass viele Frauen in der Beziehung Gewalt erleben, dass diese Gewalt keineswegs als harmlose oder sporadische Vorfälle emotionaler männlicher Ausbrüche abgetan werden kann, sondern diese Frauen Opfer massiver und systematischer Gewaltanwendung seitens des Partners oder Expartners sind, stiess auf Ablehnung, Unglauben, Unverständnis und Verleugnung des Problems. Heute ist Gewalt gegen Frauen ein Problem, dessen gesellschaftliche Relevanz anerkannt ist. Die Notwendigkeit gezielter, spezialisierter Hilfe für Be-troffene ist unbestritten, wenn auch finanziell nicht immer gesichert, und das Thema hat auch in die Problemdefinition staatlicher und suprastaatlicher Institutionen Eingang gefunden.

In jüngerer Zeit sind nun auch Gewalterfahrungen von Männern Gegenstand der Gewaltdebatten geworden. Betrachten wir die Diskussion, so fallen zwei Dinge auf: Erstens die Heftigkeit und Schärfe, mit der man teilweise auftritt, und zweitens die Themenwahl im engeren Sinn. Das grundsätzlich angesprochene Thema – männliche Gewalterfahrungen generell – bleibt in diesen Debatten nicht selten im Hintergrund.

Die Forschung zu Gewalterfahrungen von Männern zeigt, dass Männer sehr viel häufiger im ausserhäuslichen als im häuslichen Bereich Opfer von Gewalttaten werden und zugleich mehrheitlich Opfer von Männergewalt sind. Eine jüngere Untersuchung* zeigt, dass Männer in 60 Prozent Opfer einer ihnen gänzlich fremden Person sind (für Frauen trifft dies in 14 % zu), in 32 Prozent stammt die Tatperson aus dem Bekanntenkreis (Frauen: 17 %), in 7 Prozent ist das männliche Opfer mit der Tatperson verwandt (Frauen: 9 %) und in 18 Prozent ist die Tatperson eines männlichen Opfers die Partnerin, die Expartnerin oder der gleichgeschlechtliche (Ex-)Partner (Frauen: 76 %). Da es Mehrfachopfer gibt, liegt das Total jeweils über 100 %.

*Literaturangabe: Tjaden Patricia, Thoennes Nancy (2000): Full Report of the Prevalence, Incidence and Consequences of Violence Against Women. Findings From the National Violence Against Women Survey. National Institute of Justice, Washington.

 

Die Diskussion beschränkt sich auf Gewalt, die Männer von Frauen erleiden, und die Auseinandersetzung scheint sich manchmal auf eine reine Rechenaufgabe zu reduzieren: Sind Männer ebenso häufig Opfer häuslicher Gewalt durch ihre Partnerinnen wie Frauen durch ihre Partner?

 

 

Vermischung von zwei Gewaltformen

In den kontrovers ausgetragenen Debatten um die Frage, ob Männer im selben Ausmass von häuslicher Gewalt betroffen sind wie Frauen, führen beide Seiten Forschungsresultate ins Feld. Unzählige Studien, die Geschlechtersymmetrie beweisen, stehen einer ebenso grossen Zahl von Studien gegenüber, die Geschlechterasymmetrie nachweisen. Die Rezeption und Analyse der Forschungsarbeiten – sie kommen mit wenigen Ausnahmen aus dem englischsprachigen Raum – zeigen, dass in diesen Debatten eine folgenschwere Vermischung gemacht wird. Zwar ist immer von «Gewalt» die Rede, angesprochen und untersucht werden jedoch zwei ganz verschiedene Problemsituationen. Wir beschreiben sie im Folgenden mit «Gewalt als spontanes Konfliktverhalten», das es zu unterscheiden gilt von «Systematischem Gewalt- und Kontroll-verhalten».

 

 

«Gewalt als spontanes Konfliktverhalten»

Mit Gewalt als spontanem Konfliktverhalten in der Partnerschaft ist der Sachverhalt angesprochen, dass manche Paare in Konfliktsituationen hin und wieder physisch aggressiv reagieren und gewalttätige Verhaltensweisen anwenden. Die Rede ist von Meinungsverschiedenheiten und Uneinigkeiten, wie sie wohl viele Paare kennen. Entgleitet ein hitziger, verbaler Konflikt, kann Gewalt ins Spiel kommen, sie muss es aber nicht.

Im Kontext einer Auseinandersetzung wird dem Ärger, dem Stress oder der Frustration des einen oder der andern mittels expressiver Gewalthandlungen Ausdruck gegeben, ohne dass dieser Übergriff indessen die andere Person systematisch in eine unterlegene Position versetzt. Nicht zuletzt deswegen ist Gewalt als spontanes oder situatives Konfliktverhalten eine Verhaltensweise, die von beiden Seiten, von der Frau oder vom Mann, ausgehen kann. Festzuhalten ist, dass solche Übergriffe nicht nur leichte, sondern mitunter auch schwerere Gewalthandlungen implizieren können.

 

 

«Systematisches Gewalt- und Kontrollverhalten»

Mit systematischem Gewalt- und Kontrollverhalten ist der Sachverhalt angesprochen, dass ein Paarteil wiederholt gewalttätig wird, Gewalt ausübt und androht, Einschüchterungen sowie repressive Verhaltensweisen einsetzt und damit die andere Person systematisch in eine unterlegene Position versetzt.

Das Ungleichgewicht in der Partnerschaft bildet den wesentlichen Kontext dieses Gewalttyps, indem physisch aggressive Übergriffe ebenso wie nichtphysische Repressionsformen und Einschränkungen des Gegenübers immer wieder zur Herstellung oder Aufrechterhaltung der asymmetrischen Positionen ein-gesetzt werden. Nichtphysische Gewaltformen sind psychische Gewalt (beschimpfen, erniedrigen, drohen, für verrückt erklären, Kinder als Druckmittel benutzen, Sachen absichtlich beschädigen etc.), sexuelle Gewalt (zu sexuellen Handlungen zwingen, Vergewaltigung), soziale Gewalt (Kontakte verbieten, sozial isolieren, einsperren etc.) und ökonomische Gewalt (Geld entziehen, verbieten oder zwingen zu arbeiten); physische Gewalt bedeutet: schlagen, treten, würgen, mit einem Gegenstand verletzen etc.

Diese Problematik beschränkt sich nicht auf gelegentliche, situative Konfliktsituationen, sondern nimmt fortgesetzten, systematischen Charakter an. Physisch aggressive Handlungen und kontrollierende Verhaltensweisen verstärken sich wechselseitig. Die Übergriffe umfassen häufig ein ganzes Spektrum von leichteren bis schweren physischen und nichtphysischen Gewalthandlungen, die ein eigentliches Gewaltmuster bilden.

 

 

Zwei Themen – unterschiedliche Ergebnisse

Seit in den siebziger Jahren in den USA die ersten Studien zur Familienkonfliktforschung – zu Gewalt als spontanem, situativem Verhalten bei Konflikten – durchgeführt wurden, weisen die Ergebnisse für Frauen und Männer konstant ähnlich hohe Raten für aggressiv physische Übergriffe gegenüber dem Partner bzw. der Partnerin auf.

Wird das Problem des systematischen Gewalt- und Kontrollverhaltens untersucht, wie es in Forschungen auf der Basis von Polizei-, Justiz- und weiteren institutionellen Daten der Fall ist oder bei Opferbefragungen, so weisen die Ergebnisse konstant ein deutlich asymmetrisches Geschlechterverhältnis aus. Diese Gewaltform wird signifikant häufiger von Männern gegenüber ihrer Partnerin oder Expartnerin nachgewiesen als von Frauen gegenüber ihrem Partner oder Expartner.

Die Ergebnisse der beiden Forschungsansätze können nicht miteinander verglichen – vermischt – werden, denn sie untersuchen weitgehend nicht dieselben Phänomene. Jede physisch aggressive Handlung in einer Partnerschaft – gehe sie von einem Mann oder einer Frau aus – als häusliche Gewalt oder Partnergewalt bzw. Partnerinnengewalt zu bezeichnen, ist ebenso unangebracht, wie systematisches, wiederholtes oder schweres Kontroll- und Gewalt-verhalten in einer Paarbeziehung – ausgeübt durch einen Mann oder eine Frau – mit dem vergleichsweise weit weniger problematischen Akt eines gelegentlichen physisch aggressiven Ausbruchs oder Übergriffs gleichzusetzen.

Es liegen zwei gänzlich unterschiedliche Phänomene respektive Lebensrealitäten vor, und wir müssen lernen, diese – in der Forschung, aber auch in der Praxis und in der Politik – differenziert wahrzunehmen.

 

 

Männer als Opfer – Mittel zum Zweck

Das Verfolgen der aktuellen Debatte löst in einem ein gewisses Unbehagen aus: Was es für einen Mann heisst, Opfer zu sein, Opfer einer Frau oder Opfer eines Mannes zu sein, was er in seiner Situation benötigt – dies verbleibt meist im Dunkeln und erfährt wenig Aufmerksamkeit. Eine mögliche Erklärung ist, dass das Thema Männer als Opfer nicht für alle der an der Debatte Beteiligten im Zentrum des Interesses steht. In der Diskussion scheint die ernsthafte Frage nach der Opfererfahrung von Männern teilweise überlagert zu werden von Interessen, das Problem der Gewalt gegen Frauen zu relativieren oder frauenpolitische Massnahmen generell in Frage zu stellen. Männer, die Gewalt erleiden, scheinen dann lediglich als Mittel zum Zweck zu (Fortsetzung von S. 3) dienen, um anders gelagerte Kritik in die Öffentlichkeit zu tragen.

Der Befund, dass Männer ebenfalls von Gewalt durch die Partnerin betroffen sein können, wird zum Anlass genommen, grundsätzliche Kritik an gleichstellungspolitischen Bestrebungen und der Unterstützung von Fachstellen und Einrichtungen zugunsten gewaltbetroffener Frauen zu üben. Die Thematik wird insbesondere als Argument gegen finanzielle und ideelle Beiträge für «Frauenanliegen» genutzt: Politische Interpellationen und Anfragen stellen Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt in Frage und wenden sich auch gegen gesetzliche Revisionen bei Gewalt im sozialen Nahraum.

 

 

Männer als Opfer – konstruktive Ansätze

Indes gibt es in Fachkreisen erste Ansätze, denen es um anderes geht als um, meist männliches, Machtgehabe auf Kosten der Opfer. Diese Ansätze versprechen eine fruchtbare Diskussion.

Sie stammen vor allem aus Kreisen, die über Forschungs- und Praxiserfahrungen mit weiblichen und männlichen Opfern verfügen. Die Bestrebungen richten sich darauf, die Erkenntnisse aus beiden Bereichen zusammenzubringen und mittels einer Gender-perspektive weiterzuentwickeln. Solche Ansätze sind noch jung und stammen bisher vorwiegend aus Deutschland. In letzter Zeit fanden mehrere Treffen statt, an denen das Thema gewaltbetroffene Männer im Fokus stand und konstruktiv reflektiert wurde.

 

Daniela Gloor und Hanna Meier, Social Insight, Zürich

 

 

Literatur:

„Gewaltbetroffene Männer – wissenschaftliche und gesellschaftlich-politische Einblicke in eine Debatte“: Ein ausführlicher Beitrag mit Literaturangaben von Daniela Gloor und Hanna Meier ist geplant in der Zeitschrift „Die Praxis des Familienrechts – FamPra.ch“ im August 2003.

Bezug über

haltgewalt@freesurf.ch

 

 

 

 

 

Kommentar maennerrat.de:

Interessant, eine Symmetrie weibliche rund männlicher "Gewalt als spontanes Konfliktverhalten" wird hier nicht mehr bestritten.

Die Behauptung der Autorinnen Daniela Gloor und Hanna Meier: "Wird das Problem des systematischen Gewalt- und Kontrollverhaltens untersucht, wie es in Forschungen auf der Basis von Polizei-, Justiz- und weiteren institutionellen Daten der Fall ist oder bei Opferbefragungen, so weisen die Ergebnisse konstant ein deutlich asymmetrisches Geschlechterverhältnis aus. Diese Gewaltform wird signifikant häufiger von Männern gegenüber ihrer Partnerin oder Expartnerin nachgewiesen als von Frauen gegenüber ihrem Partner oder Expartner."

bleibt unbewiesen. Das Hellfeld, nachgefragt bei Polizei und Institutionen, ist nicht das Dunkelfeld. Das Helfeld ist wesentlich davon bestimmt, in welchem Maße Männer und Frauen sich offenbaren.

Der Hinweis auf Opferbefragungen, wo Männer als Opfer unterrepräsentiert sind, ist ein Zirkelschluss. Denn wenn Männer nicht aus dem Dunkelfeld ins Hellfeld treten (sich outen), so können sie logischerweise auch nicht als Opfer befragt und erfasst werden.

Unsere These ist, auch bei "systematischen Gewalt- und Kontrollverhalten" ist der Frauenanteil bei den Tätern ähnlich hoch wie der Anteil von Männern.

 

Bei bestimmten Gewaltformen wie z.B. Umgangsvereitelung und Erpressung von Vätern mit der Androhung von Umgangsvereitelung dürften sogar in ca. 90 Prozent der Fälle Frauen die Täterinnen und Männer die Opfer sein.

 

27.10.2003

 

 


 

 

Sehr geehrte Herren,

im Landkreis Waldshut hat sich eine Männergruppe gebildet. Anbei der Pressetext, der in unserer Regionalpresse erscheint, zu ihrer Information.

Ansprechpartner ist Herr Roland Jordan, Sommerau 10, 79771 Klettgau-Bühl, tel.:

07742/919313, mail existiert noch nicht.

 

Anette Klaas, 27.10.2003

 

 

LANDKREIS WALDSHUT

Gleichstellungsbeauftragte Anette Klaas

Kaiserstrasse 110

79761 Waldshut-Tiengen

frauenbeauftragte@landkreis-waldshut.de

 

 

Männergruppe im Landkreis Waldshut

Die Männergruppe, die sich im Landkreis Waldshut in diesem Jahr gebildet hat, findet großen Zuspruch. Interessenten sind herzlich eingeladen, unverbindlich zum Kennenlernen der Arbeitsweise an den Gruppentreffen teilzunehmen.

Die Gruppe ist einem bundesweit erprobten Männer-Netzwerk angeschlossen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, in regelmäßigen Treffen verinnerlichte männerspezifische Denk- und Verhaltensmuster (wie: stärker, besser, klüger zu sein) in Selbsthilfe und Selbstverantwortung zu erkennen und zu verändern. Weiter können in diesem Rahmen neue Wege erprobt werden, was eine Persönlichkeitsentwicklung unter Männern erst möglich macht. Die Gruppe bietet einen geschützten Raum, in dem jeder Mann sich zeigen kann, seinen (ur-)eigenen Ausdruck (wieder-)finden kann, ohne dabei von anderen beeinflusst zu werden. Ein wichtiges Prinzip bei dieser Art zu arbeiten ist die Solidarität unter Männern, die sich positiv auf das Mann-Sein auswirkt. Das Konzept unterstütz den Einzelnen, seine eigenen Methoden, Strategien und Konfliktlösungsmodelle zu finden, indem er sich selbst uneingeschränkt vertraut, sein eigenes Tempo und seinen eigenen Stil aber beibehalten kann.

Information zum Konzept und Auskunft zur Männergruppe unter Tel.: 07742 / 91 93 13. Die Kommunale Stelle für Gleichstellungsfragen des Landkreises Waldshut unterstützt diese Arbeit und gibt weitere Information und Literaturhinweise zur bewussten Jungen- und Männerarbeit unter Tel.: 07751/86-347.

 

 


 

Frauensachen

Der weibliche Körper: seine Reize, seine Probleme und Krankheiten

Barbara Kahne

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Seit fünf Jahren schon befragt ein Berliner Institut Frauen zu ihrem Allgemeinzustand, ihren Erfahrungen mit der Pille, mit Hormonersatzpräparaten und zu sexuellen Befindlichkeiten. Bereits 20 000 Teilnehmerinnen zählt diese erste deutsche Kohortenstudie zur Frauengesundheit, die noch über Jahre fortgesetzt werden soll. Ging es zunächst vor allem darum, den Umgang mit Verhütungsmitteln zu untersuchen, wird mittlerweile eher das physische und psychische Wohlbefinden erforscht. Die Teilnehmerinnen sind zwischen 18 und 65 Jahren alt.

Im Vergleich mit anderen Untersuchungen stellte sich bald heraus, dass die Studie einen repräsentativen Querschnitt der weiblichen Bevölkerung darstellt. Und das, obwohl die Teilnahme freiwillig und mit einigem Aufwand verbunden ist; einen materiellen Anreiz gibt es nicht. Sabine Möhner vom Zentrum für Epidemiologie und Gesundheitsforschung berichtet sogar, dass häufig Frauen im Institut anrufen, weil sie Zusätzliches wissen oder und über ihre Erfahrungen mit den Fragebögen sprechen wollen.

Ganz nebenbei kristallisieren sich sogar Ost-West-Unterschiede heraus. So haben Ost-Frauen nicht nur im Durchschnitt mehr Kinder bekommen und andererseits auch mehr Abtreibungen vornehmen lassen, sie berichten auch häufiger von Beschwerden mit der Menstruation und einem größeren Teil von ihnen ist die Gebärmutter operativ entfernt worden. In psycho-sozialer Hinsicht stützt die Untersuchung die Statistik, dass Frauen aus den neuen Bundesländern häufiger voll erwerbstätig sind; ihren Angaben zufolge sind sie zwar einerseits stärker leistungsorientiert, gaben aber andererseits eine geringere Selbstbehauptung an. Interessant ist, dass die Frauen aus dem Osten über ein besseres sexuelles Wohlbefinden und mehr sexuelle Lust berichteten. Diese Fragen sollen künftig weiter untersucht werden.

Auch über das seelische Gleichgewicht der Frauen, wozu es zuvor noch keine Angaben gab, hat die Studie Erkenntnisse erbracht. Die befragten Frauen schätzen zwar ihr körperliches und sexuelles Wohlbefinden mit zunehmendem Alter als schlechter ein, bewerten ihr psychisches Wohlbefinden jedoch als immer besser werdend.

In jedem Fall stützt das Engagement der Teilnehmerinnen für diese Untersuchung die Auffassung, dass Frauen eher bereit sind, über ihren Körper und ihre Empfindungen zu sprechen, auch über Probleme. Frauen gehen schneller zum Arzt. Schließlich haben sie ja mit dem Gynäkologen einen Spezialisten, der sich mit der weiblichen Anatomie und Physiologie besonders auskennt. Er - oder sie - erfährt es, wenn die Menstruation unregelmäßig oder besonders schmerzhaft verläuft, wenn bei aller Liebe das Wunschkind nicht kommt und wenn es im Unterleib verdächtig zieht. Termine zu Vorsorgeuntersuchungen werden meist von Frauen gewissenhafter eingehalten als von Männern.

Doch gibt es auch einige Probleme und Krankheiten, die Frauen nicht so gern zum Gesprächsthema machen, weil sie mit einem Tabu belegt scheinen, Erkrankungen der Blase etwa, Pilzinfektionen, Haut- oder Geschlechtskrankheiten. Sie zu verschweigen, löst die Probleme nicht.

 

Donnerstag, 23. Oktober 2003

Nächste Woche auf der Gesundheitsseite: Männersachen.

Berliner Zeitung 28.10.2003

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/serie_gesundheit/286830.html

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 23. Oktober 2003

Sperma riecht

BLZ

Es gibt Menschen, die kann man einfach nicht riechen. Manchmal sagt man ihnen das dann auch. Nett ist das nicht. Nett wäre, mal zu sagen: Du, ich kann dich gut riechen. Sollte man mal machen, gerade jetzt wo an der Universität von Texas guter Geruch auch erforscht wurde. Im Auftrag der Wissenschaft schnüffelten 52 Texaner Tag für Tag an der Nachtwäsche von 17 Frauen. Wenn eine der Frauen ihren Eisprung hatte, gaben 90 Prozent der Männer an, dass sie den Geruch sehr erotisch fanden. Duft scheint für die Fortpflanzung also nicht unerheblich, vielleicht ist er sogar das alles Entscheidende. Die Uni Bochum zumindest behauptet: Spermien können riechen und finden nur so den Weg zu der maiglöckchenartig duftenden Eizelle. (BLZ)

 

 

Berliner Zeitung 28.10.2003

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/serie_gesundheit/286830.html

 

 

 


 

Wenn Frauenbeauftragte zu viel lachen 

 

Die Frauenbeauftragte des Berliner Bezirkes Steglitz Zehlendorf hat offenbar viel zu tun. Sie organisiert Lachkurse für Frauen. 

Das liest sich dann in einem Flyer des Frauentreffpunkt Ratswaage Lankwitz so:

 

"Lachen ist das Salz der Erde.

Wer gut gesalzen ist, bleibt lange frisch ...

ein Angebot für Frauen

Einführungsseminar

- Befreiendes Lachen - aus dem Bauch heraus - 

- Erleben unseres Klangpotentials mit der Ermunterung, die ureigenste Stimme (wieder) zu erheben - Ohne Wurzeln keine Flügel: Heilsamer erfahrbarer Atem - Erwecken unserer Lebenskraft, die Geist und Körper erfrischt und stärkt - 

...

15. Februar 2003

Voranmeldung im Büro der Frauenbeauftragten erforderlich unter Tel: (030) 63213206"

 

 

Nun haben wir von maennerrat.de nichts gegen Lachen, im Gegenteil, wir haben viel zu lachen über eine mitunter abstruse bundesdeutsche Geschlechterpolitik, in der hochrangige Politiker meinen, Männer bräuchten keine politische Unterstützung und auch keine Ansprechpartner in sogenannten Familien- und Frauenministerien, wo sich der Bundesgerichtshof zu absurden Beschlüssen zur Männerdiskriminierung beim Sorgerecht hinreißen lässt. Doch das ganze gibt´s für den humorvollen Mann völlig kostenlos, während frau für den Lachkurs in der Raatswage auch noch 15 Euro bezahlen soll, das finden wir nun gar nicht mehr zum Lachen.

Meint jedenfalls Manne, 25.10.2003

 

 

 


 

"Latente Geschlechterdifferenzierungen im juristischen Handeln

Analyse einer Fallerzählung aus der familiengerichtlichen Praxis"

 

Kai-Olaf Maiwald, Claudia Scheid, Elisabeth Seyfarth-Konau

in: "Zeitschrift für Rechtspsychologie", Juli 2003, S. 43-70

 

In einer excellenten Sprachanalyse zeigen die Autoren auf, wie der eigene (weibliche) parteiliche Blick einer interviewten Familienrichterin, eine objektive an Recht und Gesetz orientierte Urteilsfassung  be- und verhindert. Entgegen der Behauptungen von einer objektiven Rechtssprechung kein Einzelfall in der (familien)gerichtlichen Praxis. Die davon betroffenen Eltern haben es in der Regel sehr schwer oder es ist ihnen sogar unmöglich dagegen wirksam vorzugehen. Denn welcher Elternteil ist schon Rechtssoziologe, und selbst wenn, interessiert das im Zweifelsfall den Richter nicht. Das Gesetz bin ich (der Richter), heißt es dann immer noch.

 

 


 

 

"Restriktive Auslegung des Rechtsberatungsgesetzes

Abwägungsgebot als oberstes Auslegungsprinzip"

Rechtsanwalt Dr. Michael Kleine-Cosack, Freiburg im. Breisigau

in: "Neue Juristische Wochenschrift", 2003, Heft 42, S. 3009-3014

 

Zitat: "..., nachdem die Bundesregierung ernsthaft zu erkennen gegeben hat, noch in dieser Legislaturperiode das Gesetz grundlegend zu verändern. Die spannende Frage wird dabei sein, was von ihm noch übrig bleibt. Konzepte liegen bisher nicht auf dem Tisch. Die kritische Rechtssprechung der jüngsten Zeit, welche immer neue Schwächen des Torsos des RBerG zu Tage fördern, erhöht eher die Bedenken gegen einen nennenswerten Fortbestand auch in einem reformierten Gewand."

 

Kommentar maennerrat: Es ist höchste Zeit, dass dieses nationalsozialistische Unrechtsgesetz von 1935 ersatzlos abgeschafft wird. Doch wie man weiß, sitzen im Bundesjustizministerium genügend hochbezahlte subalterne Beamte, die sich die Mühe machen werden, dieses einem Rechtsstaat zuwiderlaufende Gesetz mit ein bisschen Kosmetik eine zweite Jugend zu verleihen. Und im Deutschen Bundestag gibt es genügend Abgeordnete die im bürgerlichen Leben ihr Geld als Anwälte verdienen und sich mit diesem Gesetz unliebsame Konkurrenz vom Leibe werden halten wollen.

 

 

 

 

 


 

"Gewalt, Körperlichkeit, Geschlechtlichkeit.

Überlegungen zur gewaltförmigen Konstruktion von Männlichkeit"

 

Michael Meuser

in: "Kriminologisches Journal", 2003, Heft 3, S. 175-188

 


 

Pressemitteilung des Väteraufbruch für Kinder - VAfK zum 50. Geburtstag des Familienministeriums:

Gleichstellungspolitik nicht nur für Familien und Frauen

Zum 50. Geburtstag des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 23.10.2003

Eisenach/Gollma/Berlin, 21. Oktober 2003

 

 

 

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat Geburtstag. 50 Jahre wird es alt und ein Geburtstagsfest wird es am 23. Oktober im Berliner Ensemble geben, zu der auch Vertreter des Vereins „Väteraufbruch für Kinder“ eingeladen wurden.

Dietmar Nikolai Webel vom Bundesvorstand erklärt, dass der Väteraufbruch mitfeiern wird, obwohl den Vätern, die sie vertreten, nicht zum Feiern ist. Gerade im Familienrecht bleiben über Jahrzehnte schon viele Wünsche der Väter offen. Gleichstellungspolitik sollte im Anspruch nicht nur den Frauen, sondern beiden Geschlechtern gelten. Frauen wurden in den letzen Jahrzehnten gefördert, während für die Männer wenig getan wurde.

Aus der beruflichen Wirklichkeit brechen Männer in die Familie auf. Mehr Spielraum für Väter wurde gewünscht. Die Kampagne des Ministeriums wurde von den Vätern begrüßt, an der Wirklichkeit des Vaters allerdings hat sich jedoch nichts geändert. Männer sind in den Sachzwängen beruflicher Aufgaben gefangen und verpassen die Rolle ihres Lebens: die gestaltete Vaterschaft.

Die klassischen Rollenbilder sind weitgehend noch die Realität, in welcher Frauen und Männer gefangen sind. Nach dem Focus auf die Frauendiskriminierung braucht es auch ein Verständnis für die Männerdiskriminierung im Alltag. Nicht nur die Frauen brauchen Unterstützung für ihre Gleichstellungspolitik. Aus diesem Grunde wurde 1989 der Verein „Väteraufbruch für Kinder e.V.“ gegründet. Das erklärte Ziel ist die Gleichstellung des Mannes in der Gesellschaft und im Familienrecht.

Rüdiger Meyer-Spelbrink, der Geschäftsführer des Väteraufbruch, erinnert noch einmal an die Geschichte des Ministeriums, was ja als Familienministerium angetreten ist und heute alle möglichen Zielgruppen vertritt, jedoch nicht die Männer. Die werden weder im Namen sichtbar, noch im politischen Alltag des Ministeriums. Das Familienministerium vertritt einseitig die Interessen der Mütter, Väter sind nur in Beziehung zu den Müttern gedacht. So werden Anfragen bezüglich der Gleichstellung und Erfahrungen von Diskriminierung der Männer im Ministerium durch Frauen beantwortet. Einen Ansprechpartner für Männerprobleme gibt es nicht und die Männer fühlen sich durch das Ministerium nicht vertreten.

Bisher wurde die Gleichstellungspolitik vor allem von Frauen eingefordert. Es ist gelungen, diese Themen in die Gesetzgebung und die Politik einzubringen. Frauenbeauftragte wachten über die Umsetzung der politischen und juristischen Vorgaben.

Deutsche Politik wurde durch die europäische korrigiert. Diskriminierung ist nicht weiblich, sondern jede politische Maßnahme muss auf Auswirkungen der Diskriminierung für beide Geschlechter bedacht werden. Aus den Frauenbeauftragten wurden Gleichstellungsbeauftragte. In vielen Bundesländern ist die Fraueneigenschaft für diese Gleichstellungsbeauftragte festgeschrieben. Das ist mit dem Grundgesetz vereinbar, weil vor allem die Frauen benachteiligt sind und ihnen nicht zuzumuten ist, sich an männliche Gleichstellungsbeauftragte zu wenden. So jedenfalls steht es in einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 26.10.1994

So wurde durch das Bundesverfassungsgericht auch die Besserstellung der nichtehelichen Mütter in der Übertragung des alleinigen Sorgerechts am 29.01.03 begründet. Der Gleichheitsgrundsatz für Väter wurde wegen des Kindeswohls zurückgestellt.

Nach den Feierlichkeiten und den Festreden braucht Deutschland eine Gleichstellung von Frauen und Männern im Recht, in der Verwaltung, in den Kampagnen und im Titel, welcher Programm sein sollte. Wie wäre es mit „Ministerium für gesellschaftliche Gleichstellung und Familie“? Das wird die Aufgabe in den nächsten 50 Jahren werden, eine Förderung der Gleichstellung, egal welchen Geschlechtes. Dann wären wir dem europäischen Gedanken näher gekommen.

 

Dietmar Nikolai Webel

VAfK-Bundesvorstand

webel@vafk.de

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: Andreas [mailto:]

Gesendet: Sonntag, 19. Oktober 2003 15:00

An: info@maennerrat.de

Betreff: GenderKompetenzZentrum

 

Sehr geehrter Männerrat,

ich möchte auf die beigefügte Einladung zur Eröffnung des neuen GenderKompetenzZentrums an der Humboldt-Universtät zu Berin hinweisen. Das Zentrum versteht sich als unabhängige Forschungseinrichtung und Drehscheibe zwischen verschiedenen Akteuren und Akteurinnen der Gender-Mainstreaming-Strategie, mit der ja bekanntlich Frauen und Männer gleichermaßen für Gleichstellung gewonnen werden sollen. Ich würde mich daher freuen, wenn Sie die Einladung über ihren Verteiler bekannt machten und wir mehr als nur den einen oder anderen Mann auf unserer Eröffnungsveranstaltung begrüßen dürften.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Heilmann

 

 

HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLINJURISTISCHE FAKULTÄT

ÖFFENTLICHES RECHT & GESCHLECHTERSTUDIEN

PROF. DR. SUSANNE BAER, LL.M.,

Bebelplatz 1 / Raum 326

10099 Berlin

Fon: . (0 30) 2093 3436

Fax: . (0 30) 2093 3431

 

 

EINLADUNG

Wir eröffnen das GenderKompetenzZentrum

27. Oktober 2003, 17.30 Uhr

Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin

Festvortrag: Bundesministerin Renate Schmidt

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie heute zur Eröffnung des GenderKompetenzZentrums einladen.

Das GenderKompetenzZentrum wird mit Förderung des BMFSFJ als anwendungsorientierte Forschungseinrichtung der Humboldt-Universität zu Berlin arbeiten. Es ist Drehscheibe und Wissenspool in Sachen Gender Mainstreaming und vermittelt Gender-Wissen und Gender-Kompetenz in unterschiedlichen Sachgebieten.

Bundesministerin Renate Schmidt wird freundlicherweise einen Grundsatzvortrag zum Thema Gender Mainstreaming halten. Das GenderKompetenzZentrum wird sich auch mit seiner neuen Website www.genderkompetenz.info

präsentieren. Zudem erhalten Sie einen ersten Einblick in das Angebot des GenderKompetenzZentrums.

 

Wir würden uns freuen, Sie am 27.10 im Senatssaal der Humboldt Universität Unter den Linden begrüßen zu dürfen.

Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M.

 

 

Programm

Begrüßung: Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M., des. Direktorin des GenderKompetenzZentrums

Grußwort: Prof. Dr. Mlynek, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin

Festvortrag: Bundesministerin Renate Schmidt

Eberhard Zagrosek spielt Klara Schumann und Fanny Hensel-Mendelssohn.

Empfang

 

Wegbeschreibung: Den Senatssaal der Humboldt-Universität finden Sie im Hauptgebäude der Universität, Unter den Linden 6, D-10117 Berlin-Mitte im ersten Stock über dem Haupteingang.

 

 

 


 

Eigenartige Verknüpfungen werden in Magdeburg hergestellt.

Die Beratungsstelle des Deutschen Familienverbandes e.V. ProMann – gegen Männergewalt

bietet verschiedene durchaus interessante Angebote an.

Wieso sie es unter dem Label ProMann - gegen Männergewalt tut, bleibt allerdings ein Rätsel und sicher nicht für die Annahme des Projektgdeanken förderlich. Mann stelle sich einmal vor, die PRO FAMILIA würde ein Projekt anbieten.

Sexualberatung für Männer - gegen Pädophilie. Wer da reingeht und gesehen wird, ist ja schon als potentieller oder tatsächlicher Kinderschänder geoutet.

Bleibt zu hoffen, dass ProMann zur Besinnnung kommt und das Schielen auf Fördertöpfe des Landesministeriums nicht zum Kriterium für fachliches Arbeiten bleibt.

Meint jedenfalls Manne, 19.10.2003

 

 

 

 

Beratungsstelle des Deutschen Familienverbandes e.V. Tel: 0391-7217441

ProMann – gegen Männergewalt Fax: 0391-7217442

Rennebogen 38, 39130 Magdeburg Email: pro.mann@t-online.de

www.promann.de

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, mit der Organisation des Fachtages zum Thema Männer- und Väterarbeit, einen weiteren Schritt in der Männerarbeit Sachsen – Anhalts begehen zu können. Wir halten diese Tagung und dieses Thema für bemerkenswert und wichtig, da wir in unserer Arbeit tagtäglich hören und erleben, dass Männer neue Wege und Möglichkeiten als Vater und Mann ausprobieren und kennen lernen möchten.

Gerne möchten wir sie an diesem Tag in Magdeburg willkommen heißen, um mit Experten und Fachleuten über Erfahrungen, Ziele und Perspektiven in der Männerarbeit zu diskutieren. Gleichzeitig möchten wir die Gelegenheit nutzen, sie über geplante Angebote für das Jahr 2004 unserer Beratungsstelle zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Das Team der Beratungsstelle ProMann Magdeburg, den 01.10.03

 

Veranstaltungskalender 2004

Prinzen- Königskurs Teil I – Das leicht schwierige Leben von und mit Jungen und Männern

Eine Fortbildung für Männer und Frauen aus psychosozialen Bereichen, für PädagogInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen, etc.

Themen: Gewalt, Sozialisation von Jungen und Männern, Kommunikations- und Deeskalationsstrategien, Krisen- und Interventionskompetenzen, Arbeit mit Tätern, Jungenarbeit und -pädagogik

Termine: 3x 2Tage am 11./12.05.04, 08./09.06.04 und 07./08.09.04

Kosten: 250,00 €

 

NEU! Fachrunde Jungen- und Männerarbeit NEU!

4 mal im Jahr möchten wir Männer und Frauen aus unterschiedlichen pädagogischen, sozialen und psychosozialen Arbeitsfeldern einladen, um sich über die praktische Arbeit mit Jungen und Männern auszutauschen und diese weiterzuentwickeln. Vermitteln wollen wir theoretische Zugänge, sowie praktische Methoden und Ansätze. Unserer Ausbildung entsprechend arbeiten wir mit systemischen Ideen und Arbeitsweisen. Sie können an einzelnen Terminen teilnehmen oder sich für alle Termine des Jahres anmelden.

Termine: 24.02.04, 18.05.04, 21.09.04,16.11.04

Kosten: Einzeltermin 25,00 €

für 2 Termine 40,00 €

für 4 Termine 60,00 €

 

„Ich halt das nicht mehr aus...!“ –Tagesveranstaltung für Männer die Konflikte und Streit in der Familie und in der Partnerschaft gewaltfrei führen möchten. Ziel dieses Tages ist es, das bisherige Eskalations- und Streitmuster zu reflektieren und neue Kommunikations- und Deeskalationsmöglichkeiten zu erlernen.

Termin: 20.03.04

Kosten: 25,00 €

 

Kanuwochenende für Männer mit Kindern

Erstmalig möchten wir 2004 unser Kanuwochenende offen allen interessierten Vätern und ihren Kindern zugänglich machen. Geplant ist eine Fahrt durch das brandenburgische Havelland. Geschlafen wird in Zelten.

Termin: Freitag bis Sonntag 25./26./27.6.2004

Kosten: ca. 135,00 € (Kinder incl.) / abhängig von der Teilnehmerzahl

 

NEU! „Zaubern müsste man können...“ NEU! - Kreativwochenende für Väter und Kinder

Dieses Wochenende richtet sich an alle Väter und Kinder die mal etwas neues ausprobieren möchten und an alle, die sich schon immer mal gewünscht haben, zaubern zu können. Neben vielen Zauberkunststücken möchten wir ihnen an diesen beiden Tagen auch die Möglichkeit bieten, die Kunst und Technik des Jonglierens zu erlernen.

Termin: 17./18.04.04

Kosten: 50,00€ incl. Material und kleinem Imbiss

 

Supervision für Fachkräfte der psychosozialen Arbeit

Einzel- Gruppen- Fall- und Teamsupervision

Termine: nach Vereinbarung

Kosten: nach individueller Absprache

Leitung: Hendrik Möser (systemischer Familientherapeut und Supervisor)

 

Für bestimmte spezielle Wünsche von Institutionen und Einrichtungen bieten wir ihnen auch „Inhouse – Seminare“ und Workshops an.

Themen, Ort, Datum und Kosten werden flexibel, speziell und individuell mit ihren Wünschen abgestimmt.

 

Bei bestehendem Interesse an einem oder mehreren Angeboten, können sie sich jederzeit mit uns telefonisch oder per email in Verbindung setzen. Wir freuen uns darauf, auch im Jahr 2004 wieder mit ihnen zusammenzuarbeiten und verbleiben

mit den freundlichsten Grüßen

das Team der Beratungsstelle ProMann

 

 


 

Männer für Reportage gesucht

 

Wir sind eine Fernsehproduktion aus München und realisieren für das "Fernsehen der Süddeutschen Zeitung" eine Reportage über erwachsene Männer, die in einer Lebensgemeinschaft mit ihrer Mutter bzw. ihren Eltern leben. Gerne würden wir diese Personen mit der Kamera in ihrem Alltag begleiten und dokumentieren, wie das Zusammenleben organisiert wird.

Der Drehaufwand beläuft sich auf 2-3 Tage, die Drehzeit wäre sofort bis Mitte November.

Wir würden uns freuen, wenn sich Männer bereit erklären würden, bei unserer Reportage mitzumachen.

Wenn Sie Fragen haben, oder weitere Informationen zu unserem Vorhaben wünschen, bitte zögern Sie nicht, mich anzurufen.

Sie erreichen mich als zuständige Redakteurin jederzeit unter:

MO.TIVI GmbH

Tel: 089-30 63 10 17

Fax: 089-30 63 10 20

E-mail: a.germann@motivi.net

 

Ich freue mich darauf, Sie kennen zu lernen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ansje Germann

16.10.2003

 

 

 

 


 

Swingin' Century Ballroom

 

im Grünen Salon in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz 2

mit dem Damenorchester ESCAPADE,

alias "All Ladies Swing-Orchestra Escapade"

17.10.2003 20:00 Uhr

Auf dem Programm:

Swing und die schönsten swingigen Tonfilmschlager 20-40erJahre

Vielen Dank.

Herzliche Grüße

Petra Sauerwald

---

www.escapade-berlin.de

escapade-berlin@web.de

 

 


 

Männer auf dem Kriegspfad  –

Wofür zu kämpfen es sich lohnt

2. Heider Männertag

 

01. November 2003

Was erwartet mich auf diesem Männertag ?

Als Jungen spielten wir Cowboy und Indianer oder Räuber und Gendarm und waren gern auf dem Kriegspfad.

Als Erwachsene machen wir weitere Erfahrungen mit Sieg und Niederlage im Beruf, in der Partnerschaft und Familie.

Für unsere Lebensziele setzen wir unsere Kraft ein - und stoßen auch an unsere Grenzen.

Wir werden an diesem Tag Gespräche führen, Übungen machen, gemeinsam gut Essen, und viel Spaß haben.

 

Info & Anmeldung: Jürgen Breuninger, Kirchenkoppel 7, 25782 Tellingstedt

Tel. & Fax: (04838) 78005 Email: j.breuninger@arcor.de

 

http://www.heider-maennertag.de

 

 


 

Heinrich-Boell-Stiftung 

 

Einladung

Der Beschneidungsskandal

Genitale Verstuemmlung in Afrika, Europa und Amerika

am 16.10.2003, 18:00 bis 20:30 Uhr

Veranstalter: Heinrich-Boell-Stiftung in Kooperation mit DAFI e.V. und Orlanda Frauenbuchverlag

Telefon: 030/285 34-343, Fax: 030/285 34-308

Veranstaltungsort: Heinrich-Boell-Stiftung, Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin, Galerie

Wegbeschreibung: Mit der S-Bahn bis Hackescher Markt oder mit der U-Bahn-Linie 8 bis Weinmeisterstrasse.

Wegskizze

Beschreibung:

 

Buchvorstellung und Diskussion mit:

- Hanny Lightfoot-Klein, Autorin, Arizona, USA

- Dr. Sabine Mueller, Gynaekologin, Uebersetzerin, Mitglied von DAFI, Berlin

- Petra Schnuell, Terre des Femmes, Goettingen

- Esther Dischereit, Schauspielerin

Moderation: Dr. Antonie Nord, Afrikareferentin Heinrich-Boell-Stiftung

 

Weibliche Genitalverstuemmelung ist in den meisten afrikanischen Laendern quer durch alle Gesellschaftsschichten verbreitet. Sie wird auch auf der arabischen Halbinsel und in einigen Regionen Asiens durchgefuehrt. Taeglich werden Tausende von weiblichen Saeuglingen, Kleinkindern, Maedchen und junge Frauen Opfer des grausamen Eingriffs. Allein in Afrika leben heute nach aktuellen Schaetzungen 115 bis 130 Millionen genital verstuemmelte Frauen. In den letzten Jahren wurde viel zum Thema geforscht und eine F

uelle von Informationen an die OEffentlichkeit gebracht. Initiativen in afrikanischen und westlichen Laendern klaeren ueber psychische und gesundheitliche Folgen auf und versuchen, die Praxis zu stoppen oder mildere Formen zu propagieren.

Hanny Lightfoot-Klein ist Aktivistin und Autorin der ersten Stunde und heute eine renommierte Expertin. Schon vor 20 Jahren begegnete sie als Paedagogin in Kenia, Aegypten und dem Sudan vielen betroffenen Frauen und begann ueber deren Schicksal und die Traditionen, die dem Ritual zugrunde liegen zu schreiben.

In ihrem neusten Buch vergleicht sie erstmals Verstuemmelungspraktiken in afrikanischen Laendern und der westlichen Welt. Denn weniger bekannt ist, dass auch in Europa und den USA Genitalien von Frauen (und Maennern) bis heute manipuliert werden. So wird in der medizinischen Fachliteratur westlicher Laender noch immer festgeschrieben, wie gross die Klitoris eines Saeuglings sein darf und wie gross ein Penis sein muss, um als "normal" zu gelten. Die Folge sind jaehrlich unzaehlige chirurgische "Korrekturen

" an intersexuellen Neugeborenen, denen man damit ein Leben in geschlechtlich eindeutigen Bahnen ermoeglichen will.

Hanny Lightfoot-Klein ergaenzt die wissenschaftlichen Fakten mit einer Vielzahl von Beispielen und erschuetternden Beitraegen Betroffener. Eine voellig neue Perspektive eroeffnen dabei die Berichte von beschnittenen Maennern. Mit ihrem Standpunkt, auch die Beschneidung von Maennern sei eine Verletzung des Menschenrechts auf koerperliche Unversehrtheit betritt die Autorin neues Terrain.

Ausfuehrlich werden im Buch erfolgreiche Initiativen und Projekte in der ganzen Welt vorgestellt. Im Anhang des umfassenden Sachbuchs finden sich weiterfuehrende Adressen und Literaturhinweise.

Als Podiumsgast eingeladen ist auch Dr. Sabine Mueller, die das Buch aus dem Englischen uebersetzt hat. Sie ist Gynaekologin in Berlin und Gruendungsmitglied von DAFI - einer Deutsch-Afrikanischen-Fraueninitiative.

Petra Schnuell, mehrere Jahre Mitglied im Bundesvorstand von Terre des Femmes ist gelernte Arzthelferin und Wirtschaftsassistentin. Sie studiert zur Zeit Ethnologie, Soziologie, Publizistik und Kommunikationswissenschaft und hat mehrere Buecher zu Genitalverstuemmelung veroeffentlicht.

Die Schauspielerin Esther Dischereit wird Passagen aus dem Buch *Der Beschneidungsskandal" vorlesen.

 

Wir freuen uns auf eine spannende Lesung und Diskussion

Kontakt: Afrika Team der Heinrich Boell Stiftung

Beate Adolf, email adolf@boell.de

 Tel. 030 285 34 343

 

 


 

 

München 2003

Auf dem diesjährigen Oktoberfest gab es wegen der angeblich zahlreichen Vergewaltigungen bei diesem Event in diesem Jahr erstmals einen „Security Point“ für Frauen. Die „Süddeutsche“ fragte im Anschluss an die zweiwöchige Fete mal nach:

„SZ: Wie groß war der Ansturm auf den Security Point?

Güntner: Wir haben 15 Frauen und sechs Mädchen versorgt. Überwiegend waren die Frauen verunsichert, sexuelle Belästigungen waren sehr wenig.

Eine war völlig niedergeschmettert, weil sie in eine Bierzeltauseinandersetzung verwickelt wurde - kurz vor der Körperverletzung. Eine Touristin hatte ihre Gruppe verloren und wusste nicht mehr, wohin. Eine junge Frau war nach einem Diebstahl sehr verwirrt.“

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/9/18990/

 

Soweit die schockierenden Tatsachen – über den „Ansturm“! „Verunsichert“ ist wahrscheinlich bajuwarische Höflichkeit für stinkbesoffen. (Mein Gott, waren wir nach der letzten Redaktionssitzung wieder verunsichert!)

Die Enttäuschung der Verantwortlichen bei so wenig männlicher Gewalt war nur schwer zu verbergen, da muss man schon Verständnis haben.

 

Alexander Bark

 


 

NEUES VOM RECHTSBERATUNGSGESETZ!!

Sehr geehrte Damen und Herren ,

galt mein Fall der illegalen Rechtsberatung bis vor kurzem als absoluter Bürokratenschwachsinn, schießt das Sozialamt Nürnberg und das Amtsgericht Nürnberg mit dem Amtsrichter Werner den Vogel ab.

http://www.beschwerdezentrum.de/

 

Deshalb erlaube ich mir den Hinweis auf den Leitartikel des Beschwerdezentrums

Der Fall schlägt zur Zeit sehr hohe Wellen, so daß tatsächlich Hoffnung besteht, daß das alte Nazigesetz endlich abgeschafft wird.

Deshalb meine Bitte, den Leitartikel an möglichst viele Interessierte weiterleiten.

Im voraus besten Dank.

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Stefan Fügner

 

05.10.2003

STEFAN FÜGNER

IM ALTEN GRABEN 20B 64673 ZWINGENBERG

Tel. 06251 788421 Fax 79251

Mobil 0162 87 78 99 9

e-mail: fuegner@web.de

 

 

 


 

Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse

Fachtagung “Männlichkeit und Krieg” am 7./8. November 2003 in Berlin

Im letzten Jahr wurden weltweit mehr als vierzig bewaffnete Konflikte ausgetragen. Die wenigsten waren “traditionelle” Kriege, also militärische Konflikte zwischen souveränen Staaten, sondern überwiegend handelt es sich um regionale Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Macht- und Interessengruppen. Männer werden in diesen Konflikten in der Regel als Hauptakteure und Nutznießer wahrgenommen, als Opfer hingegen werden sie kaum thematisiert. Hier spiegeln sich Konstruktionen von “Männlichkeit” und “Weiblichkeit” wider, die zum einen konstituierend für Konfliktformen und -verläufe sein können und zum anderen selbst durch diese reproduziert werden. Die Tagung “Männlichkeit und Krieg” knüpft inhaltlich an Fragestellungen der beiden letzten Forumstagungen (“ Konflikt und Geschlecht”, “Männer und Sex(ualität)”) an und will einige Aspekte vertiefend bearbeiten. Im Vordergrund stehen folgende Fragen:

- Wie formt Krieg Männlichkeitskonstruktionen / Geschlechterkonstruktionen und umgekehrt? Welche Zugänge und Erklärungsmodelle für den unterstellten Zusammenhang von Männlichkeit / Mannsein und Krieg gibt es aus psychoanalytischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive?

- Wie wirken sich Krieg und Militär auf die Konstruktion von Sexualität und sexueller Identität im Geschlechterverhältnis aus und umgekehrt?

- Wie kann das Thema in der Jungen- und Männerbildungsarbeit sowie in der (Jugend-) Bildungsarbeit aufgegriffen werden?

Die Tagung soll dazu beitragen, den Diskurs über Männlichkeit/Gender und Krieg im deutschsprachigen Raum voranzutreiben und die Auseinandersetzung mit dem Stellenwert von Krieg und Militär für Männlichkeits- und Weiblichkeitskonstruktionen in unserer Gesellschaft, insbesondere auch in Hinblick auf Männer als Opfer von Krieg fördern.

 

 

Programm (Stand 26.9.2003)

Freitag, 7. November 2003

Ab 13.30 Uhr Anmeldung

14.00 Uhr Begrüßung und Einstieg in das ThemaHenning von Bargen, Heinrich Böll Stiftung

14.15 Uhr – 19.00 Uhr Vorträge und Diskussion

 

“Der Krieg ist der Vater aller Dinge.” Männer Kriegen - Keine Kinder.

Zur Psychoanalyse der kulturellen Affinität von Männlichkeit und Krieg. Willi Walter, Männer-, Geschlechter- und Gewaltforscher, Berlin

Die Ausgangshypothese lautet: ‚Männer kriegen, weil sie keine Kinder kriegen‘. Die dichotome Konstruktion von Weiblichkeit und Männlichkeit gründet sich in den meisten Kulturen in einem unterschiedlichen Zugang von Frauen und Männern zu Generativität, Nativität und Mortalität. In dem Vortrag soll analysiert werden, wie es dazu kommt, dass bis heute Männer kulturell für das Töten und den Krieg, Frauen hingegen für das Leben und das ‚Kinder-Kriegen‘ zuständig sind.

 

 

Militär und Geschlechterverhältnisse

Dr. Christine Eifler, Sozialwissenschaftlerin, Privatdozentin an der Universität Bremen, Leiterin des Gunda-Werner-Promotionskollegs “Genderdynamiken in gewaltförmigen Konflikten” am Zentrum feministische Studien an der Universität Bremen

Ausgehend vom Einfluss des Militärs auf die Konstrukte von Männlichkeit und Weiblichkeit beschäftigt sich der Beitrag mit den damit verbundenen Folgen für das Verhältnis der Geschlechter. Eines seiner zentralen Kennzeichen ist die geschlechtsspezifische Positionierung zur Gewalt. Am Beispiel aktueller Kriegs- und Krisensituationen werden in diesem Zusammenhang die widersprüchlichen Wirkungen auf militärische Männlichkeit diskutiert: Einerseits ist Gewalt gegen Frauen zum herausgehobenen Teil ethnischer/politischer Auseinandersetzungen geworden; andererseits sehen sich "westliche" Akteure mit der Berücksichtigung geschlechtsspezifscher Fragestellungen in der Konfliktbearbeitung konfrontiert, um nachhaltige Friedengesellschaften etablieren zu können.

 

Als Junge im Bombenkrieg - Gespräch mit einem Zeitzeugen.

Das Denkmuster “Mann oder Opfer” und seine Folgen. Ein 1939 geborener Mann erzählt, was er in der Zeit des Faschismus und der Terrorangriffe auf eine deutsche Großstadt erlebt und erlitten hat. Obwohl der Tod immer wieder sehr nah war, hat er überlebt. Er schaffte es, trotz einer sehr schwierigen Kindheit - vielleicht auch gerade deswegen - eine starke seelische Energie freizusetzen und letztlich erfolgreich im Beruf und in der Partnerschaft zu sein. Das private und kollektive Schweigen war aber nicht durchzuhalten und das erlittene Leid nicht länger zu verdrängen. Der Einblick in diese Lebensgeschichte soll Anlass zu einer Auseinandersetzung mit dem Denkmuster "Mann oder Opfer" und dessen Folgen geben. Es soll auch Anlass sein, die Methode der Befragung von Zeitzeugen im Rahmen von Jungen- und Männerbildung näher kennen zu lernen. Der Zeitzeuge Günter Hans Schmidt (Nürnberg) wird befragt von Hans-Joachim Lenz, Sozialwissenschaftler, Autor, Eckenhaid/Nürnberg

19.00 Imbiss

20.00 Uhr Film: “Krieg ohne Ende” von Haifa Rosenbaum / Samira Fansa

Krieg als Alltag begriffen:

Eine Reise in mehrere parallele Welten, unter anderem Alltag in Neukölln, erster und zweiter Weltkrieg, globale Zerstörung. Wohin geht die Reise? - Essayistischer Film über den Kriegszustand, in dem wir uns befinden. 25 Min. Anschließend Gelegenheit zum informellen Austausch

 

Samstag, 7. November 2003

9.15 – 9.30 Einstieg

9.30 – 11.00 Parallele Foren und Workshops

Forum 1

Männer und Frauen wie Täter und Opfer? Martin van Crefelds Analyse der Rolle der Geschlechter in Krieg und Militär.

Joachim Bell, Diplom-Politologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag, Berlin

Die Auffassung, Kriege seien mörderische Auseinandersetzungen, die von Männern geführt und ausgeübt würden, und denen vorwiegend Frauen und Kinder zum Opfer fielen, genießt heute weite Verbreitung. Sie ist jedoch aus Sicht von van Crefeld ein feministisches Ideologem. Van Creveld legt dar, dass Frauen zu allen Zeiten einen besonderen Schutz genossen haben: Sie waren nie von den Aushebungen der Heere betroffen und wurden niemals als militärische Ziele angesehen. Allerdings war die Vorstellung der Schändung von Frauen und Kindern durch jeweilige Gegner zu fast allen Zeiten ein Mittel, eigene Krieger und Soldaten besonders zu motivieren und die Feindbilder besonders hassenswert zu machen – bis hinein in den zweiten Golfkrieg, als amerikanische Propaganda Schauergeschichten über irakische Morde in kuwaitischen Säuglingsstationen kolportierte. Die feministische Ideologie, nach der (auch) im Krieg Männer die Täter und Frauen die Opfer sind, fanden in der Regel nur in dieser Propaganda wirkliche Nahrung. Gleichwohl ist sie heute fast ein Allgemeinplatz.

Workshop 1

Die heimliche Lust der Männer am verdeckten Krieg - Psychodrama-Workshop

Jonni Brem, psychologischer und psychotherapeutischer Mitarbeiter der Männerberatung Wien, Ausbildungsleiter für forensische Therapie für das Justizministerium Wien

Der Kampf der Männer für ihre Überzeugungen lauft selten unblutig ab. Gegner und Gegnerinnen sind Vertreter anderer religiöser Konfessionen, anderer Nationen, anderer Werthaltungen, Frauen, Kinder und andere Männer. Neben den erklärten (und somit "offiziellen") Kriegen gibt es eine Vielzahl an verdeckten Kriegsschauplätzen unter uns: in Internetforen, in und zwischen Familien, in Spielhallen, an Stammtischen, gegen AsylantInnen und AusländerInnen, in Fußballstadien, in Filmen, in Männerbünden oder in Terrorgruppen. Der Psychodrama-Workshop möchte auf einen verdeckten Kriegsschauplatz fokussieren und die verschiedenen emotionalen Hintergründe der beteiligten Menschen erfragen. Dabei sollen auch die persönlichen Bezüge zur eigenen geheimen Kriegslust thematisiert werden.

 

 

Workshop 2

Die allgemeine Vaterlosigkeit, insbesondere die deutsche und was sie mit der Gewalttätigkeit Jugendlicher in Deutschland zu tun hat

Dr. phil. Otto Felix Hanebutt, Pädagoge und Familientherapeut, Institut für Systemisches Coaching, Hamburg

Wie ist es zu erklären, dass immer mehr Jugendliche (siehe Shell-Jugend-Studie 2000) nicht nur Skins oder rechtsradikale Jugendliche, sich nach tradierten, konservativen Vorbildern bei ihrer Lebensplanung orientieren wollen? Können Phänomene wie Hooliganismus, Fussballfanclubs, jugendlicher Rechtsradikalismus, Skinheadszenen und jugendliche Gewalttätigkeit im Zusammenhang mit der 68er-Revolte und deren erklärter Abschaffung der deutschtümelnden, maskulinen, nationalen Mythen gesehen werden? Einige provokante Thesen, die in diesem Workshop gewagt werden, die Denkanstöße über die Neugestaltung curricularer Konzepte zum Umgang mit diesem Phänomen initiieren sollen. Die Teilnehmenden werden gebeten Familienfotos mitzubringen, auf denen Väter/Großväter in Uniform im Kreis der Familie zu sehen sind.

 

 

 

11.15 – 13.00 Parallele Foren und Workshops Forum 2 Antipatriarchale Perspektiven gegen jeden Krieg und das strategische Schweigen

Samira Fansa, Künstlerin, Transgenderaktivistin, aktiv im antipatriarchalen Netz Berlin

Die existierende Geschlechterordnung bringt sowohl sexistische Gewaltverhältnisse als auch kriegerische, militarisierte Strukturen hervor. Als sozial konstruierte Geschlechterhierarchie hängt sie auch mit der medizinischen Eliminierung biologischer Abweichungen von der zweigeschlechtlichen Norm zusammen. So wurden bisher Zwitter (die Medizin klassifiziert Zwitter oder Hermaphroditen als “Intersexuelle”) sowohl biologisch als auch sozial in dieser Gesellschaft unsichtbar gemacht. Extremster Ausdruck dieser scheinbar naturgegebenen Geschlechterordnung ist die Ausübung sexualisierter Gewalt durch Männer, die ihren Körper als Waffe zur Unterwerfung einsetzten. Gegen das strategische Schweigen über diese Realität bedarf es einer Sichtbarkeit anderer sozialer und politischer Ansätze und Ausdrucksformen im öffentlichen Raum. Unter Berücksichtigung unserer unterschiedlichen Lebenssituationen wollen wir in diesem Workshop Perspektiven für politische Praxen ausloten. Es geht um konkrete gesellschaftliche Interventionen. Wo können wir einzeln und gemeinsam in gesellschaftliche Abläufe eingreifen ?

Workshop 1 Fortsetzung

Workshop 2 Fortsetzung

 

13.00 – 14.00 Mittagspause

14.00 –16.00 “Welt-Cafe”Auswertungs- und Abschlußrunde

 

www.forum-maenner.de

www.boell.de

 

 


 

 

NEUES VOM (nationalsozialistischen) RECHTSBERATUNGSGESETZ!!

Jetzt muß wohl der erste Bürger wg. des Rechtsberatungsgesetzes ins Gefängnis!!!

 

Der Schwachsinn in Deutschland erreicht seinen Höhepunkt.

 

http://www2.rechtsberatungsgesetz.info/uploads/Bockmann%20-%20Schriftsatz%20vom%2012.6.03.doc

 

 

MFG

stefan fügner

im alten Graben 20b

64677 zwingenberg

tel.06215 788421

fax 06251 79251

 

 

 


 

 

Wir suchen männliche Interviewpartner für das Projekt:

Auch Männer haben ein Vereinbarkeitsproblem

Ansätze zur Unterstützung familienorientierter Männer auf betrieblicher Ebene

 

Pilotstudie

 

Immer mehr Männer wollen aktive Väter sein oder sind an einer ausgewogeneren Balance zwischen Arbeit und Leben interessiert.

Welche Erfahrungen machen aktive Väter und „neue Männer“ bei der Umsetzung ihres Wunsches nach Inanspruchnahme von Elternzeit oder der Veränderung ihrer Arbeitszeit am Arbeitsplatz und im Betrieb mit Ihren Kollegen und Kolleginnen oder ihren Vorgesetzen?

Erwarten sie Unterstützung von den Betriebs- und Personalräten? Stehen diese einem möglichen Vereinbarkeitsproblem von Männern offen gegenüber?

Diese und noch andere Fragen möchte das Projekt „Auch Männer haben ein Vereinbarkeitsproblem“ beantworten und zudem konkreten Handlungsschritte auf betrieblicher Ebene entwickeln.

Dazu sollen in der Pilotstudie aktive Väter und familienorientierte Männer zu ihren Erfahrungen bei der Umsetzung von Elternzeit oder einer veränderten Arbeitszeitgestaltung befragt werden. Durchgeführt werden soll die Untersuchung exemplarisch in 20 Betrieben aus dem Bereich der öffentlichen und privaten Dienstleistung.

Interessierte Interviewpartner sollten ein zu betreuendes Kind haben und in einer Partnerschaft leben; sie sollen in jeweils unterschiedlichen Posi-tionen und Funktionen in den ausgewählten Unternehmen tätig sein.

Die Pilotstudie wird finanziell unterstützt durch die Gewerkschaft ver.di, die Hans-Böckler-Stiftung, die gemeinnützige Hertie-Stiftung / Beruf und Familie gGmbH, die BGAG-Stiftung Walter Hesselbach und das BMFSFJ. Laufzeit der Pilotstudie ist vom 01. Mai 2003 bis 30.04.2004.

 

Ansprechpartner und weitere Informationen:

Dr. Peter Döge

Institut für anwendungsorientierte

Innovations- und Zukunftsforschung e.V. - IAIZ -

e-mail : pd@iaiz.de

Fon: 030 283 85 717

Fax: 030 283 85 718

 

 

Aktuelle Publikationen des IAIZ unter

http://www.iaiz.de/Publikationen/index.html

 

Institut für anwendungsorientierte

Innovations- und Zukunftsforschung e.V.

- I A I Z -

Postfach 61 02 27

10923 Berlin

Fon: +49 (0)30 / 283 85 717

Mobil: +49 (0)170 814 86 25

Fax: +49 (0)30 / 283 85 718

e-mail: pd@iaiz.de

web: www.iaiz.de

 

 

 

 


 

 

"Irritation Ostdeutschland? Geschlechterverhältnisse in Deutschland 13 Jahre nach der Wende"

 (16.-18.10. in Berlin):

13 Jahre nach der Wende stellt sich Ostdeutschland als eine Gemengelage zwischen Anpassung an das sich wandelnde westliche Gesellschaftsmodell und eigenlogischer Aneignung dar.

Diese ostdeutsche Spezifik könnte Folie und – möglicherweise irritierender – Ausgangspunkt für Fragen sein, die sich westlichen Gesellschaften heute überhaupt stellen. Dies interessiert auf der geplanten Tagung insbesondere im Hinblick auf die Geschlechterverhältnisse. So müssen in Ostdeutschland Frauen und Männer, die Erwerbsarbeit als Kern ihrer Selbstdefinition begriffen, das Verhältnis von Arbeit und Leben neu gestalten. Welche geschlechterspezifisch unterschiedlichen Strategien entwickeln sie, um unter diesen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben? Welches „Geschlecht“ hat die Ich-AG? Die von der Rosa Luxemburg Stiftung, dem Bildungsverein „Helle Panke“ und dem Arbeitskreis „Transformationen in Ost und West“ organisierte Tagung wendet sich ausdrücklich nicht nur an ein akademisches Publikum, sondern auch an die sonstige interessierte Öffentlichkeit.

Mehr: http://www.rosalux.de/Einzel/gender_ost/index.htm

 

 


 

 

 

"Alexandra Kollontai: Mein Leben in der Diplomatie" (Schriften 12 der RLS):

Den einen galt sie als zutiefst verkommen und als Verführerin der Jugend, den anderen als das »Schönste Gesicht des Stalinismus«: Alexandra Kollontai (1872–1952). Ihre vehemente Forderung nach sexueller Gleichstellung der Frau prägt bis heute die Erinnerung an diese Revolutionärin, die dem russisch-finnischen Adel entstammte. Alexandra Kollontai hatte 1917/18 kurze Zeit in Lenins Revolutionsregierung gesessen, war als Kopf der »Arbeiteropposition« 1921 beim Versuch unterlegen, die Reste der Demokratie gegen die immer apodiktischere Herrschaft der Bolschewiki zu verteidigen; 1922 hatte sie sich als Diplomatin nach Norwegen schicken lassen. Hier nahm sie als erste Frau in der Geschichte auf dem Stuhl eines Botschafters Platz – damals keine mindere Unerhörtheit als ihr radikaler Feminismus. Nach dem Ausscheiden aus dem Diplomatischen Dienst im Jahre 1945 arbeitete Alexandra Kollontai bis wenige Tage vor ihrem Tod an den Erinnerungen der Jahre 1922 bis 1945. Das lange Zeit als verschollen geglaubte Manuskript wurde 2001 in Moskau publiziert und wird hier – quellenkritisch bearbeitet – erstmals in deutscher Sprache vorgelegt. 704 Seiten, 32 Bildseiten, gebunden mit Schutzumschlag, dietz berlin 2003, 39,90 €

 

Bestellen: http://www.rosalux.de/Einzel/Kolontai_Buch/index.htm

 

 


 

 

MännerKulturen

– Nimm Du ihn, ich hab´ ihn sicher –

 

www.maennerkulturen.de

 

Die Darsteller sind Absolventen der Sporthochschule Köln. Im Rahmen einer Examensaufführung wurde ich auf das Kabarett "Männerkulturen" aufmerksam.

Inzwischen haben die drei erste Erfolge und sind auf dem Sprung zu einer hoffentlich großen Karriere.

Mich - Jahrgang 1959 - hat beeindruckt, dass es den Darstellern gelingt - scheinbar unbelastet von den 70er Debatten - das Thema "Männer" selbstbewusst und mit viel Selbstironie zu bearbeiten.

Am 07.10.03 haben sie um 20.00 Uhr einen großen Auftritt im Gloria in 50667 Köln -Apostelstr. 11.

Das Stück heißt: "Nimm du ihn, ich hab ihn sicher"

Karten sind unter 0221/ 8698855 bei Artefakt oder unter 0221/2801 bei Köln-Ticket zu bestellen.

Preis: 19,45 € (Vorverkauf)

 

Stückbeschreibung:

MännerKulturen

– Nimm Du ihn, ich hab´ ihn sicher –

Das eingespielte Männer-Trio zeigt in seinen unterschiedlichen, sich-ergänzenden Charakteren, mit Typenspiel, Sprach- und Bewegungswitz, Einfallsreichtum und Originalität was Männer und somit natürlich auch Frauen bewegt. Der Mann als Hauptdarsteller, Held und Experte -immer auf der Suche nach Profilierung und Selbstbestätigung- wird hier ebenso selbstironisch-skizzenhaft auf´s Korn genommen wie das ausgeprägte Mitteilungsvermögen mancher Zeitgenossinnen über ihre emotionalen Befindlichkeiten.

Es gilt hierbei die Devise: Natürlich sind nicht alle Frauen und Männer so; aber man muß mit dem Schlimmsten rechnen!

Beziehungsebenen, Geschlechterkampf, Sportereignisse und der Deutschen liebstes Kind, das Auto, vermischen sich auf wundersame Weise in Szenen, Sketchen, tänzerisch-komischen Bewegungsabläufen und Gedichten

Die Zuschauer werden sich hierbei ein um`s andere mal fragen, wie man diese Themen je getrennt betrachten konnte.

In eindrucksvoller körperlicher und geistiger Teamarbeit spielen sich die Akteure in einer Fülle meist selbstgeschriebener Nummern -aber auch in Gedichten und Texten von Robert Gernhardt und Robert Laing- auf immer wieder überraschende Weise die Bälle zu.

Gespielt wird in 2 x 45min, wobei es immer wieder gerade auch in leisen Stimmungen zu Volltreffern kommt.

Achim

 

 

 


 

"Geschlecht - Gewalt - Gesellschaft. Gegenwartsdiagnosen"

 

 

vom 3. - 5.7.2003

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

 

Infos unter:

Prof. Dr. Siegfried Lamnek, Lehrstuhl für Soziologie II, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 85071 eichstädt

Tel 08421/931412

Mail: siegfried.lamnek@ku-eichstaett.de

 

 

 

 

Die Dokumentation zu der Tagung kann ab Ende September 2003

bestellt werden unter:

 

Geschlecht Gewalt Gesellschaft

Siegfried Lamnek, Manuela Boatca

Leske + Budrich

ISBN 3-8100-3949-7

Bestellung bei Elisabeth.Pflanz@Bertelsmann.de

 

Tel. 0611-7878(78)-285

 


 

 

Diplomarbeit zum Thema "Häusliche Gewalt als Austragungsort gesellschaftlicher Konfliktlagen"

 

Sehr geehrte Herren,

Als Studentinnen der Fachhochschule Potsdam suchen wir für unsere Diplomarbeit, die sich mit dem Thema "Häusliche Gewalt als Austragungsort gesellschaftlicher Konfliktlagen", insbesondere jedoch mit der angewandten (physischen und psychischen) Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Partnerschaften beschäftigt, Männer, die in ihrer Partnerschaft Gewalt erfahren haben.

Wir möchten Ende September einen Fragebogen an Betroffene senden und mit den wissenschaftlich ausgewerteten Ergebnissen einen Grundstein für die weitere sozialpädagogische Arbeit auf diesem Gebiet legen und auf die Lage betroffener Männer und die tabuisierte Thematik aufmerksam machen.

Diskretion ist dabei selbstverständlich.

 

Für Fragen oder Anregungen stehen wir unter haeusliche-gewalt@web.de gerne zur Verfügung.

Vielen Dank für Ihr Interesse

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Melanie Butzmann und Bettina Gitter

04.09.2003

 

 


 

 

Gewalt und Negativität in heterosexuellen Partnerschaften

Sehr geehrte Damen und Herren

Als Mitarbeiterinnen des Familieninstituts der Universität Fribourg (Schweiz) suchen wir für unsere Studie zum Thema Gewalt und Negativität in heterosexuellen Partnerschaften Personen, die in ihrer Partnerschaft Gewalt

erfahren oder ausüben. Genaueres über die Studie können sie unserem Attachment entnehmen.

Wir wären froh, wenn Sie den Link zu unserem Internetfragebogen auf Ihre Homepage einfügen könnten. Betroffene wählen ein Pseudonym, damit die Anonymität voll gewährleistet ist. Auch wären wir dankbar, wenn Sie unseren Link an Ihre Klienten weiterempfehlen würden. Unser Link lautet:

http://www.unifr.ch/iff/aktuell/partnergewalt/

 

Für Fragen oder Anregungen stehen wir unter nicole.keller@unifr.ch

oder bettina.jordi@gmx.ch

gerne zur Verfügung.

Für Ihre Bemühungen danken wir Ihnen und verbleiben

mit freundlichen Grüssen

cand. phil. Nicole Keller

cand. phil. Bettina Jordi

cand. phil. Erica Desch

28.08.2003

 


 

 

KURZLEHRGANG ZUR

GESCHLECHTSSENSIBLEN BURSCHENARBEIT

ab 25. Oktober 2003

im M.E.N. Männergesundheitszentrum

Termine: Sa 25. Okt, Sa 8. Nov, Sa 15.Nov und

Sa 22. Nov jeweils von 9-17 Uhr

Leitung: Mag. Romeo Bissuti & Mag. Dominik Pesendorfer

Wir bitten um Anmeldung per mail, Telefon

oder Fax bis spätestens 17. Oktober 2003.

Eine Haltung wird Methode

Kurz-Lehrgang zur Jungenarbeit

In letzter Zeit - Stichwort Gender-Mainstreaming - ist die geschlechtssensible Arbeit mit Jungen wieder mehr ins pädagogische Blickfeld gerückt. Die Forderungen an eine reflektierte Jungenarbeit sind vielfältig. Rollenbilder in Wandlung, Gewaltprävention, Sexualpädagogik, Sucht-Probleme oder Konflikte mit Mädchen/Frauen-Projekten sind dabei nur einige Themen. Wenn Mann unter diesem Aspekt mit Jungen arbeitet, ist die Reflexion der eigenen Geschlechtsrolle und die damit verbundene Haltung zum eigenen „Drama der Männlichkeit“ ein zentrales Thema.

Dafür wird im MännerGesundheitsZentrum MEN nun im Herbst 2003 ein Kurzcurriculum angeboten, dass Männern die in ihrem beruflichen Alltag mit Jungen zu tun haben, einen Einstieg in die geschlechtssensible Jungenarbeit geben möchte. An vier Samstagen wollen wir uns gemeinsam folgenden Themen annähern:

Ø Männlichkeitskonstruktionen: Wie Jungen Männerwelten (er)finden

Ø Der blinde Fleck als Sehnerv: Über das eigene Arrangement gelebter „Männlichkeit“

Ø Wege zur Praxis: Ideen- und Konzeptschmiede für den Berufsalltag

Ø „Mein lieber Mann!“: Berichte aus der Praxis, Austausch und Ausblick

Die Teilnahme an allen vier Terminen ist notwendig, das Curriculum wird speziell für Männer angeboten. Eine Bereitschaft der Teilnehmer zur Selbstreflexion wird erwartet. Wenn gewünscht, besteht die Möglichkeit, die Gruppe als Intervisionsgruppe auch über die vier Termine hinaus weiterzuführen.

Gesamtkosten: 70 €

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

 

 

Romeo Bissuti

Für das MEN MännergesundheitsZentrum

MEN

MännerGesundheitszentrum

Kundratstr. 3, 1100 Wien

Tel: 01/ 60 191 / 5454

mail: info@men-center.at

www.men-center.at

 

 

 


 

 

„MANN-O-MANN“

Männer in Partnerschaft, Familie, Arbeit, Krisen und Gesundheit

9. - 30. Oktober 2003 in Biberach

Für Männer und Frauen

Die Verteilung der Rollen zwischen Mann und Frau hat sich gewandelt. Die Anforderungen der Partnerinnen an die Männer sind damit häufig auch andere als früher. Das Berufsleben wird härter. Der Spagat zwischen Job, Partnerschaft und Vaterverantwortung wird eher schwieriger.

Ängste vor Arbeitslosigkeit, dem Sinnverlust nach dem Arbeitsleben, sich wandelnde Partnerschaften oder Trennungen werfen Fragen im Mann auf. Wer bin ich? Was soll ich? Was will ich? Midlife-Crisis, Potenz, Liebe, Zärtlichkeit treiben Männer um.

Auch jugendliche Männer suchen Ziele, Werte, Orientierung und Anerkennung.

 

Wir laden Männer und Frauen ein, über neue und sich verändernde Rollenbilder nachzudenken und männliche „Ansichten“ kennenzulernen.

In einer Vielfalt an Veranstaltungen können Sie sich inspirieren lassen und Kulturelles erleben.

Die Fotoausstellung „MannsBilder“ und das Männerkabarett, die Lesung „Wenn Väter lieben...“, ein Männerfilm auf den Biberacher Filmfestspielen und ein Männergottesdienst sowie verschiedene Workshops, Seminare, Vorträge und die Männerliteratur geben Raum für Gespräche und Begegnung.

 

Etwa die Häfte der Veranstaltungen sind für Männer und Frauen.

Seminare und Workshops sind ausschließlich für Männer.

„MANN-O-MANN“ wird gemeinsam veranstaltet von der Evang. Familien-Bildungsstätte, Evang. Bildungswerk Oberschwaben, Kath. Bildungswerk Kreis Biberach e.V. , Stadtbücherei und Volkshochschule.

 

Vorträge – Kulturelles - Ausstellung

„MannsBilder“

Fotoausstellung

17. - 30. Oktober

Eröffnung der Ausstellung mit dem Kabarettisten Otmar Traber

17. Oktober, Freitag, 20.00 Uhr

„MannsBilder“ zeigt Männer - von Männern fotografiert - in un-terschiedlichsten Motiven und Lebenssituationen - ob als Kerle, Kumpel oder Kollegen, glücklich, traurig oder zornig, ob als Partner, Freunde, Single, Väter oder Söhne.

Beim Betrachten kommen Mann und Frau ins Nachdenken, zum Lachen und ins Gespräch...

Was für ein Mannsbild!

Ein Bild von einem Mann!

Welches Bild hab ich vom Mann?

Sieht so ein „rechter Mann“ aus?

Die mehr als 16 „MannsBilder“ entstanden im Rahmen des Fotowettbewerbs 2002 des Fachbereichs Männer der Diözese Rottenburg-Stuttgart und des Männerwerks der Ev. Landeskir-che Württemberg. Es sind die Siegerbilder.

Termin: ab 17. Oktober, Freitag, 20.00 Uhr bis 30. Oktober, Donnerstag, zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei

Eintritt: 7 € zum Kabarett,

ab 18.Oktober für die Ausstellung freier Eintritt

Ort: Stadtbücherei, Viehmarktplatz

Für Männer und Frauen

 

„MÄNNER-LEIDENSCHAFTEN“

Männerkabarett mit Otmar Traber

Ein Best-of aus 10 Jahren Kabarett

 

Er ist ein Bilderbuch-Macho, der Gottlob, ein Möchtegern zwischen John Wayne und Mick Jagger, ein Spießer, ein unbedeutendes Würstchen. Er träumt vom „Quickie“ zwischen Sportschau und Tatort. Er schlüpft in Figuren des Fanatikers, des TV-Dauerglotzers oder in die Gemütlichkeit zwischen Au-towäsche und Flaschenbier.

Traber hält den Männern einen Spiegel vor zum Gelächter über sie selbst oder zur Erheiterung der Frauen.

In welchem Mann stecken keine Schimanski-Fantasien?

Termin: 17. Oktober, Freitag, 20.00 Uhr

Gebühr: 7 €

Ort: Stadtbücherei, Viehmarktplatz

Für Männer und Frauen

Vorverkauf bei der Stadtbücherei Biberach!

 

„Sind Männer beziehungsfähig?

- Männer, Frauen, Partnerschaft “

Vortrag von Prof. Walter Hollstein, Autor und Männerforscher, Berlin

Immer mehr Frauen beklagen die Beziehungsunfähigkeit von Männern - dementsprechend gehen heute mehr als 80% der Trennungen und Scheidungen von Frauen aus.

Mit dieser Klage verbunden ist die weibliche Kritik an den emotionalen Schwierigkeiten ihrer Partner, an deren Rückzugsverhalten, geringen Zeitbudgets für Beziehungs- und Gefühlsarbeit, der mangelnden Bereitschaft, sich in die Kindererziehung und Hausarbeit einzuklinken und an der Überbewer-tung des Beruflichen.

Nun tun Männer dies alles nicht aus bösem Willen, sie sind in diese Muster hineinerzogen worden und diese Muster werden nach wie vor von der Arbeitswelt belohnt.

Männer sind also in der Zwickmühle, an deren Ende stehen immer öfter Suchtanfälligkeit, steigende Suizid-Raten, männliches Unglück.

Was ist zu tun? Was kann wie geändert werden? Welche Möglichkeiten gibt es, Männer beziehungsfähiger zu machen?

Walter Hollstein ist Professor für politische Soziologie in Berlin, Autor und Herausgeber erfolgreicher Bücher über Geschlechterbeziehungen und Männer. Er ist Träger des deutschen Sachbuchpreises und Mitbegründer der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Männerforschung (IAM).

Er wird am Rande seines Vortrags sein neuestes Buch zur „Geschlechterdemokratie“ vorstellen. Bisher sind u.a. von ihm herausgegeben worden:

„Potent werden. Das Handbuch für Männer“

„Die Männer – Vorwärts oder zurück“

„Kampf der Geschlechter“

„Nicht Herrscher, aber kräftig. Die Zukunft der Männer“

Termin: 24. Oktober, Freitag, 20.00 Uhr

Gebühr: 5 €

Ort: Evang. Familien-Bildungsstätte, Martin-Luther-Gemeindehaus,

Waldseer Str. 20

 

Für Männer und Frauen

 

 

 

„Wenn Väter lieben ...“

Eine Lesung mit Musik

mit Thomas Laengerer, Theaterpädagoge und Dipl.-Sozialpädagoge,

Martin Schäffer, Pädagoge und Schauspieler und

Roland Böhm, Musiker

Die strenge Hand, der Kumpel, der Geldverdiener, der Freund für gemeinsame Abenteuer, das (über-)große Vorbild, der Gewalttätige, der Zärtliche... Das Verhältnis von Vätern zu ihren Kindern war und ist Stoff für viele Geschichten.

Wir laden Sie ein zu einer literarischen Reise durch die moderne Gegenwartsliteratur.

Termin: 29. Oktober, Mittwoch, 20.00 Uhr

Gebühr: 5 €

Ort: Stadtbücherei, Viehmarktplatz

Für Männer und Frauen

 

„Männer-Überraschungsfilm“

Auf den Biberacher Filmfestspielen erwartet Sie im Rahmen vieler Neuerscheinungen des Deutschen Films u.a. ein Film, der einen oder mehrere besondere Männer-Aspekte aufgreift. Lassen Sie sich überraschen!

Termin: wird im Programm der Biberacher Filmfestspiele bekanntgegeben

Gebühr: Kinoeintritt an der Filmtheaterkasse

Ort: Kinozentrum Biberach

Für Männer und Frauen

In Kooperation mit den Filmtheaterbetrieben Kutter

 

 

Seminare – Workshop - Gottesdienst

„Männer im Gespräch“

Männergruppen stellen sich vor

Die verschiedenen Männergruppen in Biberach und Umgebung stellen sich gegenseitig und erstmals interessierten Männern vor.

Was sind das denn für Männer?

Was machen die denn da?

Nach welchen Regeln reden sie miteinander?

Worüber?

Diese Fragen können an dem Abend geklärt werden.

Ein Büchertisch und Infomaterial werden gezeigt.

Termin: 9. Oktober, Donnerstag, 20.00 Uhr

Gebühr: keine

Ort: Martin-Luther-Gemeindehaus, Waldseer Str. 20

Nur für Männer

 

 

„Mein Kind lebt nicht (mehr) bei mir“

Für Väter, die von Ihren Kindern getrennt leben

mit Siegfried Welz-Hildebrand, Leiter des Kath. Bildungswerks Ravensburg und Roman Schaab, Leiter des Kath. Bildungswerks Biberach

Als Mann plötzlich allein, ohne Kinder, ohne Familie. Kein Problem!? Männer leben so und so nur für Beruf und Hobby!?

Die Veranstaltung will betroffene Männer untereinander ins Gespräch über ihre tatsächlichen Sorgen, Ängste und Gefühle bringen. Sie will Raum schaffen für ein Gespräch unter Männern, das so im Männeralltag (fast) nie möglich ist.

Termin: 10. Oktober, Freitag, 17.00 bis 19.00 Uhr

Gebühr: 4 €

Ort: Martin-Luther-Gemeindehaus, Waldseer Str. 20

Anmeldung (erforderlich!) beim Kath. Bildungswerk Biberach e.V.

Tel. 07371/ 93590

Nur für Männer

 

 

„Männer und Krisen“

Ein Workshop für Männer

mit Siegfried Hornung, Aulendorf, Diakon und Erwachsenen-bildner, Leiter des Freizeit-, Schulungs- und Lebenszentrums Dobelmühle.

Krisen sind nicht wegzudenken - auch wenn wir sie gerne vermeiden möchten. Sie sind jedoch nicht nur Bedrohung und Gefahr, sondern haben auch eine ganz wichtige Bot-schaft. Krisen markieren Grenzen, an denen ein Stück Le-ben zu Ende scheint - und doch sind sie auch der Übergang zu einer neuen Lebensdimension.

Obwohl sie ganz unterschiedlich erlebt werden, gibt es doch einige „männliche“ Strukturen. In diesem Workshop möchten wir diesen Strukturen ein wenig nachgehen, sie entdecken und prüfen, inwiefern sie hilfreich sind. Ansätze für einen lebens-förderlichen Umgang mit Krisen werden vorgestellt, damit vor allem eines wächst: Vertrauen in die eigene Lebendigkeit und eine wachsende Aussöhnung mit den krisenhaften Erfahrungen.

Termin: 18. Oktober, Samstag, 15.00-19.00 Uhr

Gebühr: 7 €

Ort: Volkshochschule Biberach, Schulstr. 8

Nur für Männer

 

Ökumenischer Männergottesdienst

 

mit Pfarrer Erhard Galm und Pfarrer Ulrich Heinzelmann

Viele Männer stehen der Kirche fern. Ihren Glauben leben sie eher still. Eine Reihe Männer geht regelmässig in den Gottesdienst.

Männliche Spiritualität im gemeinsamen Gebet und Gesang, in mannsbezogener Thematik und Reflexion auf das „Mannsbild“ des Propheten Elija und sein Leben, seine Gotteserfahrung,l soll in diesem Wortgottesdienst erfahren werden.

Gestärkt durch die Begegnung mit Gott wollen wir uns dem Alltag als eigenständige Männer, als Partner und im Beruf stel-len.

Termin: 19. Oktober, Sonntag, 19.00 Uhr

Gebühr: keine

Ort: Evangelische Spitalkirche

 

 

 

Autogenes Training

Grundkurs für Männer

mit Eva-Maria Dünkel, Trainerin für Autogenes Training

Der Berufsalltag oder persönliche Belastungen stellen oft hohe Anforderungen an jeden Einzelnen. Das Autogene Training ist ein anerkanntes Entspannungsverfahren und kann Sie unterstützen auch schwierige Situationen leich-ter zu bewältigen und den Alltag stressfreier zu erleben.

Der Kurs ist für AOK-Mitglieder kostenfrei.

Beginn: 21. Oktober, Dienstag, 18.30 – 19.30 Uhr

Gebühr: 35 € (Dauer: 7 Abende)

Ort: Evang. Familien-Bildungsstätte, Martin-Luther-Gemeindehaus, Waldseer Str. 20

Nur für Männer

 

 

Wo kann man sich anmelden?

Zentrale Anmeldestellen in Biberach sind:

info@fbs-biberach.de

 Ev. Familienbildungsstätte

Telefon: 0 73 51/ 7 56 88

vhs@biberach-riss.de

 Volkshochschule BC

Telefon: 0 73 51/ 51-338

Oder echtzeitig bei allen weiteren Veranstaltern direkt über e-mail:

simone.hampp@biberach-riss.de

 Stadtbücherei

ebo@evkirche-rv.de

Ev. Bildungswerk O’-Schw.

KathBiWe.biberach@t-online.de

 Kath. Bildungswerk Biberach

 

Nachfragen zu (Inhalt, Ablauf o.ä). allen Veranstaltungen können auch an

Matthias Müller, Tel. 0 73 51/ 42 11 90 ;

e-mail: matthias-johannes.mueller@t-online.de

 

gerichtet werden.

 

 


 

 

 

HUMAN SECURITY = WOMEN'S SECURITY ?

 

24. Oktober 2003, 19-21.30 Uhr, oeffentliche Podiumsdiskussion

25. Oktober, 9.30-19 Uhr, Fachtagung, beides im Abgeordnetenhaus von Berlin

HUMAN SECURITY = WOMEN'S SECURITY ?

Keine nachhaltige Sicherheit ohne Geschlechterperspektive

Mit: Elmar Altvater, Claudia von Braunmuehl, Tobias Debiel, Cornelia

Ulbert, Nira Yuval-Davis

Veranstalterin: Feministisches Institut der Heinrich-Boell-Stiftung Berlin

Kooperation: Friedrich-Ebert-Stiftung, Frauensicherheitsrat

Infos: Feministisches Institut, Fon 030- 285 34-122, feministisches-institut@boell.de

 

Anmeldung: human-security@boell.de

Fax: 030-285 34-109

Teilnahmebeitrag: 15 Euro, ermaessigt 8 Euro

Details unter: http://calendar.xima-web.de/Veranstaltungskalender/VeranstaltungDetails.asp?VERANSTALTUNGID=1107200&Detail=Detail

 

 


 

Betreff: Einladung zur Berliner Fachrunde für Jungen und Männerarbeit

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in Zusammenarbeit mit Mannege e.V. findet die:

Berliner Fachrunde für Jungen- und Männerarbeit

Körperbezogene Methoden im Umgang mit Aggression und Gewalt

statt. In der Berliner Fachrunde Jungen- und Männerarbeit treffen sich einmal im Quartal Männer und Frauen aus unterschiedlichen pädagogischen und sozialen Arbeitsfeldern um sich in experimenteller Form über die praktische Arbeit mit Jungen und Männern auszutauschen und für Ihre Arbeit zu qualifizieren. Vermittelt werden theoretische Zugänge, selbstreflexive Ansätze und praktische Methoden. Im Jahr 2003 möchte ich mit Ihnen schwerpunktmäßig zum Thema: "Aggression, Gewalt und Selbstbehauptung" arbeiten. Zu jeden Termin gibt es aber auch Raum für Fragen oder Fälle zu anderen Themen.

Ich arbeite ich u.a. mit Methoden aus der systemischen Therapie, körperorientierten Methoden und experimenteller Fallarbeit. Ein Einstieg für neue Teilnehmer ist jederzeit möglich. Sie können an einzelnen Terminen teilnehmen oder sich gleich für alle Termine eines Jahres anmelden.

Aus dem Inhalt:

Aggression, Gewalt

und Selbstbehauptung

Gewalt und Aggression spielen im Leben eines Jungen oder eines Mannes eine große Rolle. Sowohl die meisten Täter als auch die meisten Opfer von (körperlicher) Gewalt sind Jungen und Männer. Die traditionelle Männerrolle beinhaltet die Forderung z.B. in Verteidigungsfall gewaltbereit zu sein. Körperliche Nähebedürfnisse unter Jungen und Männern finden häufig in der Form des Balgens und Raufens ihren Ausdruck.

Durch gewalt- und aggressionsbereites Verhalten erhält man(n) oft Anerkennung als "richtiger" Junge bzw. Mann. Die Pädagogik reagiert darauf eher mit Antigewalt- oder

Antiaggressionsforderungen, die häufig konträr der Lebenslage und Befindlichkeit des konkreten Jungen oder Mannes gegenüber stehen.

In dieser Fortbildung möchte ich mich, gemeinsam mit Ihnen, in experimenteller Form dem Gewaltthema annähern. Ich möchte zwischen den verschiedenen Aspekten Aggression, Gewalt und Selbstbehauptung differenzieren und einen selbstreflektiven Ausflug in das Land der Aggressionen anregen, um einen fruchtbaren Umgang mit der Schatzkiste "Aggression" zu ermöglichen. Übungen zum Thema Aggression und Gewalt beschäftigen sich z.B. mit folgenden Aspekten:

- Spannung und Entspannung

- Einen eigenen Standpunkt einnehmen und sich dafür einsetzen können

- In Kontakt mit meinem Gefühlen und Bedürfnissen und denen meines Gegenübers kommen

- Lustvolle Körperlichkeit erleben

- Regeln für den Umgang mit Gewalt und Aggression vermitteln

- Lustvoll Konflikt zu gestalten

- Umgang mit Eskalation vermitteln

Teilnahmebedingungen und Kosten

Leitung: Peter Moser, geb. 1965, drei Kinder, Potsdam, Diplomsozialarbeiter/ -sozialpädagoge, freier Mitarbeiter u.a. von Mannege e.V. Berlin und Manne e.V.

Potsdam

Termine: Dienstag, 23.09.03, Dienstag, 25.11.03, jeweils von 9.30 bis 15.30 Uhr

Ort: Jugendfreizeitheim "Haus Teltow"

Teltower Damm 228

14167 Berlin

Tel. (030) 63215004

Anreise: S-Bahn Berlin Zehlendorf

Bus X10 Richtung Teltow bis Haltestelle "Am Birkenknick"

Preise: je Einzeltermin 25,00 Euro, für alle zwei Termine 40,00 Euro

Teilnahmebedingungen: Anmeldung bis jeweils sieben Tage vor Veranstaltungsbeginn. Die Anmeldung ist gültig mit den Eingang des Teilnahmebeitrages auf unser Konto. Bei Absage kann der Teilnahmebeitrag nur dann rückerstattet werden, wenn der frei gewordene Platz neu besetzt werden kann.

Hierbei entsteht eine Bearbeitungsgebühr von 10,00 Euro. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Bitte kommen Sie in bequemer Kleidung.

(Bankverbindung: Mannege e.V. Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 100 205 00 Ktonr. 3068700 Zahlungsgrund: "Fachrunde")

Info und Anmeldung: Mannege – Information und Beratung für Männer

Peter Moser

Tucholskystr. 11 /Eingang: Johannisstr. 8

10117 Berlin

Tel. (030) 28 38 98 61

info@mannege.de

 

www.mannege.de

 

 

 

MANNE e.V. - Potsdam

Information, Bildung und Beratung für Jungen und Männer

Kiezstrasse 16 Tel. 0331-7480897

14467 Potsdam Fax. 0331-7048562

email: info@mannepotsdam.de

 

telefonische Sprechzeiten: Mi 10.00 - 14.00 Uhr

Do 14.00 - 17.00 Uhr

 


 

Liebesschule

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

in der regionale Fachrunde Jungenarbeit treffen sich einmal im Vierteljahr Männer und Frauen aus unterschiedlichen pädagogischen und sozialen Arbeitsfeldern um sich über Jungenarbeit auszutauschen. Im Jahr 2003 steht die Fachrunde unter dem Titel:

 

Liebesschule? Konzepte und Methoden in der Sexualpädagogik mit Jungen

 

Wir werden uns zu allen Terminen mit dem Fragen rund um Liebe, Sex und Freundschaft auseinandersetzen, doch es gibt auch Raum um Fragen oder Fälle zu anderen Themen einzubringen. Dabei arbeiten wir u.a. mit Methoden aus der systemischen Therapie, körperorientierten Methoden und führen auch experimentelle Fallbesprechungen durch. Ein Einstieg für neue Teilnehmer ist jederzeit möglich.

 

Aus dem Inhalt:

 

Liebe, Sex und Freundschaft sind für Jungen wichtige und hoch emotional besetzte Themen. Die körperlichen Veränderungen, die Vorstellungen von erster Liebe und Partnerschaft, die Nähewünsche zu Mädchen oder zu Jungen beinhalten eine Vielzahl von Fragen und Gefühlsqualitäten des menschlichem Daseins ...

 

... Was brauchen wir, um Jungen auf ihren Weg zum Liebhaber, Partner und Freund zu unterstützen?

Welche Formen der Begleitung und des Schutzes brauchen die Jungen von uns?

In diesen vier Fachrunden wollen wir in Austausch treten, unsere Praxis reflektieren und uns mit einer Vielfalt von methodischen Handwerkszeug vertraut machen.

 

Die Fachrunde ist eine Zusammenarbeit von MANNE e.V. und dem Sozialpädagogischen Fortbildungswerk Brandenburg (SPFW). Sie erhalten über die Geschäftstelle von MANNE e.V. weitere Informationen zu dieser Veranstaltung.

 

 

Nächste Veranstaltung: 16. September 2003, 10.00-16.00 Uhr (letzter Termin 2003: 9. Dezember 2003)

 

Ort: MALTESER TREFFPUNKT FREIZEIT

Am neuen Garten 64

14469 Potsdam

(5 min Fußweg vom Haupteinganges Neuer Garten / Schloss Cecilienhof)

 

Leitung: Joachim Majunke, Diplompädagoge, systemischer Supervisor, Kinder- und Familientherapeut

 

Preis: je Einzelveranstaltung 30,00 Euro (beide Veranstaltungen 50,00 Euro)

(Sie können den Teilnahmebeitrag zur Veranstaltung entrichten oder überweisen:

Manne e.V. - Potsdam Berliner Volksbank BLZ 100 900 00 Konto 180 50 180 00

Verwendungszweck: TN-Beitrag, Name, Veranstaltung)

 

Die Teilnehmer/innenzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Bitte kommen Sie in bequemer Kleidung.

 

Anmeldung: bitte bis spätestens 12. September 2003 an die Geschäftsstelle von MANNE e.V.

 

 

Der "Fachdienst für Jungen und Männerarbeit im Land Brandenburg" von MANNE e.V.:

Der Fachdienst für Jungen- und Männerarbeit bietet Einzelpersonen, Gruppen und Einrichtungen bedarfsgerechte Fortbildungen und Fachberatungen zur geschlechtsbewussten Arbeit mit Jungen und Männern an. Wir sind anerkannter Träger für Fachberatungen im Rahmen des landesweiten Programms: "Förderung von Beratungsangeboten in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Land Brandenburg". Unsere Fachberatungen für Arbeitsgruppen und Einrichtungen werden über dieses Programm getragen, Ihrer Einrichtung entstehen keine Kosten (Ansprechpartner: Uwe Rühling).

 

 

 

MANNE e.V. - Potsdam

Information, Bildung und Beratung für Jungen und Männer

 

Kiezstrasse 16 Tel. 0331-7480897

14467 Potsdam Fax. 0331-7048562

email: info@mannepotsdam.de

 

 

telefonische Sprechzeiten: Mi 10.00 - 14.00 Uhr

Do 14.00 - 17.00 Uhr

 

 


 

 

 

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,267682,00.html

 

 

 

29.09.2003

WEIBLICHER LEHRKÖRPER

Minister fordert Männerquote an Schulen

Seit Jahrzehnten streiten Feministinnen für Frauenquoten, und nun das: Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann fordert feste Quoten für Männer - weil es an den Schulen kaum noch männliche Rollenvorbilder gebe und Mädchen die Jungen längst weit überholt hätten.

 

 

DDP

 

Bernd Busemann: "Feminisierter Schulbetrieb"

 

 

Mehrere Kultusminister haben den hohen Lehrerinnen-Anteil an den deutschen Schulen beklagt und eine Männerquote ins Gespräch gebracht. "Jungen haben es sehr viel schwerer als Mädchen, weil sich der Schulbetrieb feminisiert hat", sagte Bernd Busemann (CDU) gegenüber der "Bild am Sonntag". Nach Angaben des niedersächsischen Kultusministers liegt der Anteil weiblicher Pädagoginnen mittlerweile bei 70 bis 80 Prozent. Deshalb hätten "Jungen keine Chancen, sich an männlichen Rollenvorbildern zu orientieren".

Busemann forderte: "Wir müssen dringend mehr Männer in den Schuldienst bringen, am besten wäre eine Männerquote." Auch seine Kolleginnen reagierten durchaus nicht ablehnend. So bezeichnete Baden-Württembergs Kultusministerin Annette Schavan die Verweiblichung des Bildungsbetriebes als Problem. Weil kaum mehr ein Mann Grundschullehrer werden wolle, hätten Jungen im Alltag kaum noch männliche Vorbilder: "Zuhause haben sie mit der Mutter zu tun, in der Schule mit der Lehrerin. Das wirkt sich negativ auf die Motivation der Jungen aus." Die CDU-Politikerin hält einen Männeranteil von mindestens 30 Prozent für notwendig.

"Bei Männerquote spielt Qualifikation keine Rolle mehr"

 

DDP

 

Grundschule: Enormer Frauenanteil im Lehrerzimmer

 

 

Die hessische Kultusministerin Karin Wolff plädierte sogar für eine Männerquote von 50 Prozent im Erzieherberuf wie an Grundschulen. Kopfzerbrechen bereiteten ihr die schlechten deutschen Pisa-Ergebnisse, bei denen Schüler klar schlechter abschnitten als Schülerinnen. Nach Auffassung der derzeitigen Präsidentin der Kultusministerkonferenz hat auch das ungleiche Verhältnis von weiblichen und männlichen Lehrkräften dazu geführt, dass Jungen "in der Schulbildung dramatisch hinter den Mädchen zurückfallen". Zudem verlassen sie die Schule deutlich seltener ohne Abschluss.

Auf Busemanns Forderung reagierten die niedersächsischen Grünen mit scharfem Protest. "Das schlechte Abschneiden der Jungen den Lehrerinnen in die Schuhe zu schieben, finde ich ungeheuer", sagte die Grünen-Landesvorsitzende Brigitte Pothmer. Auch sie teile die Ansicht, dass Jungen Vorbilder bräuchten - aber nicht nachvollziehbar sei die Forderung nach einer Quote, die die Union sonst bei Frauen stets ablehne: "Wenn es um eine Männerquote geht, dann spielt plötzlich die Qualifikation keine Rolle mehr", so Pothmer.

 

 

Auch der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Baden-Württemberg hält die klare Frauen-Mehrheit an den Schulen für problematisch, eine Männerquote allerdings für realitätsfern. Für den Primarbereich gebe es schlicht nicht genügend männliche Bewerber, sagte VBE-Sprecher Michael Gomolzig am Montag in Stuttgart.

Nach Daten des Statistischen Landesamtes liege der Frauenanteil beim Lehrernachwuchs für Grund- und Hauptschulen bei 85 Prozent, für Sonderschulen bei 82 Prozent. Nach Auffassung Gomolzigs machen Männer um Berufe wie Lehramt an Grundschulen oder Kindergärtner auch deshalb einen großen Bogen, weil es an der Bezahlung und an Aufstiegsmöglichkeiten hapere.

 


 

 

 

 

Was ist eine Toilette. Schauen wir doch mal im Fremdwörterbuch Duden nach:

Toilette

2.a) meist kleinerer Raum mit einem Toilettenbecken (u. Waschgelegenheit)

b) Toilettenbecken in einer Toilette

 

Nun, sehr informativ ist das nicht. Der Begriff wird mit sich selbst erklärt, eine Toilette ist ein Toilettenbecken in einer Toilette. Da könnte man doch etwas mehr von den DudenredakteurInnen erwarten als solche platten Sätze.

Um zu wissen, was denn nun eine Toilette sein, muss ich nach der Erklärung im Duden wissen, was ein Toilettenbecken ist. Doch was das ist, steht im Duden nicht drin. Vermutlich unterstellen die DudenredakteurInnen dass das jede/r wüsste.

Nun ist ein Pissoir nach Duden eine Toilette für Männer, Nur im Pissoir steht gar kein Toilettenbecken, sondern möglicherweise eine Ablaufrinne. Nach Duden wäre das Pisoir nun also doch keine Toilette. Es geht schon ziemlich durcheinander bei Dudens. Zum Glück guckt da kein Mann rein, wenn er in eine Toilette geht. Sonst  bekommt er möglicherweise noch eine Paruresis.

 


 

 

"Paruresis. Ein bisher vernachlässigtes psychotherapeutisches Problem."

 

Philipp Hammelstein; Britta Jäntsch; Winfried Barnett

in: "Psychotherapeut", 2003, Heft 4, S. 260-263

 

 

Vorgestellt wir die im deutschen Sprachraum bislang kaum rezipierte Paruresis, eine Form der sozialen Phobie. Diese besteht in der Unfähigkeit, auf öffentlichen Toiletten zu urinieren. Die damit einhergehenden Ängste drehen sich um die Bedrohung der akustischen und/oder visuellen Privatheit.

Geschätzt wird, dass 7 Prozent der Bevölkerung von diesem Phänomen betroffen sind, bei einem Verhältnis Männer zu Frauen von 9:1

Aufbauend auf ätiopathogenetischen Überlegungen wird ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Vorgehen empfohlen und anhand einer Kasuistik eines 29-jährigen Patienten dargestellt.

 

 

 

 


 

 

Hallo "Manne",

bin durch "Zufall" auf Eure Seite gestoßen und find´s mehr als interessant. Besonders die Idee, die Zitate "für sich" sprechen zu lassen. Das macht Eure Ausagen nur kräftiger.

Eines nur. "Wo bleibt das Positive?" (Tucholski?) hier: das Konstruktive?!

Mir scheint, Ihr lauft - oft natürlich sicher gut begründet un mit dem Recht (was immer das ist?) auf Eurer Seite in offene Messer, also in den GeschlechterKampf. Und den kann keiner gewinnen. Oder?

Wie wär´s mit der Suche nach den "Guten Männern", denen, die sich nicht durch Abgrenzung von der Frau, insbesondere den Kampfhennen definieren, sondern aus sich selbst heraus?

Schaut doch mal rein: Gute Männer ... für die Familien Die Ideen sind vielfältig - ignorieren wir zunächst den Schwachsinn der Emanzipation, sondern betrachten wir "Männlichkeit".

Suchen wir uns Ideale, finden wir - ganz unesoterisch! - "Gute Typen", in der Politik, im Sport, in Wirtschaft, Kultur,.. nennen wir sie, zeigen wir, was wir glauben, daß sie gut machen!

Dann hat das Hauen und Stechen vielleicht bald ein Ende ... ?

Liebe Grüße und alles Gute!

Thomas Fuegner

1.10.03

 

 


 

Rechtsschutzversicherer wollen selbst Rechtsrat liefern – statt nur zu zahlen.

Versicherte sollen dafür „geringen" Mehrbeitrag zahlen

 

Anwalts Liebling wird auf einmal Anwalts Konkurrent

 

Von U. Schmidt-Kasparek und C. Tödtmann, Handelsblatt

 

DÜSSELDORF. „Überall in Europa dürfen Rechtsschutzversicherer ihre Klientel außergerichtlich vertreten. Nur hier ist uns das gesetzlich verboten“, ärgert sich Reinhold Gleichmann, Vorstand des größten europäischen Rechtsschutzversicherers, der D.A.S in München. Die Bürger hätten ein starkes Bedürfnis nach mehr Rechtsrat. „Schon heute müssen wir pro Tag hundertfach Rat suchende Kunden abweisen. Dafür haben die wenigsten Verständnis.“

„Sinn macht das Gesetz nur noch, um die Verbraucher vor unqualifizierter Rechtsberatung zu schützen.“ Deshalb hält Gleichmann auch nichts davon, dass jeder künftig Rechtsdienstleistungen anbieten darf. „Eine Freigabe zur Rechtsberatung sollte nur den Personen, Institutionen und Unternehmen vorbehalten sein, bei denen die fachliche Qualifikation des Beraters nachgewiesen werden kann und die schon heute als kompetente Auskunftsstellen der Verbraucher angesehen werden“, fordert Gleichmann – und denkt dabei natürlich in erster Linie an die Assekuranzen. Bereits heute arbeiteten in den Schadensabteilung der Rechtsschutzversicherer zum großen Teil Volljuristen. „Allein in unserem Unternehmen sind über 80 Prozent der Schadensachbearbeiter Volljuristen, also Personen, die die gleiche Qualifikation wie Anwälte haben“, wirbt Gleichmann.

Schlechte Arbeit bei der Beratung werde sich im scharfen Wettbewerb zudem kein Versicherer leisten können, verspricht er. Er setzt auf die freien Kräfte des Marktes: „Jeder Rechtsschutzversicherer, der nur auf seine Kosten, nicht aber auf die Durchsetzung der rechtlichen Interessen seiner Kunden achtet, wird schnell Umsatzeinbußen erleiden und Marktanteile verlieren.“

Bisher ist die Rechtsberatung den Versicherern wegen des Rechtsberatungsgesetzes aus dem Jahr 1935 nicht erlaubt. Nur Anwälte und Notare sowie einige öffentliche Institutionen dürfen dies. Nun soll das Gesetz den aktuellen gesellschaftlichen Bedürfnissen angepasst werden. Insgesamt 68 Verbände von Amnesty International bis hin zum Zentralverband des Deutschen Handwerks wurden vom Bundesjustizministerium aufgerufen, ihren „Änderungsbedarf“ mitzuteilen. Diese Gelegenheit haben auch die Rechtsschutzversicherer genutzt. Ihr Ziel: Die gesetzliche Verankerung der außergerichtlichen Rechtsberatung durch ihre angestellte Mitarbeiter.

 

 

HANDELSBLATT.COM

Do., 23.10.2003

 


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