Gewalt gegen Männer


 

 

 

Männerfeindlich-sexistisches Plakat aushängend in dem staatlich subventionierten "Kultur- und Kommunikationszentrum Volksbad"" der Stadt Flensburg (ca. 1997)

Konsequenterweise hätte es aber heißen müssen. "An alle Benutzer/innen". 

 

 


 

 

 

Schau hin – ein Ratgeber im Umgang mit männlichen Opfern von Gewalt

 

Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen,

mit einigem Kraftaufwand ist es uns nun gelungen, eine 3. Auflage der Broschüre Schau hin – ein Ratgeber im Umgang mit männlichen Opfern von Gewalt, zu realisieren. Mut gemacht hat uns der große Zuspruch, den wir bisher für diese Broschüre erhalten haben.

Wir hoffen, dass wir mit der Broschüre unseren Beitrag dazu leisten können, dass sich das gesellschaftliche Bewusstsein zunehmend öffnet, dass Jungen und Männer auch Opfer von Gewalterfahrungen sein können und die Betroffenen unsere Unterstützung benötigen.

 

Zur Broschüre:

Diese Broschüre ist 22 Seiten stark und erscheint im DIN A5 Format. Sie richtet sich an Menschen, die mit Jungen und Männern arbeiten und leben.

Die Broschüre kann bei uns per E-Mail bestellt werden und kostet

bei einer Bestellung von

1 - 9 Exemplaren pro Stück 1,25 Euro.

Ab 10 Exemplaren berechnen wir 1,15 Euro

und ab 30 Exemplaren 1 Euro pro Stück (jeweils zzgl. Versandkosten).

 

Bestellen können Sie über folgende Wege:

 

per E-Mail: Heitmann@jungenarbeit.info

 

per Brief: Käkenkamp 3, 22419 Hamburg

 

per Fax: 040 / 527 82 99

 

Bitte geben Sie eine E-Mail Adresse an, damit wir Ihnen

die Bestellbestätigung zusenden können. Für Ihre Bestellung bedanken wir uns recht herzlich!

Es grüßt Sie freundlich

 

Jan Heitmann

 

--

Dokumentationsstelle Jungenarbeit

c/o Stadtteilverein "Im Tarpenwinkel" e.V.

Käkenkamp 3

22419 Hamburg

Mobil: 0173 / 916 50 30

www.jungenarbeit.info

 

 

29.01.2009

 

 


 

Ohrfeigen

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 26. September 2008 01:10

An: info@maennerrat.de

Betreff: Gewalt gegen Männer

 

Gewalt gegen Männer ist bei uns so selbstverständlich, dass sie kaum auffällt. Dabei ist es nicht schwierig, sich selbst davon zu überzeugen. Seit gut drei Jahren habe ich gezählt, wie oft Männer Frauen und Frauen Männer im Fernsehen ohrfeigen. Gewertet habe ich nur Ohrfeigen, die in Wut und Ärger verabreicht wurden. Ferner habe ich nur das öffentlich-rechtliche Fernsehen berücksichtigt. In diesen gut drei Jahren haben Männer Frauen neun Ohrfeigen gegeben. Im gleichen Zeitraum gaben Frauen Männern 206 Ohrfeigen. Wer immer will, kann sich leicht davon überzeugen, wie selbstverständlich weibliche Gewalt im deutschen Fernsehen dargestellt wird, ohne dass es besonders auffällt. Bitte schaut einmal selbst genau hin!

 

 

 


 

 

HÄUSLICHE GEWALT

"Erzählen Sie mal als Mann, dass Ihre Frau Sie geschlagen hat"

Von Sonja Vukovic

Sie werden geschlagen und wehren sich nicht. Sie werden gedemütigt und reden nicht darüber: Für Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt sind, gibt es in Deutschland kaum Zufluchtsorte. Ein gemeinnütziger Verein aus Oldenburg bietet ihnen Unterschlupf.

"Frauen haben keinen Zutritt zu dem Apartment", sagt Reiner W.* Ihn und die drei anderen Männer, die an diesem Nachmittag an dem mit feinem Porzellan gedeckten Kaffeetisch beisammensitzen, verbindet eine gemeinsame Beziehungserfahrung: Vor ihren Lebensgefährtinnen sind sie hierher geflüchtet, aus einem Alltag, in dem Gewalt und Demütigungen auf der Tagesordnung standen - sie selbst waren die Opfer. Das grau verputzte Reihenhaus bei Bremen ist Deutschlands wohl einziges Männerhaus.

 

Bewohner des Oldenburger Projekts "Männersache": "Wer schlägt, muss gehen"

"Männersache" steht auf dem Klingelschild. In den Zimmern stehen Blumen auf den Fensterbänken, auf dem Teppichboden liegt Playmobil-Spielzeug verteilt.

Wenn Jörn, wie an diesem Nachmittag, von seiner Ehe erzählt, dann tasten seine Augen ziellos den Raum ab. Beinahe zwei Jahrzehnte währte seine Beziehung zu einer acht Jahre älteren Frau. Aber nur wegen der sechs Paartherapien, die er initiiert habe, sagt der 39-Jährige. Von den beiden gemeinsamen Kindern sei eines "mehrfach schwerstbehindert". Das habe seine Frau nicht ertragen, ihre Verzweiflung habe die Mutter mit "unvorhersehbaren" verbalen und tätlichen Attacken am Ehemann ausgelassen.

An einem Tag im April 2006 der Eklat: "So hatte ich sie noch nie erlebt. Sie warf mit Geschirr nach mir", erinnert sich der Diplom-Sozialpädagoge. Durch seine Arbeit als Leiter einer Kindertagesstätte wusste er von der "Männerwohnhilfe". Wenige Stunden nach dem Vorfall zog er dort ein. Heute weiß er: "Es war besser so", der Kinder wegen, um deren Sorgerecht er derzeit vor dem Familiengericht kämpft.

 

Gewaltschutzgesetz - Männern nützt es nur wenig

Die Männerwohnhilfe entstand aus einer Partylaune heraus. Vor acht Jahren befand eine Runde Männer bei einer Feier, es müsse doch auch einen Ort geben, wo man(n) sich vor den Frauen zurückziehen könne.

Beruflich im sozialen und sozialpädagogischen Bereich tätig, fanden Diskussionsteilnehmer die Idee am Morgen immer noch richtig und wichtig: "Aus unserem Berufsalltag haben wir die Erkenntnis, dass Frauen, wenn Emotionen zur Entladung kommen, alles in die Hand nehmen, um sich auch körperlich gegen ihre Männer durchzusetzen", erklärt Wolfgang Rosenthal, einer der Mitbegründer der Herrenherberge.

Das bestätigt auch Bastian Schwithal, Forscher in der Partnerschaftssoziologie. 2005 veröffentlichte er seine Dissertation "Weibliche Gewalt in Partnerschaften" als Buch. "Männer und Frauen verüben Gewalt gegenüber Intimpartnern im etwa gleichen Maße", sagt Schwithal. Tätliche Übergriffe, ausgeübt von Männern, endeten häufiger tödlich, so der Soziologe, Frauen dagegen setzten öfter Gewaltmittel und Waffen ein, um "ihre geringere körperliche Stärke in Streitsituationen auszugleichen".

 

Erst Gewalt, dann Scheidungsschlacht und Sorgerechtskrieg

Das 2002 in Kraft getretene Gewaltschutzgesetz nütze Männern aber nur wenig, sagt Wolfgang Rosenthal von der Männerwohnhilfe. "Auf dem Papier heißt es zwar: Wer schlägt, muss gehen - das Opfer bleibt in der Wohnung. Aber erzählen Sie mal als Mann einem Polizisten, dass Ihre Frau Sie geschlagen hat. Selbst wenn Sie den Mut aufbringen, Anzeige gegen Ihre Partnerin zu erstatten, kommt es aus Gründen der geringen Schuld oder aus mangelndem öffentlichen Interesse nie zum Verfahren", sagt er.

Deswegen seien Männer als die Opfer häuslicher Gewalt oft zweifach die Leidtragenden. Nach den Peinigungen müssten sie dann auch noch die Wohnung und damit ihre Kinder verlassen, sagt Rosenthal. Meist folge ein "Schrecken aus Scheidungsschlacht und Sorgerechtskrieg".

Was das bedeutet, weiß Reiner W. nur zu gut. Der Musiker, 50 Jahre alt, ist 1,70 Meter groß, 63 Kilogramm schwer und hatte seiner langjährigen Lebensgefährtin nie viel entgegenzusetzen, wenn sie "mit einem Stuhl auf mich einschlug oder zugetreten hat". Er habe "unglaubliche Erfahrung mit einer gewalttätigen, herrschsüchtigen Frau" gemacht, gibt Reiner W. an.

Zurückzuschlagen, das sei für ihn nie in Frage gekommen. "Ich wollte die Familie, die ich da hatte, unbedingt zusammenhalten", sagt er. Erst nach neun Jahren, als die Frau ihn mit Glassplittern verletzte, wagte W. den Weg zum Familiengericht. Das aber gab das Kind in die Obhut seiner Ex-Freundin - trotz eines psychologischen Gutachtens, in dem die Mutter Übergriffe auf den Vater auch vor der damals Vierjährigen eingeräumt hatte. Herr W. "habe eine Art, sie an ihre Grenzen der Wut und darüber hinaus zu bringen", wird in der Expertise attestiert.

 

Männer- und Opferrolle unvereinbar

1976 eröffnete das erste Frauenhaus - inzwischen sind es mehr als 400 bundesweit. Sie alle werden staatlich gefördert und für die Gesellschaft ist der Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt durch die Solidargemeinschaft längst selbstverständlich.

Aber ein "Männerhaus" fördern? So etwas sei "angesichts endlicher Haushaltsmittel nicht gerechtfertigt", erklärt Andreas Aumann, Pressereferent im Bundesfamilienministerium.

Experte Bastian Schwithal wirft der Politik vor, "den wissenschaftlichen Erkenntnissen nur wenig Beachtung schenken zu wollen": "Bei den meisten Untersuchungen zum Thema der häuslichen Gewalt werden immer noch ausschließlich die Gewalthandlungen vom Mann gegenüber seiner Partnerin untersucht."

Bundesweit hielten für das Jahr 2006 nur die Landeskriminalämter Brandenburg, Hessen, Saarland und Berlin den Anteil weiblicher Tatverdächtiger bei innerfamiliärer Gewalt fest: Bei den über 21-Jährigen lag er bei 13, 3 und 11,6 beziehungsweise 20,01 und 22,2 Prozent.

Die Auswertung qualitativer Interviews mit betroffenen Männern, erklärt Partnerschaftssoziologe Schwithal, habe ergeben: Den Frauen gehe es um das Streben nach Macht und Kontrolle der Beziehung, sagt er. Vor allem Männer, die sich in finanzieller und emotionaler Abhängigkeit zu ihren Lebensgefährtinnen befinden, sind gefährdet, Opfer psychischer und physischer Gewalt in der Partnerschaft zu werden. Diese Männer verdrängen demnach zumeist die Gewalthandlungen, aufgrund der "Unvereinbarkeit von Mann- und Opferrolle": "In der Folge leiden sie dann an Depressionen, Schlaf- und Appetitlosigkeit sowie Angstzuständen." Und das wiederum verfestige die Stellung der Frau als stärkerer Part der Beziehung - und somit den Konflikt.

 

Berliner Männerhaus vor dem Aus

Eine Oldenburger Baugesellschaft erklärte sich 2002 bereit, dem Verein Männerwohnhilfe e.V für ihr Vorhaben eine Wohnung kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Mehr als 40 Männer fanden in dem Dreizimmerappartment seither ein sicheres Zuhause. Zahlen mussten sie nur die Nebenkosten in Höhe von 70 Euro pro Woche.

Ein vergleichbares Projekt gibt es nur an der Spree. In seinem Reihenhaus am Rande von Berlin Spandau gewährt Diplom-Sozialpädagoge Horst Schmeil seit 1995 Hilfesuchenden Asyl. Nach der Trennung von seiner Frau gründete der Pädagoge die Initiative "Väteraufbruch für Kinder", einen Verein, der dafür kämpft, dass Männer einer gescheiterten Partnerschaft gleichberechtigte Erziehungspartner bleiben.

Das Männerbüro Berlin, eine ambulante Beratungsstelle für Männer mit Beziehungskonflikten, vermittelt seit 1997 Hilfesuchende aus der ganzen Bundesrepublik an das "Männerhaus", bislang sollen es rund 600 gewesen sein.

Um Zuschüsse vom Senat hat sich Horst Schmeil vergeblich bemüht. Deswegen zahlten die Mitbewohner etwas zur Miete dazu oder kauften ein - mal mehr, mal weniger, sagt der 66-Jährige. Zur Finanzierung des Männerhauses reicht das nicht. Nach 13 Jahren steht das Haus jetzt kurz vor der Zwangsversteigerung.

In Oldenburg dagegen ist die Situation entspannter, die Bilanz erfreulich: Zwei Drittel der Betroffenen, die das Angebot nutzten, waren nach durchschnittlich drei Monaten Aufenthalt in der Lage, eine eigene Wohnung zu beziehen und die Beziehungskonflikte zu klären. "Die Vereinskassen sind gut gefüllt. Wir planen, bald eine zweite Wohnung zu eröffnen", sagt Reiner und klingt zufrieden.

*Name von der Redaktion geändert

 

22.07.2008

 

www.spiegel.de/panorama/0,1518,552331,00.html

 

 


 

 

 

Gewalt gegen Männer

Stephanie Peter: Gewalt gegen Männer - männliche Gewaltwiderfahrnisse: Aktuelle Diskurse und eine empirische Untersuchung an der Hochschule Mittweida (FH), Diplomarbeit an der Hochschule Mittweida (FH) Fachbereich Soziale Arbeit, 2007

 

 

Die Diplomarbeit kann als PDF Datei unter www.maennerberatung.de angefordert werden.

 

 

 


 

 

Seminararbeit zum dem Thema "weibliche Gewalt in heterosexuellen Partnerschaften- Mann als Opfer"

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: Elena Schadt [mailto:eslika@gmx.de]

Gesendet: Dienstag, 11. März 2008 17:19

An: ...

Betreff: Anliegen

 

Sehr geehrter Herr ... ,

meine Kommilitonin und ich studieren im 8.Semester Jura in Frankfurt am Main und schreiben gerade an einer Seminararbeit mit dem Thema "weibliche Gewalt in heterosexuellen Partnerschaften- Mann als Opfer".

Im Rahmen dieser Arbeit haben wir einen Fragebogen entworfen, der sich sowohl an Opfer von häuslicher Gewalt als auch an die Täter und die Beobachter dieser Gewalt wendet.

...

Mit unserer Arbeit wollen wir vor allem Aufklärungsarbeit leisten und darstellen, dass nicht nur Frauen Opfer häuslicher Gewalt sein können.

...

 

Mit freundlichen Grüßen

Elena Catharina Schadt

 

 

https://www.polliscope.de/q_builder.php?poll_id=935&pin=776

 

 


 

 

 

 

Pilotstudie Gewalt gegen Männer

 

Zur Studie

 

1. Zur Problematik der Gewalt gegen Männer

2. Forschungsstand

3. Beschreibung der Pilotstudie

4. Durchführung der Studie

 

 

Zur Problematik der Gewalt gegen Männer

 

"Gewalt gegen Männer tritt in verschiedenen Facetten auf. Diese Erscheinungsformen aufzuschlüsseln, bietet die Chance, das weite Feld männlicher Gewalterfahrungen zunächst einmal sichtbar und damit auch fassbar zu machen. Allerdings ist die Forschungslage hierzu völlig unzureichend. Es gibt so gut wie keine originäre Empirie noch eine entsprechende Theoriebildung. Dies ist ein gesellschaftsstruktureller Ausdruck der Tabuisierung der männlichen Gewalterfahrungen in den männlichkeitsdominierten Verhältnissen. Die folgenden Ausführungen sollen daher nur als eine grobe Skizze verstanden werden, die weiterführende vertiefende und klärende Studien anstoßen will.

Im Gegensatz zur Problematik von männlichen Gewalterfahrungen liegen bezogen auf Kinder seit zwei Jahrzehnten zahlreiche Studien vor. Und trotzdem gibt es auch hier starke Differenzen in deren Aussagekraft. Generell ist es schwierig, das Ausmaß und die Verbreitung von Gewalt an Mädchen und Jungen in seriösen Zahlen zu fassen. Prävalenzangaben sind abhängig von der verwendeten Definition. Eine enge Definition führt zu niedrigeren Resultaten als eine weite. Da die wissenschaftliche Literatur auf sehr unterschiedliche Definitionen zurückgreift, folgt daraus, dass es keine einheitlichen und einfach vergleichbaren Angaben von Kindesmisshandlung geben kann. Zum Teil divergieren die Ergebnisse von Studien erheblich." (aus: H-J. Lenz: Mann oder Opfer? Kritische Männerforschung zwischen Verstrickung in herrschende Verhältnisse und einer neuen Erkenntnisperspektive. Eine Einführung ins Thema. In: Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.): Mann oder Opfer? Dokumentation einer Fachtagung der Heinrich Böll Stiftung und des „Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse" am 12./13. Oktober 2001 in Berlin, Berlin 2002. Download)

Zur weiteren Information lesen siehe Literatur

 

Zur Problematik der Gewalt gegen Männer

Forschungsstand

Beschreibung der Pilotstudie

Durchführung der Studie

 

 

 

Forschungsstand

In Deutschland liegen derzeit keine aktuellen repräsentativen Daten zu Gewalt gegen Männer und Frauen im Allgemeinen vor. So enthalten die Kriminalstatistiken nur die zur Anzeige gebrachten Fälle. Da aber gerade bei Partnergewalt nur ein Bruchteil der Delikte angezeigt wird, sind diese Statistiken lediglich begrenzt aussagekräftig.

Gewalt gegen Männer tritt in verschiedenen Facetten auf. Auch über Männer als Opfer verschiedenster Gewaltarten liegen bislang zu wenig Kenntnisse - im Hinblick auf originäre Empirie wie in der Theoriebildung - vor. Männer haben zwar vielfältige Gewalterfahrungen, aber in anderen Kontexten und mit anderen Folgen als Frauen. Daher lassen sich auch die vorhandenen Forschungsinstrumente zu "Gewalt gegen Frauen" nicht einfach auf Männer übertragen, d.h. Männer müssen anders befragt werden.

Um erstmalig repräsentative Zahlen über die Gewalterfahrungen von Frauen im häuslichen wie im außerhäuslichen Bereich in Deutschland zu gewinnen, wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 1.3.2002 eine Erhebung zu "Gewalt gegen Frauen" in Auftrag gegeben.

Als Voraussetzung für eine entsprechende Erhebung zu Gewalterfahrungen von Männern ist eine Pilotstudie erforderlich, da die Forschungslage hierzu weit weniger entwickelt ist.

 

 

Beschreibung der Pilotstudie

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beabsichtigt, Zahlen über die Gewalterfahrungen von Männern im häuslichen wie im außerhäuslichen Bereich durch die Befragung von in Deutschland ansässigen Männern zu gewinnen.

Die Studie soll Folgendes leisten:

den derzeitigen Forschungs- und Erkenntnisstand sowie unterschiedliche Forschungsmethoden beschreiben und bewerten,

mit Hilfe qualitativer Interviews ein geeignetes Instrument für repräsentative Studien zu Ausmaß, Hintergründen und Folgen von Gewalt gegen Männer entwickeln und erproben sowie eine erste zahlenmäßige Schätzung vorlegen, den Erkenntnisbedarf und bisherige Wissenslücken aufzeigen.

Die Originaldaten sollen nach Abschluss der Untersuchung allgemein zugänglich archiviert werden.

 

 

Durchführung der Studie

Die Projektpartner Dissens e.V. in Berlin, GEFOWE in Eckenhaid und SOKO-Institut in Bielefeld wurden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beauftragt, die Studie durchzuführen.

Beginn der Studie war der 1. November 2002.

 

 

www.gewalt-gegen-maenner.de

 

 

 


 

 

 

Studie "Gewalt gegen Männer in Deutschland"

Gewalt gegen Männer - Kurzfassung

Fr 24.09.2004

Die Studie "Gewalt gegen Männer in Deutschland" beschäftigt sich erstmals mit dem wenig erforschten Themenbereich und liefert neue Erkenntnisse zur Frage der Forschungszugänge zum Thema Gewalt gegen Männer.

 

Direkt Herunterladen:

Gewalt gegen Männer - Kurzfassung (.pdf, 212 kB)

 

http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publikationen.html?suchbereich=&suchtext=H%E4usliche+Gewalt&suchvon=&suchbis=&suchsprache=&x=2&y=6

 

 

 


 

 

Gewalt gegen Männer - Kurzfassung (Broschüre)

Di 21.09.2004

Personale Gewaltwiderfahrnisse von Männern in Deutschland - Ergebnisse der Pilotstudie -

http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publikationen,did=20526.html

 

 

 


 

 

 

Gewalt: Auch Männer sind Opfer

Tabu: Das Thema wird gern totgeschwiegen. Neue Studie des Familienministeriums

Berlin - Gewalt gegen Frauen ist ein viel diskutiertes Thema. Gewalt gegen Männer ist dagegen noch immer ein Tabu. Im Rahmen einer Studie des Bundesfamilienministeriums zu diesem Thema, die Ministerin Renate Schmidt

(SPD) gestern in Berlin vorstellte, wurden 266 Männer zu ihren Erfahrungen mit Gewalt befragt.

Bei ihnen richten sich die Aggressionen meist gegen das eigene Geschlecht.

"Jeder Mann mit 20 hat größere Chancen, ein Gewaltopfer zu werden als jede Frau", sagte der Sozialwissenschaftler und Studienleiter Hans-Joachim Lenz.

So wurden drei von fünf Männern in der Kindheit oder Jugend geschlagen, geohrfeigt, oder getreten, jeder Sechste erlitt dabei Knochenbrüche oder Quetschungen. Ebenfalls drei von fünf Männern beklagten sich, früher schikaniert, eingeschüchtert oder gedemütigt worden zu sein. Jeder Achte der 266 befragten Personen gab an, schon einmal erpresst worden zu sein.

"Die Gewalt von Männern gegen Männer wird bislang weitgehend ignoriert", sagte der Berliner Geschlechterforscher Peter Döge.

Gewalt gegen Frauen sei seit 30 Jahren ein Thema, sagte Lenz, "der Skandal der alltäglichen Gewalt gegen Männer" jedoch nicht. Der Grund dafür liege auch bei den Männern selber: "Sie halten sich aus Scham bedeckt. Aus Angst, von anderen Männern gedemütigt zu werden, wenn sie sich verletzlich zeigen." Schließlich heiße es schon im Elternhaus: "Ein Indianer kennt keinen Schmerz." Aber auch erwachsene Männer müssen viel einstecken, in psychischer Hinsicht und vor allem im Arbeits- und Liebesleben. Im Job litt jeder Vierte in den vergangenen fünf Jahren unter Verleumdungen von Kollegen oder wurde schon lächerlich gemacht. Und in der Partnerschaft sieht sich etwa jeder Fünfte von der Frau mit sozialer Kontrolle unter Druck gesetzt. Nicht wenige Männer geben die von ihnen erlebte Gewalt an Frauen weiter.

dpa/afp

erschienen am 22. September 2004 in Aus aller Welt

http://www.abendblatt.de/daten/2004/09/22/343947.html

 

 


 

 

 

Gewalt im Leben von Frauen und Männern - Forschungszugänge, Prävalenz, Folgen, Intervention

Kongress des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 23.09.04 in Osnabrück

vorgestellt wird auch die Pilotstudie "Gewalt gegen Männer"

Forschungsteam: Dr. Ralf Puchert, Ludger Jungnitz, Willi Walter, Hans-Joachim Lenz, Dr. Henry Puhe

Siehe  http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Aktuelles/veranstaltungen,did=19376,render=renderPrint.html

 

 

 

 

 

Vorstellung der Gewaltstudien der Bundesregierung

 

Informationen hier:

http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/gleichstellung,did=20424.html

 

 

 

 

 

 


 

 

"Das Schweigen der Männer"

 

Peter Düweke

zum Thema Gewalt gegen Männer

 

in "Psychologie Heute", 7/2004

 


 

 

Studie "Gewalt gegen Männer"

 

Ein Anruf vom 24.10.02 beim Bundesfamilienministerium - BMFSFJ ergab, dass die Studie "Gewalt gegen Männer" jetzt vergeben wurde, und zwar an Dissens e.V. Berlin:

http://home.t-online.de/home/dissens/dissens/

 

Die Studie wäre übrigens fast wegen Budgetkürzungen gestorben. Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN) und die TU-Dresden hatten schon vor Monaten Absagen bekommen. Einsendeschluß für Bewerbungen war bereits am 14.1.2002.

 

 

 


 

 

Studie Gewalt gegen Männer

Als es vor einigen Monaten in einer anderen Ausschreibung angedeutet wurde, habe ich es zunächst für eine Finte gehalten. Jetzt scheint es aber tatsächlich Ernst zu werden: Das Familienministerium schreibt eine Pilotstudie zur Gewalt gegen Männer aus (siehe u.a. Link)! Wir können also tatsächlich damit rechnen, dass in ca. 10 Jahren eine richtige Studie folgen wird.

Ob in der Studie auch Männer nach ihren Erfahrungen mit Frauengewalt befragt werden? Wir wollen es hoffen.

 

 

Ausschreibung

 

Do 01.11.2001

Ausschreibung einer Pilotstudie zu "Gewalt gegen Männer" im Wege des Verhandlungsverfahrens nach § 3a VOL/A

 

 

Ausschreibung einer Pilotstudie zu "Gewalt gegen Männer" im Wege des Verhandlungsverfahrens nach § 3a VOL/A

Vom 18. Oktober 2001

1. Auftraggeber:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Rochusstraße 8-10

D-53123 Bonn

Telefon: (0228) 930 - 2848

Telefax: (0228) 930 - 2221

Kategorie der Dienstleistung und Beschreibung, CPC-Nummer, Menge, Optionsrechte:

Dienstleistung des Anhanges I/A der Richtlinie 92/50 EWG des Rates, CPC-Referenznummer 85.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Referat 405, 53123 Bonn, Rochusstraße 8 - 10 (Tel.: 0228 / 930-2719, Fax 0228 / 930-4910), beabsichtigt, gemäß § 17 a des Abschnitts 2 "Basisparagraphen zur VOL / A mit zusätzlichen Bestimmungen nach der EG-Dienstleistungsrichtlinie unter Berücksichtigung der Richtlinie 92/50/EWG des Rates vom 18. Juni 1992" eine Pilotstudie zu "Gewalt gegen Männer" im Verhandlungsverfahren nach Vergabebekanntmachung gem. § 3a Nr. 1 Abs. 4 zu vergeben.

Forschungsstand:

In Deutschland liegen derzeit keine aktuellen repräsentativen Daten zu Gewalt gegen Männer und Frauen im Allgemeinen vor. So enthalten die Kriminalstatistiken nur die zur Anzeige gebrachten Fälle. Da aber gerade bei Partnergewalt nur ein Bruchteil der Delikte angezeigt wird, sind diese Statistiken lediglich begrenzt aussagekräftig.

Gewalt gegen Männer tritt in verschiedenen Facetten auf. Aber über Männer als Opfer verschiedenster Gewaltarten liegen bislang zu wenig Kenntnisse - im Hinblick auf originäre Empirie wie in der Theoriebildung - vor. Männer haben zwar vielfältige Gewalterfahrungen, aber in anderen Kontexten und mit anderen Folgen als Frauen. Daher lassen sich auch die vorhandenen Instrumente zu "Gewalt gegen Frauen" nicht einfach auf Männer übertragen.

Um erstmalig repräsentative Zahlen über die Gewalterfahrungen von Frauen im häuslichen wie im außerhäuslichen Bereich in Deutschland zu gewinnen, wurde im Juni 2001 eine Erhebung zu "Gewalt gegen Frauen" ausgeschrieben.

Als Voraussetzung für eine entsprechende Erhebung zu Gewalterfahrungen von Männern ist eine Pilotstudie erforderlich, da die Forschungslage hierzu weit weniger entwickelt ist.

Beschreibung der Leistung: Pilotstudie

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beabsichtigt, Zahlen über die Gewalterfahrungen von Männern im häuslichen wie im außerhäuslichen Bereich durch die Befragung von in Deutschland ansässigen Männern zu gewinnen.

Die Teilnehmer an dieser Ausschreibung sind aufgerufen,

den derzeitigen Forschungs- und Erkenntnisstand sowie unterschiedliche Forschungsmethoden zu beschreiben und zu bewerten,

- mit Hilfe qualitativer Interviews ein geeignetes Instrument für repräsentative Studien zu Ausmaß, Hintergründen und Folgen von Gewalt gegen Männer zu entwickeln und zu erproben sowie eine erste zahlenmäßige Schätzung vorzulegen,

den Erkenntnisbedarf und bisherige Wissenslücken aufzuzeigen.

Angaben sind u.a. auch erbeten

- zur inhaltlichen Schwerpunktsetzung, insbesondere im Hinblick auf einzubeziehende Bereiche möglicher Gewalterfahrungen, Schweregrad der Gewalt, Auswirkungen und Hilfesuche

zur Erprobung an einer repräsentativ angelegten Stichprobe. Die Kosten für einen Pre-Test des Umfrage-Instrumentes sollten getrennt ausgewiesen werden

zur Befragungsmethode

zur Auswahl, zum Training und zur Supervision der Interviewer.

Die Originaldaten sollen nach Abschluss der Untersuchung allgemein zugänglich archiviert werden.

Weitere Informationen:

Frau Dr. Silvia Berke

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Referat 405

Rochusstraße 8-10

D-53123 Bonn

Tel.: 0228 / 930 - 2719, Fax: 0228 / 930 - 4910,

E-Mail: silvia.berke@bmfsfj.bund.de

 

3. Lieferort:

Bundesrepublik Deutschland

4. a) Vorbehalt für einen besonderen Berufsstand:

Entfällt

b) Rechts- und Verwaltungsvorschrift:

Entfällt

c) Verpflichtung zur Vergabe des Namens und der Qualifikation:

Namen und berufliche Qualifikation der Personen, die für die Ausführung der betreffenden Dienstleistung verantwortlich sein sollen, sind anzugeben.

5. Unterteilung in Lose:

Angebote für Teilleistungen sind möglich.

6. Beabsichtigte Zahl oder Marge von Dienstleistungserbringern, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden:

Es ist beabsichtigt, bei hinreichender Zahl qualifizierter Anträge 5 bis 10 Teilnehmer zur Angebotsabgabe aufzufordern und anschließend in das Verhandlungsverfahren einzutreten.

7. Varianten:

Entfällt

8. Frist für den Abschluss der Dienstleistungen bzw. Dauer des Auftrags, Beginn oder Erbringung der Dienstleistung:

2002 bis 2003

Rechtsform der Bietergemeinschaft:

Entfällt

10. a) Gegebenenfalls Begründung der Inanspruchnahme des beschleunigten

Verfahrens:

Entfällt

b) Schlusstermin für den Eingang der Teilnahmeanträge:

14. Januar 2002

c) Anschrift:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Referat 206

Rochusstraße 8 - 10

D-53123 Bonn

Angebote müssen in zweifacher Ausfertigung, rechtsverbindlich unterschrieben, in einem geschlossenen Umschlag mit der Aufschrift: Ausschreibung 206 / Verhandlungsverfahren zur Durchführung einer Pilotstudie zu "Gewalt gegen Männer" und dem Hinweis "Nicht öffnen" sowie dem Aktenzeichen 206-1720-1/38 (405) eingesandt werden. Maßgeblich ist das Datum des Poststempels (kein Freistempler). Der Umschlag ist in einen zweiten Umschlag einzulegen, der nur mit dem Absender und der o.g. Anschrift versehen ist.

d) Sprache, in der diese Anträge abgefasst sein müssen:

Die Anträge auf Teilnahme müssen in deutscher Sprache in zweifacher Ausfertigung, rechtsverbindlich unterschrieben eingereicht werden.

11. Kautionen und Sicherheiten:

Werden nicht gefordert.

12. Angaben zur Lage des Dienstleistungserbringers sowie Angaben und Formalitäten, die zur Beurteilung der Frage erforderlich sind, ob der Unternehmer die wirtschaftlichen und technischen Mindestanforderungen erfüllt:

Dem Antrag auf Teilnahme ist eine Personalbedarfsplanung und ein grober Kostenplan beizufügen. Weiterhin ist eine Kurzdarstellung des Bewerbers beizufügen, die insbesondere die Eigentümer-Struktur, das Dienstleistungsspektrum, die Anzahl der festen wissenschaftlichen Mitarbeiter sowie die Anzahl der Jahre am Markt umfassen sollte. Spezielle Erfahrungen auf dem Gebiet der Männerforschung sollten ebenfalls nachgewiesen werden.

13. Gegebenenfalls Name und Anschrift der vom öffentlichen Auftraggeber bereits ausgewählten Dienstleistungserbringer:

Entfällt

14. Sonstige Angaben, insbesondere die Stelle, an die sich der Bewerber oder Bieter zur Nachprüfung behaupteter Verstöße gegen Vergabebestimmungen wenden kann:

Vergabeprüfstelle ist das

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Referat Z 5, Herr Schacher

Rochusstraße 8-10

D-53123 Bonn

Tag der Absendung der Bekanntmachung:

18. Oktober 2001

Bonn, den 18. Oktober 2001

Bundesministerium

für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Im Auftrag

Jürgen Fuchs

 

 

http://www.bmfsfj.de/dokumente/Artikel/ix_61537.htm

 

 


 

 

 

Dr. Jürgen Gemünden

xxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxTel: XXXXXXXXXX

Fax:XXXXXXXXX

XXXXXXXXXX, den:

09.09.2ß01

Dr. Jürgen Gemünden, xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Frau Bundesministerin

Dr. Christine Bergmann

Taubenstraße 42-43

10117 Berlin

 

Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Bergmann,

in einem Interview des SWR haben Sie kürzlich behauptet, es gäbe keine wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema Gewalt gegen Männer. Dies ist falsch. Ich erlaube mir daher, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß bereits vor sechs Jahren meine Dissertation zum Thema „Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Intimpartnerschaften" erschienen ist. Die Arbeit ist nach wie vor über den regulären Buchhandel zu beziehen.

Sie kann in jeder deutschen Buchhandlung bestellt werden. Der Buchtitel ist im übrigen in der PC-Version des Verzeichnisses lieferbarer Bücher in jeder Buchhandlung unter dem Stichwort „Gewalt gegen Männer" aufzurufen, im übrigen ist das Buch in vielen wissenschaftlichen Bibliotheken verfügbar.

Die Arbeit wurde in den 90er Jahren mit der nach wie vor sehr aktuellen Zielsetzung geschrieben nachzuweisen, daß Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Intimpartnerschaften ein ebenso sozial relevantes Problem ist wie Gewalt gegen Frauen oder Gewalt gegen Kinder.

Die Arbeit fußt auf der systematischen Auswertung des überwiegenden Teils der damals international verfügbaren empirischen Daten und Untersuchungen aus den unterschiedlichsten Bereichen, denen relevante Erkenntnisse zu körperlicher Gewalt in heterosexuellen Partnerschaften zu entnehmen sind, wie Dunkelfelduntersuchungen, die es mittlerweile zu hunderten gibt, ferner kriminalstatistischen Daten zu Tötungs- und Körperverletzungsdelikten, soziologische Daten zu Scheidungsverfahren, Polizeinotrufen usw.

Ich bin zu folgenden Ergebnissen gelangt:

 

— Soweit die Daten unmittelbar bei den betroffenen Partnern erhoben werden, ergibt sich, daß Frauen in Partnerschaften in ähnlicher Weise gewalttätig sind wie Männer.

— Soweit die Daten bei vermittelnden Instanzen wie Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichten, Hilfeeinrichtungen etc. erhoben wurden, ergibt sich, Männer erheblich seltener derartige Hilfen in Anspruch nehmen als Frauen.

Diese Ergebnisse sind vor allem damit zu erklären, daß die Scham für Männer, Hilfen in Anspruch zu nehmen, erheblich höher ist als bei Frauen: Der von seiner Partnerin körperlich mißhandelte Mann ist in der Öffentlichkeit eine lächerliche Figur, die in ihrer Not nicht ernst genommen und der demzufolge nicht geholfen wird.

Daß aber Männer weniger häufig oder schwer verletzt werden, kann mittlerweile als Ursache für die geringere Inanspruchnahme von Hilfen weitgehend ausgeschlossen werden.

Mittlerweile liegen differenzierte Daten darüber vor, daß Männer bei Angriffen durch ihre Partnerinnen in ähnlicher Weise verletzt, auch schwer verletzt werden als umgekehrt (siehe Gutachten des BT-Rechtsausschusses von Prof. Bock, Universität Mainz). Die Mehrzahl der psycho-sozialen Probleme und Zwänge schwer mißhandelter Männer stellt sich im übrigen ähnlich wie bei mißhandelten Frauen dar.

Daß das Problem mißhandelter Männer bis heute öffentlich ignoriert wird, liegt neben tradierten Attributen der Geschlechterrollen an einem von Feministinnen erzeugten Männerbild, das auf öffentlich verbreiteten demagogischen Parolen ruht wie etwa: „Jeder Mann ist ein Täter!" und ähnlichem. Wenn es aber Gewalt gegen Männer „gibt", wie nach Lektüre meiner Arbeit sowie weiterer wissenschaftlicher Arbeiten einzuräumen ist, dann werden sich Feministinnen von ihren trivialen stereotypen Prämissen verabschieden müssen, die apriori jeden Mann zum Täter und jede Frau zum Opfer erklären. Sie wären gezwungen, sich differenziert und endlich wissenschaftlich mit dem gesamten Themenkomplex Gewalt in der Partnerschaft auseinanderzusetzen und die Rolle von Frauen differenzierter und kritischer zu betrachten.

Eine solche Betrachtung würde gewiß auch dazu führen, daß das von der Geschlechterdiskussion ganz vernachlässigte Thema der sozialen Schichtung wieder Berücksichtigung findet.

Eine ähnliche Arbeit von John Archer wird demnächst in „Psychologie heute", Beltz-Verlag, vorgestellt werden.

Angesichts der Tatsache, daß ich wegen dieser Arbeit schon erhebliche berufliche Nachteile erlitten habe, und mir bislang nicht die Gelegenheit gegeben wurde, meine mit meiner Dissertation begonnene Arbeit fortzusetzen, finde ich es erschütternd mit Aussagen konfrontiert zu werden, es gäbe zum Thema Gewalt gegen Männer keine wissenschaftlichen Arbeiten.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 


 

 

 

«Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Intimpartnerschaften. Ein Vergleich mit dem Thema Gewalt gegen Frauen auf der Basis einer kritischen Auswertung empirischer Untersuchungen»

Jürgen Gemünden

Tectum Verlag 1996

18 Euro

ISBN: 3896089668.

 

 

 

 

Verstehen Sie Spaß

In der Berliner U-Bahn gibt es seit einiger Zeit auch diese Bildschirme, wo man während der Fahrt kleine Fernsehbeiträge anschauen kann und so der Notwendigkeit enthoben wird, so viele gefrustete weibliche und männliche Gesichter sehen zu müssen. ein Trickfilm. Ein Mann und eine Frau stehen mit einer Jagdflinte bewaffnet nebeneinander. Oben am Himmel fliegen Wildgänse. Die Frau schießt nach oben, kurz darauf fällt ein kleiner Vogel vor die Füße der Frau, er lebt noch und guckt die hilfesuchend an. Dann schießt der Mann nach oben. Eine Weile passiert nichts, dann saust ein riesiger Vogel von oben herab und fällt den Mann auf den Kopf. Mann ist weg, dicker Vogel liegt drauf. 

Mein erster Reflex, um ehrlich zu sein - Lachen. Dann überlege ich, was wohl wäre, wenn statt des Mannes die Frau vom Vogel erschlagen worden wäre. Was meinen Sie? Ihr erster Reflex zählt.

 

Manne 1.11.2001

 

 

 


 

 

Dunkelfeld

Nach einer Dunkelfeldforschung des Kriminologischen Instituts Niedersachsen wurden in der Bundesrepublik 1991 ca. 1,5 Millionen Männer zwischen 20 und 59 Jahren mindestens einmal Opfer physischer Gewalt in engen sozialen Beziehungen. 214.000 Männer dieser Altersgruppe wurden sogar Opfer schwerer Gewalthandlungen.

 

aus: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Schriftenreihe Band 105 "Kriminalität im Leben alter Menschen", Kohlhammer 1995, ISBN 3-17-014216-X

www.kfn.de

 

 

 

4.6 Opfererfahrungen in engen sozialen Beziehungen:

Ergebnisse der drop-off-Befragung

Insgesamt nahmen an der drop-off-Befragung 5711 Personen teil.

Der Befund ähnlicher Opferraten bei Männern und Frauen ist im übrigen ein typisches Resultat, das bei der Verwendung der Konflikttaktikskalen immer wieder gefunden und in der Literatur auch vehement kritisiert wurde (vgl. Yllö, 1993).

Abbildung 4.9: Prävalenz physische Gewalt (CTS, 1987—1991) nach Altersklasse und Geschlecht

 

Kritiker bemängeln, daß diese Form der Operationalisierung weder erkennen läßt, ob die Folgen gleichartiger Handlungen für Männer und Frauen unterschiedlich sind, noch inwiefern Gewalthandlungen von Frauen möglicherweise eher eine Defensivreaktion darstellen, während bei Männern eher eine aktive, aggressive Handlung vorliegen könnte. Diese Frage bedarf weiterer Klärung, die nur auf der Ebene einer genaueren Information über das konkrete Interaktionsgeschehen bei Gewalthandlungen herbeigeführt werden kann,

was im Rahmen einer Opferbefragung der vorliegenden Form, die in einem ersten Schritt der empirischen Erschließung dieses Feldes Eckdaten zur Prävalenzschätzung gewinnen sollte, so noch nicht möglich war. Vorläufig ist festzustellen, daß die vorliegenden Ergebnisse tendenziell in die Richtung weisen, daß Gewalterlebnisse von Frauen mit einem etwas höheren Schweregrad der Tathandlungen einhergehen.

...

 

Auf Basis dieser Stichprobenergebnisse (Tab. 4.5) erhält man für die Grundgesamtheit die in Tabelle 4.6 wiedergegebenen Prävalenzschätzungen physischer Gewalterfahrungen im Jahre 1991. Wird eine Schätzung auf der Basis der unteren Grenzen der Konfidenzintervalle vorgenommen, so ergibt sich, daß 1991 in der BRD insgesamt ca. 1,59 Mio Frauen im Alter zwischen 20 und 59 Jahren mindestens einmal Opfer physischer Gewalt in engen sozialen Beziehungen waren, für Männer beträgt die entsprechende Anzahl 1,49 Mio..

...

 

Werden für eine Gesamtschätzung erneut nur die unteren Grenzen der Schätzintervalle verwendet, so ergibt sich, daß 1991 in der BRD mindestens 246.000 Frauen zwischen 20 und 59 Jahren sowie mindestens ca. 214.000 Männer dieser Altersgruppe Opfer schwerer Gewalthandlungen in engen sozialen Beziehungen wurden. Dies unterstreicht nochmals, daß hier ein gesellschaftliches Problem identifiziert ist, welches allerdings in den jüngeren Altersgruppen eine größere Verbreitung hat. 

.."

 

 

Leider finden sich in der Studie keine Hinweise darauf, in welchen Umfang die Täter/innen weiblich oder männlich waren.

Interessant, die oben genannte Kritik an den festgestellten annähernd gleich hohen Opferraten. Das kann doch so wohl nicht stimmen, denn was nicht sein darf, das nicht sein kann. In der populären Argumentation der "Frauen sind alles Opfer-Fraktion" heißt es dann auch gleich entschuldigend, die Frau hätte lediglich aus der Position des Opfers zugeschlagen, zugestochen, etc. sie musste sich endlich mal gegen ihren gewalttätigen Mann wehren.  

 


 

 

Links:

 

www.gewalt-gegen-maenner.de

 

 

 

Amerikanische Homepage zum Thema "Gewalt gegen Männer"

http://www.vix.com/menmag/battered.htm

 

 


zurück