Weltmännertag
Weltmännertag
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Der Weltmännertag (Men’s World Day) ist ein Aktionstag, der seit 2001 jährlich am 3. November stattfindet. Dieser soll laut Aussage des Schirmherrn Michail Gorbatschow das Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich erweitern. So liege die männliche Lebenserwartung im Durchschnitt 7 Jahre unter der der Frauen. Neben Männergesundheit sind auch Bundeswehr und Zukunftsperspektiven Themenschwerpunkte. [1]
Ins Leben gerufen wurde der erste Weltmännertag von Andrologen der Universität Wien. Gemeinsam mit der Stadt Wien, der Gorbatschow-Stiftung, Medical Connection und United Nations Office at Vienna (UNOV) wurde er das erste Mal offiziell 2000 in Wien veranstaltet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Weltm%C3%A4nnertag
Gefunden am 16.10.2009
DAS KLEINE LITERATURHAUS
Podiumsdiskussion zum Internationalen Männertag am 3. November 2oo9
DER ERSCHÖPFTE MANN
WIE KÖNNEN MÄNNER HEUTE WIEDER MÄNNER SEIN?
Prof. Dr. Walter Hollstein
Soziologe und Publizist
Dr. Samuel Pfeifer
Psychiater und Autor, Chefarzt der
Klinik „Sonnenhalde“, Riehen
Dr. Luc Saner, selbständiger Advokat
und Autor, alt Grossrat
Erschöpfungs- und burn out-Symptome, Depressionen und psychische Erkrankungen bei Männern nehmen dramatisch zu. Ein gesellschaftlicher Grund dafür ist die wachsende Orientierungslosigkeit von Buben und Männern nach der öffentlichen Zerstörung des traditionellen Männerbildes. Schon vor längerer Zeit schrieb das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ dazu in einer Titelstory über amerikanische Männer: „Konnten sich noch vor wenigen Jahrzehnten die Männer kritiklos mit der männlichen Rolle und ihrem Rollenbild identifizieren, so erscheint Männlichkeit nun als ein Konstrukt, mit dem Frauen, Frauenbewegung, Wissenschaften, Medien und in gewisser Weise die Öffentlichkeit nur noch negative Assoziationen verbinden. >Merkwürdig fremd ist es ihnen geworden, das Mann-sein in Amerika. Wie verkleidet, verkehrt herum angezogen fühlen sich viele Männer in ihrer Rolle. Es ist einfach nicht mehr unsere Zeit, murmelt trübsinnig ein New Yorker Geschäftsmann am Tresen einer Bar an der West Side. Später, nach ein paar weiteren Bieren, wird er drastisch und sagt: Mann-Sein sei heute in Dreck getaucht>“. Es stellt sich heute zunehmend die Frage: „Was tun?“ und:: Wie können Buben wieder Buben und Männer wieder Männer sein?
Kleines Literaturhaus (Bachletten) 3. November 2oo9, l9.3o Uhr
Basel - Schweiz
SCHWERIN
Männertag - und keiner macht mit?
03. November 2009 | 00:10 Uhr | von Maren Ramünke-Hoefer
Rosen von Politikern, eine Straßenbahn mit Informationen und Musik, Glückwünsche am Arbeitsplatz - der Internationale Frauentag wird jedes Jahr am 8. März groß gefeiert. Heute ist Internationaler Männertag - doch wo sind Blumen, Festtagsstimmung und Forderungen? SVZ begab sich auf Spurensuche nach einem vernachlässigten Aktionstag.
"Vielen Männern scheint gar nicht bewusst zu sein, dass es diesen Tag gibt", sagt Schwerins Gleichstellungsbeauftragte Petra Willert. "Ich selbst habe ihn zugegebenermaßen auch nicht auf der Uhr gehabt." Verzeihlich, denn eine Tradition hat der Internationale Männertag am 3. November noch nicht. Bis heute sei auch niemand an sie herangetreten mit der Bitte, eine entsprechende Aktion zu organisieren - so wie beim Internationalen Frauentag üblich, den das Schweriner Frauenbündnis initiiert. Ein vergleichbares Männerbündnis gibt es in der Stadt nicht. Also auch keine Probleme? "Der Tag will aufmerksam machen auf die geringere Lebenserwartung von Männern. Nach meiner Erfahrung kümmern sich Männer oft zu spät um die eigene Gesundheit. Weil sie meist Familienernährer sind und wissen, dass es für alle schlecht aussieht, wenn sie ausfallen, verschleppen sie manche Krankheit", so Willert.
Mobbing, Beziehungskonflikte und Armutsprobleme sind die Haupt-Themen, mit denen sich Schweriner Männer zurzeit an die Gleichstellungsbeauftragte wenden. Natürlich gäbe es auch männliche Misshandlungsopfer, aber wenige. Die Interventionsstelle für häusliche Gewalt kümmert sich um sie. "Bedarf für ein Männerhaus gibt es in Schwerin nach meinen Erfahrungen nicht", erklärt Petra Willert.
Deutlicher auf sich aufmerksam machen derzeit in Schwerin die Väter, die den Internationalen Männertag gern zum Anlass nehmen, um ihr Anliegen kundzutun: "Männer sollten ihre Vaterrolle aktiver wahrnehmen mit mehr Zeit, Konzentration und Interesse. Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nicht nur eine Forderung für Frauen, sondern auch für Männer", sagt Gerhard Bley, lokaler Ansprechpartner des deutschlandweiten Vereins "Väteraufbruch". In Schwerin versucht er gerade, einen Väter stammtisch ins Leben zu rufen. Wer Interesse hat, dabei mitzumachen, kann auf der Internetseite www.vaeter-schwerin.de Kontakt aufnehmen und sich an der Terminfindung beteiligen.
http://www.svz.de/lokales/schwerin/artikeldetails/article/217/maennertag-und-keiner-macht-mit.html
Weltmännertag
Erfolgreich und standfest für schöne, junge Frauen
(50)
3. November 2009, 07:38 Uhr
Die Konstellation "reicher Mann, junge Frau" ist so alt wie die Menschheit. Nach Ansicht des Geschlechter- und Generationenforschers Gerhard Amendt hat sie nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt, vielmehr erlebt sie heute sogar eine Renaissance. Betrachtungen zum Internationalen Männertag.
24 Jahre Altersunterschied: Mick Jagger (64) und L'Wren Scott (40). Bei der Größe liegt sie vorn.
Männer sterben einige Jahre früher als Frauen. In den gefährlichsten Berufen sind sie unter sich wie auch in den schwersten. Von Selbsttötungen ganz zu schweigen. Wenn wundert es dann, dass Gesundheitsvorsorge von Männern so riskant wie ihr Leben ist. Der heutige Internationale Männertag zielt deshalb begreiflicherweise zuerst einmal auf Gesundheitsempfehlungen.
Demografische Erkenntnisse des Max-Planck-Instituts legen Männern nahe, sich zur Lebensverlängerung jüngerer Frauen als Gesundungselixier zu bedienen, denn das verlängere nachweislich die Lebenszeit. Das ist so neu nicht. Betagte Männer mit großen Namen in Politik und Zeitgeschehen beherzigen das schon seit geraumer Zeit leidenschaftlich. Ihre Gesundheitsförderung scheint auf diese Säule zu setzen. Darüber lachen die einen, während anderen das Lachen vergeht.
Manche neiden den Betagten die privilegierte Langlebigkeit und die lustvolle Verleugnung unbesiegbarer Sterblichkeit. Was das für die Generationenbeziehungen mit sich bringt, wenn aus Einzelfällen ein Massenphänomen wird, will keiner bedenken. Denn Frauen könnte das mit der Menopause die Perspektive „abgelegte Ehefrau“ eröffnen. Schwindende Jugendlichkeit hätte Scheidung und Vereinsamung zur Folge. Die Beziehung von Müttern zu ihren Töchtern würde sich letztlich zu einer von verfeindeten Konkurrentinnen verwandeln. Und der Töchtergeneration fiele die Schuld am vergällten Lebensabend der Müttergeneration zu.
"What Happens in Vegas"-Filmpremiere in Tokio Frauen, junge Männer
Frauen mit jüngerem Partner im Trend
Joschka Fischer und Minu Barati Heiraten als Hobby
Matthäus, Liz Taylor, Joschka Fischer & Co.
Eine solche Entwicklung durchläuft Brasilien bereits. Nach einer Studie nehmen sich 64 Prozent der geschiedenen Männer über 50 Jahre eine weitaus jüngere Frau; bei Männern zwischen 60 und 64 Jahren sind es sogar 69 Prozent, die sich 30-Jährige oder jüngere nehmen. Wer dies allein der Individualisierung zurechnet, wird dagegen nicht viel einzuwenden haben. Denn dass entgrenzter Narzissmus sich um Folgewirkungen nicht kümmert, ist charakteristisch für ihn. Und so sorgt Brasilien sich auch mehr um seine Altersversicherung als um den Zerfall der Generationensolidarität.
Extreme Spreizungen der Altersdifferenzen sind nicht neu. Es gab sie in den USA nach dem Bürgerkriegsende 1865. Junge Frauen heirateten die ganz alten Männer, weil die jungen im Bürgerkrieg ausgelöscht worden waren. Damals ging es allerdings nicht darum, sich Lebensersparnisse und Rentenansprüche der Vätergeneration zulasten der Mütter anzueignen. Es ging allein um die Hervorbringung der nächsten Generation.
Neoromantische Individualisierung von der Art „Wo die Liebe hinfällt, da soll sie gedeihen, unabhängig von Alter, Herkunft und Geschlecht“ ist blind für die neue Situation. Denn was als reine Liebe erscheint, ist konfliktträchtige Lebensgestaltung von alten Männern und jungen Frauen. Dass Liebesbeziehungen auch herrschaftliche sind, wissen wir seit Langem. Dies zu übersehen erklärt die Liebe zum herrschaftsfreien Terrain abstrakter Privatheit, die alles Wechselseitige ausschließt und Liebe ihrer ökonomischen Aspekte entkleidet.
Die Altersdifferenz erlebt eine Renaissance
Auch Männer sollten das nicht vergessen. So erinnert die Statistik daran, dass in den meisten Kulturen Männer in Partnerschaften immer einige Jahre älter als Frauen sind. Weder die Zugehörigkeit zu sozialen Schichten, noch Ethnie, Nation, Bildung oder Tradition vermag daran etwas zu ändern.
Das hat weder etwas mit der Ideologie der Frau als ewigem Opfer und dem Mann als ewigem Täter zu tun. Es verweist eher auf die Evolutionsbiologie. Danach versorgt der Mann Frau und Kind durch Arbeit außer Haus. Er versucht, deren Überleben und Sicherheit zu garantieren. Das war die naturwüchsige Arbeitsteilung unter den Gefahren zweier schwer beherrschbarer Naturen: ihres verletzbaren Körpers, der gebären sollte, und er verletzbar durch die gefährliche äußere Natur.
Konnte er die Frau am Leben erhalten, konnten beide die Gattung fortführen. Sie konnte gebären und Kinder aufziehen. Deshalb war es für beide vorteilhaft, dass sie nach oben und er nach unten heirateten. Diese ursprüngliche Arbeitsteilung scheinen wir noch immer nicht überwunden zu haben. Denn die Altersdifferenz ist geblieben und sie erlebt geradezu eine Renaissance.
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Foto: NRW-SPD/ddp
34 Jahre Altersunterschied: Michelle Schumann und Franz Müntefering.
In einem scheinen Männer wie Frauen sich einig: Sie will den älteren Mann, er die jüngere Frau. Sie will ihn oben haben, er sie unten. Neu ist die Spreizung der Altersdifferenz über mehrere Jahrzehnte. Aber beide fühlen sich bereichert, und keiner fühlt sich übervorteilt davon. Allerdings beschneidet solche Naturwüchsigkeit die Gleichheit von Chancen. Denn beide können heute die äußere Welt beherrschen. Körperkraft und Verletzbarkeit entscheiden kaum noch über Chancen. Maßgeblich ist, wer was will und wer was nicht will.
Extreme Altersspreizung hat auch der Adel aus dynastischen Interessen schon immer praktiziert. Alte Herrscher heirateten junge Mädchen. Das Volk hingegen hatte die Generationengrenzen tunlichst zu wahren. Was früher natürliches Recht, gerät heute zur Prämie für männlichen Erfolg. Und die jungen Frauen lassen ihr geringes Alter wie die Schönheit sich prämieren. Das Geld der Alten wird gegen schöne junge Körperlichkeit getauscht.
Frauen ab 55 werden verstoßen
Dabei wird in schaudernder Bewunderung trivialisiert, dass er ihr Vater und sie seine Tochter sein könnte. Das Brisante daran erschöpft sich aber nicht im neidgeplagten Bild vom „Frischfleisch“ oder „Jungbrunnen“. Denn das Begehren der jungen Frauen ist nicht minder riskant. Sie bevorzugen den Genuss, der ohne Arbeit in ihren Schoss fällt und der am Ende ihres arbeitsamen Lebens ihnen nicht einmal gewiss wäre. Sie verabschieden das Leistungsprinzip als Grundlage von Aufstieg.
Gerhard Amendt Bild vergrößern
Foto: picture-alliance / dpa
Gerhard Amendt
Und die betagten nehmen den jungen Männern die Altersgenossinnen weg, indem sie die finanziellen Muskeln zeigen. So bleiben jungen Männern die Arbeitslosigkeit und der Zorn darüber, dass immer mehr junge Frauen Geld jetzt, aber nicht die gemeinsame Zukunft später interessiert.
Frauen „über 55“ werden von den Männern der eigenen Generation nach brasilianischer Manier verstoßen. Vermehrte Spannungen zwischen den Generationen stehen damit ins Haus. Wir diskutieren durchaus, dass die junge Generation der alten zukünftig die Rente wird erarbeiten müssen. Aber der Generationenkonflikt verbirgt noch andere Facetten. Die kämen zum Vorschein, wenn die Töchter sich massenhaft ins gemachte Bett der Vätergeneration legten. Die alten Männer würden von der Illoyalität der Töchter gegenüber der Muttergeneration profitieren – zusätzlich zu ihrer eigenen zweifachen Illoyalität gegenüber den um Beziehung, Kinder und Erfolg ringenden Söhnen und gegenüber den Frauen, mit denen sie ihr Leben gemeinsam verbrachten.
Viagra ist Schuld
Der Weltmännertag ...
... wird seit 2001 jährlich am 3. November gefeiert. Schirmherr Michail Gorbatschow will damit das männliche Gesundheitsbewusstsein verbessern. Erfunden wurde der Weltmännertag von Andrologen der Universität Wien.
All das setzt irgendwann die blaue Pille voraus, die dem Begehren der alten Männer die erforderliche Handfestigkeit verleiht und den Ersparnistransfer erst lustvoll gestaltet. Denn nur wenn erektiles Funktionieren den Vermögenstransfer begleitet, werden junge Frauen dafür zu haben sein. So könnte die blaue Pille zum blauen Wunder der Generationenkonfusion mutieren.
Den Kindern aus ungleichen Beziehungen entginge vor allem die Erfahrung langjähriger Väterlichkeit. Zwar lässt die blaue Pille den Mann im Bett seinen Mann stehen, aber zum Bolzen befähigt sie ihn trotzdem nicht. Die segensreich deklarierte Ideologie des Alleinerziehens würde sich erneut zum Nachteil der Kinder verhärten.
Neue Männlichkeit und neues Gesundheitsbewusstsein nähmen andere Formen an, als Ruferinnen danach sich je ausmalen konnten. Männer bewegen sich, ohne dass es zu einer Bewegung kommt, und die älteren Frauen sehen sich in eine aussichtslose Konkurrenz im Jugendkult mit ihren Töchtern gedrängt. Eine uralte Konstellation feierte Renaissance. Frauen müssen schön sein, Männer erfolgreich und standfest. Und die jungen Männer würden angesichts steigender Männerarbeitslosigkeit an Attraktivität für junge Frauen verlieren.
Es geht nicht um das „bis das der Tod euch scheidet“, sondern um Solidarität innerhalb einer Generation. Und darum, ob wir unsere Geschichte selber schreiben oder ob wir sie uns von Pillen vorgeben lassen. So zeigt sich, dass Männertag und Frauentag zwar Monate auseinanderliegen, dass den einen Clara Zetkin und den anderen Gorbatschow ins Leben gerufen hat, dass die Schicksale von Männern und Frauen in Wirklichkeit aber unauflösbar miteinander verbunden sind.
Gerhard Amendt ist Professor am Institut für Geschlechter- und Generationenforschung der Universität Bremen.
13 Gründe für den Mann
Heute ist Weltmännertag!
zuletzt aktualisiert: 03.11.2008 - 10:39
Düsseldorf (RPO). Jahrzehntelang konnten sich Männer weltweit auf einen Tag freuen: den Vatertag. Die rituelle Einweihung in die Welt der Männlichkeit, jährlicher Anlass für feuchtfröhliche Züge um die Häuser. Und das jedes Jahr abgesichert durch eine festen Tag im Terminkalender. Doch seit einigen Jahren gibt es auch den Weltmännertag.
Wussten Sie schon, dass heute Weltmännertag ist? Der Weltmännertag findet seit 2000 immer am 3. November statt. Das ist gut so. Wir haben ein paar (nicht immer ganz ernst gemeinte) Gründe gesammelt, warum es wichtig ist, dass heute der Mann heute gefeiert wird. Weltmännertag: 13 Gründe für das andere Geschlecht
Dieser Tag wird seit der Jahrtausendwende immer am 3. November gefeiert. Weil der Mann von heute irgendwie politischer, gesünder, interessierter ist. Da wundert es nicht, wenn der vielleicht etwas profane Gang in die Eckkneipe zwar nicht gestrichen, aber doch ergänzt wird.
Mit Männlichkeitsritualen hat das jedoch wenig zu tun. Themen des Weltmännertages sind unter anderem Gesundheit, Bundeswehr, Zukunftsperspektiven. Natürlich sind auch die Frauen Anlass zur Diskussion beim starken Geschlecht. Studien gibt es dazu auch. Zum Beispiel von Prof. Dr. Gerhard Amendt von der Universität Bremen: "Über die These von der Verdammnis durch die Frauen".
http://www.rp-online.de/public/article/panorama/deutschland/633618/Heute-ist-Weltmaennertag.html
Einladung
Talkrunde „Männlichkeit im Wandel“ am 2. November 2005, 19:30 Uhr im Plenarsaal/Rathaus, Dr.-Külz-Ring 19
Detlef Sittel, Beigeordneter für Ordnung und Sicherheit der Landeshauptstadt Dresden, Prof. Dr. Holger Brandes, ,Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden, Holger Strenz, Männernetzwerk Dresden e. V. und Thomas Kotzur, Tagesvater diskutieren anlässlich des Welttages des Mannes.
Moderation: Dr. Regine Schneider, MDR FIGARO
Ich lade Sie und ihre Freunde ein und freue mich auf Ihr Kommen.
Ihre
Gleichstellungsbeauftragte für Frau und Mann
3. November - Welttag des Mannes
Der Welttag des Mannes wurde von besorgten Männerforschern, den Andrologen, an der Uni in Wien erfunden. Zum ersten Mal riefen die Gorbatschow Foundation, die Stadt Wien, UN Vienna und Medical Connection am 3. November 2000 den „Welttag des Mannes“ aus.
Veranstaltungen 2005 in Dresden: www.dresden.de/Frau-Mann
2. November, 19:30 Uhr „Männlichkeit im Wandel“ - Talkrunde im Rathaus/Plenarsaal unter der Moderation von Dr. Regine Schneider, MDR FIGARO. Mit dabei sind Detlef Sittel, Beigeordneter für Ordnung und Sicherheit der Landeshauptstadt Dresden,
Prof. Dr. Holger Brandes, Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit, Holger Strenz, Männernetzwerk Dresden e. V. und Thomas Kotzur, Tagesvater.
3. November, 11:00 Uhr Eröffnung der Fachstelle für Jungen- und Männerarbeit,
19:00 Uhr Offener Salon zum Reden und Begegnen unter dem Thema „Männerbilder im Wandel – weltweit“, Daniel Kindlimann berichtet von einem Jahr Forschungsreise. Das Projekt wird gefördert durch die Aktion Mensch.
Weitere Info´s unter www.maennernetzwerk-dresden.de, Ort: Schwepnitzer Straße 10
5. November, 1. Dresdner Männertreffen. Ein bunter Tag unter Männern! – Kennenlernen, zusammen Spielen (Fußball, Boule usw.), Diskutieren, Singen, gemeinsam Essen und Arbeiten... Männer treffen sich. Männergruppen tauschen sich aus. Männerprojekte stellen sich vor.
Weitere Info´s unter: www.maennerzeiten.de, Ort: Laborschule, Espenstraße 3
Kooperationsprojekt von: Landeshauptstadt Dresden – Gleichstellungsbeauftragte für Frau und Mann, Männernetzwerk Dresden e. V., AWO-Beratungsstelle „Ausweg“, MannKomm, Fachstelle für Jungen und Männerarbeit Dresden
Titelfoto: Mareile Hankeln
Landeshauptstadt Dresden
Büro der Gleichstellungsbeauftragten
Tel: 0351-488 2136
Fax: 0351-488 3109
Email: spfeiffer@dresden.de
Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden
Weltmännertag 3. November 2005
Hallo Männer und Frauen,
sicher kennen Sie dieses Datum schon. Ich habe erfahren, daß an diesem Tag in Leipzig eine Fachtagung sein soll: "Der junge Mann".
Den Flyer erhielt ich eben per Fax von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Leipzig, Frau Lapön. Er ist im Anhang.
Weitere Informationen zum "Welttag des Mannes" sind auch im Netz zu erhalten.
www.infoline.at/maennergesundheit/welttagdesmannes.htm
http://db.uni-leipzig.de/veranstaltungen/va_detail.php?v_id=2124
Mit freundlichen Grüßen von Michael Richter
Welt-Männertag
Außen hart und innen ganz weich
Auf seiner Hompage präsentiert sich der internationale Männerverband pünktlich zum Welt-Männertag als stark, gesund und weise.
München - Auch Männer haben - postfeministisch - eine Lobby. Am Samstag, den 3.11.2001 ist der "Welttag des Mannes". Auf die Idee, diesen Gedenktag auszurufen, kamen der Autor Georg Kindel und Prof. Siegfried Meryn von der Universität Wien, der auch Vorsitzender des ersten Weltkongresses für Männergesundheit (2. bis 4. November) in Wien ist.
Pünktlich zum morgigen Welt-Männertag rückt ein besondere Website in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses: Auf der Seite http://mensworldday.inca.at/main.htm werden unter anderem besonders herausragende Exemplare des starken Geschlechts gekürt.
Günter Jauch macht Millionäre
In der Kategorie "Männer des Jahres" gewannen die New Yorker Feuerwehrleute den World Award 2001. Als besonders sozial wird Steven Spielberg angesehen, Dolce & Gabbana haben sich um die männliche Kleidungskultur verdient gemacht. Auch zwei Deutsche befindet sich in dem illustren Kreis: Hans-Dietrich Genscher ist der Mann des Weltfriedens, Günther Jauch wurde der Special Award 2001 für seine Verdienste im Show-Business verliehen.
Auch von weiblicher Seite findet die Innitiative Unterstützung: Männer haben sich einen eigenen Gedenktag verdient. Das meint zumindest die Münchner Journalistin Karin Hertzer, die mit ihrer Kollegin Christine Wolfrum in einem Lexikon 232 Irrtümern über Männer und Frauen nachgeht.
Hier einige Antworten auf die immer wieder gleichen Fragen, beantwortet von Karin Hertzer:
Sind Männer wehleidiger als Frauen? "Männer jammern eher über kleine Wehwehchen. Im Ernstfall aber gehen sie erst zum Arzt, wenn es schon fast zu spät ist."
Sind Frauen die besseren Chefs? "Frauen und Männer eignen sich gleich gut. Es gibt aber Untersuchungen, die besagen, dass Frauen mit weniger Mitarbeitern bessere Leistungen erwirtschaften."
Können Männer besser den Stadtplan lesen? "Frauen lesen den Stadtplan anders. Männer sind außerdem zu stolz, anzuhalten und nach dem Weg zu fragen. Frauen wissen sich zu helfen und fragen. Und kommen zum Ziel."
Müssen Männer im Sitzen pinkeln? "Eine Umfrage im Bekanntenkreis ergab: Von 74 Männern pinkeln 51 im Stehen, 19 im Sitzen, 3 wechseln die Position und 1 Mann kniet - letzteres klappt aber wohl nur bei sehr großen Männern."
Ist der "neue", verständnisvolle Mann im Kommen? "Das ist wahrscheinlich ein Wunschtraum von Frauen. Einer Studie zufolge sind 37 Prozent der Männer ob ihres Types "unsicher". 19 Prozent gehören zu den "neuen Männern" und 19 Prozent zu den "traditionellen". Im Kommen ist der "pragmatische" Typ mit 25 Prozent - er versucht, sich den Gegebenheiten anzupassen, liebäugelt aber mit der traditionellen Rolle. Diese Position ist eben einfach und bequem."
02.11.2001
http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,165669,00.html
PRESSE TUT SICH SCHWER MIT WELT-MÄNNERTAG
In mehreren Zeitungsartikeln steht Eichborns "Lexikon der populären Irrtümer über Männer und Frauen" sehr stark im Vordergrund, um einen Aufhänger für den Weltmännertag zu haben. Dabei benutzen die verschiedenen Periodika dieses Buch auffallend unterschiedlich. Für den STERN, die "tageszeitung" sowie das Manager-Magazin bedeutet "Welttag des Mannes", anhand von Eichborns Buch nachzuerzählen, wo der Mann überall minderwertig sei - zu doof, zu stolz, zu wehleidig und als Chef eigentlich auch nur zweite Wahl:
http://www.stern.de/kultur/literatur/artikel.php4?id=41430
bzw.
http://www.manager-magazin.de/ebusiness/artikel/0,2828,165669,00.html
sowie
http://www.taz.de/pt/2001/11/03/a0025.nf/text
Zudem scheint es für die Damen und Herren Redakteure kein wichtigeres Thema in der Geschlechterdebatte als Steh- bzw. Sitzpinkeln zu geben. Etwas differenzierter behandeln die "Berliner Morgenpost" und der "Berliner Kurier" die Erkenntnisse in Eichborns Lexikon:
http://morgenpost.berlin1.de/bm/inhalt/heute/aus_aller_welt/story473733.html
sowie
http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_kurier/vermischtes/.html/artik2.html
(Schon interessant wie taz und STERN aus derselben Agenturmeldung fast ausschließlich das Negative über Männer herausfischen und die beiden Berliner Boulevardzeitungen auch das Positive schildern.) Die Leipziger Volkszeitung thematisiert vor allem, wie wenig dieser Tag in der Öffentlichkeit bekannt ist:
http://www.lvz-online.de/lvz/zeitung/news/84445.html
Die Süddeutsche Zeitung, die Welt und die Berliner Zeitung können nicht anders als ironisch mit diesem Thema umgehen: www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel92470.php
bzw.
www.welt.de/daten/2001/11/03/1103vm293056.htx
sowie
http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_zeitung/berlin_berlin/.html/88811.html
Faszinierend ist, dass den Redakteuren offenbar kein einziges wahres Männerproblem in den Sinn zu kommen scheint, weshalb sie auf eher alberne Exkurse über Glatzenbildung, Geschirrspülmaschinen und zu leicht angezogene junge Frauen abschweifen. Für den Berliner Tagesspiegel braucht es keinen Männerarzt, denn der Mann ist schließlich selber Schuld an seiner Misere, ebenso wie an der Doppelbelastung der Frauen:
http://195.170.124.152/archiv/2001/11/02/ak-we-4410598.html
Die "junge welt" verschränkt Männerfeindlichkeit mit Sarkasmus unter www.jungewelt.de/2001/11-03/023.php
Den allermeisten Presseorganen ist der Weltmännertag indes gar nicht erst der Rede wert. In meiner Wiesbadener Lokalzeitung beispielsweise fand sich am 8. März der Weltfrauentag unterstützt durch eine Stellungnahme von Frauenministerin Bergmann auf Seite Eins, der Weltmännertag hingegen findet sich am 3. November unverändert auf Seite Null.
Arne 8.11.2001
NULL DREI NULL
Mitgefühl und Blasentee
Elmar Schütze
An diesem Sonnabend ist Welttag des Mannes. Halt! Bitte zwänge sich jetzt niemand in einen albernen Ringelbadeanzug, besteige einen Kremserwagen und gieße sich auf dem Weg durch Grunewald oder Wuhlheide rasch Hochprozentiges ins Gehirn. Es ist für solche Aktivitäten ganz entschieden zu frisch.
Der Welttag des Mannes ist eine Erfindung von besorgten Männerforschern, genannt: Andrologen, der Uni Wien. Die fordern so Dinge wie: Mann muss auch mal Gefühle zeigen. Genau das wollen wir an unserem Feiertag jetzt tun. Gefühle? Kein Problem. In einem sind wir besonders gut: Im Bedauern. Zeigen wir also Mitgefühl. Zum Beispiel mit den Frauen, insbesondere den jungen.
Denn: Ihr seid doch viel zu dünn angezogen! So wie die gerade mal 20-Jährige neulich morgens auf einem S-Bahnhof bei fünf Grad Celsius. Sie trug ein knappes Top mit Spagetti-Trägern und kämpfte mit ihrer Gänsehaut. Und so wie die Kundinnen eines besonders angesagten Klamottenladens, wie eine Kollegin versichert. Fast alle Kleidungsstücke, die hier zu haben sind, enden am Nabel. Das ist sicher sehr schön, aber doch so verdammt ungesund. Und was bringt’s am Ende? Wir dürfen dann wieder den Nieren-Blasentee kochen. Und zur Feier unseres Tages ganz viel Mitgefühl zeigen.
03.11.2001
www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_zeitung/berlin_berlin/.html/88811.html
Jungs, heute ist der Welt-Männertag!
BERLIN - Ach, diese Spezies hat's schwer. Stirbt sieben Jahre früher als die Weibchen seiner Art. Isst ungesünder. Erkrankt häufiger an Krebs. Und bekommt einfach zu wenig Aufmerksamkeit. Heute aber soll das anders sein - am "Welttag des Mannes".
Die Stadt Wien und die Gorbatschow-Stiftung riefen vor einem Jahr den 3. November als Ehrentag aus. Jetzt veranstaltet die Uni Wien den "Ersten Weltkongress für Männergesundheit" mit 300 Ärzten und Forschern. Doch was weiß die Welt eigentlich über die XY-Chromosomenträger? Die Münchner Autorinnen Karin Hertzer und Christine Wolfrum räumen mit Irrtümern auf.
"Das starke Geschlecht". Von wegen! Schon im Mutterleib haben männliche Föten ein größeres Risiko zu sterben. Viele Erbkrankheiten treffen vor allem Jungs. Und das Sexualhormon Testosteron schwächt zeitlebens die Widerstandskraft.
"Das untreue Geschlecht". Seitensprünge sind keine Männersache, auch zwei Drittel der Frauen sind für Affären offen. Beweis: Jedes zehnte Kind ist nicht vom angeblichen Papa.
"Das aggressive Geschlecht". Uni-Studien ergaben: Frauen fahren genauso aggressiv und dicht auf. Und werden mit zunehmendem Erfolg im Beruf immer agressiver - während Männer ruhiger werden.
"Das stille Geschlecht". Männer reden gern über Kollegen und Promis - nur nennen sie es nicht Klatsch, sondern Informationsaustausch.
"Das ignorante Geschlecht". Stimmt nicht. Frauen glauben zwar von sich selbst, einfühlsamer zu sein als Männer. Doch in Studien zeigen sich kaum Unterschiede.
Im Internet: www.wcmh2001.com
03.11.2001
www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_kurier/vermischtes/.html/artik2.html
Feuilleton
Rainer Balcerowiak
Welttag der Männer
Gorbatschows vielleicht letzter Streich
Gedenk- und Feiertage dienen zu allererst Blumen- und Devotionalienhändlern, Feuilletonautoren und Gastronomen zur kräftigen Umsatzsteigerung. Dank der inflationären Ausrufung solcher Pseudoevents – selbst Ekelvereine wie die Vertriebenenverbände haben einen eigenen Feiertag – droht sich dieser Effekt jedoch zu verflüchtigen. Der erst im letzten Jahr von zwei zwielichtigen Organisationen namens »Gorbatschow-Foundation« und »Stadt Wien« für den ersten Sonntag im November ausgerufene »Welttag der Männer« dürfte den Festkalender auch nicht entscheidend bereichern. Wie begeht man also angemessen einen Männerfeiertag? Etwa wie den deutschen Vatertag im Mai, der als Freibrief für ungehemmtes Kampftrinken und Randalieren herhalten muß? Oder eher wie im Luftraum über Kabul und Kandahar, wo so richtig toughe Männer nicht nur am Welttag der Männer die Sau rauslassen.
Nun ist nicht jeder Mann Säufer oder Kampfbomberpilot. Aber ein bißchen Flagge zeigen, sollte wohl erlaubt sein. An 364 Tagen im Jahr werden wir gemahnt und gegängelt. Wir sollen besser zuhören, im Sitzen pinkeln, im Haushalt helfen, sensibler sein und den ganzen Schmarrn. Doch wenigstens einmal im Jahr, diesmal am 4. November, sollte Schluß mit Lustig sein. Wir werden das Klo einsauen, nicht zuhören, das Geschirr stehen lassen und rumpoltern. Das tun wir zwar sonst meistens auch, doch am 3. November, Gorbatschow und der Stadt Wien sei Dank, haben wir sogar das verbriefte Recht darauf.
03.11.2001
www.jungewelt.de/2001/11-03/023.php
Welttag des Mannes für das wahre schwache Geschlecht
ddp München - Mann hat's schwer. Er stirbt im Schnitt sieben Jahre früher als eine Frau. Er ernährt sich ungesund. Er erkrankt häufiger an Krebs. Er bekommt einfach zu wenig Aufmerksamkeit, beklagen die Initiatoren des heutigen «Welttags des Mannes». Ins Leben gerufen wurde er im vergangenen Jahr auf Anregung der Stadt Wien und der Gorbatschow-Foundation. Hilfestellung leistet da ein neues Buch der Münchner Autorinnen Karin Hertzer und Christine Wolfrum. In ihrem «Lexikon der Irrtümer über Männer und Frauen» (Eichborn Verlag) erforschen sie mit viel Humor anhand von aktuellen Erkenntnissen der Verhaltensforschung, Psychologie, Genforschung und Biologie sowie auf der Grundlage von Umfragen und Statistiken, warum Männer und Frauen sind, wie sie sind - und manchmal auch ganz anders.
So ist das starke Geschlecht eigentlich ganz schön schwach. Schon der männliche Fötus trägt ein größeres Risiko, im Mutterleib zu sterben. Viele Erbkrankheiten treffen vor allem Jungen. Und Entwicklungsstörungen wie Leseverzögerung, Hyperaktivität, Stottern und Autismus treten bei Jungen drei- bis vier Mal häufiger auf. Einmal erwachsen, ist es nicht viel besser. Denn das männliche Sexualhormon Testosteron schwächt Forschungen zufolge nicht nur die Widerstandskraft des Körpers gegen Infektionskrankheiten und Krebs, sondern beschleunigt offenbar auch den Alterungsprozess. Und wenn ihm Frau mangelndes Einfühlungsvermögen vorwirft, kann Mann nun entgegenhalten: Stimmt gar nicht. Frauen glauben zwar von sich selbst, sie seien einfühlsamer als Männer. In Studien zeigten sich hingegen kaum Unterschiede.
Der Seitensprung ist im Übrigen auch keine reine Männersache. Eine Erhebung ergab kürzlich: Sowohl bei den Männern wie bei den Frauen können sich zwei Drittel einen Seitensprung vorstellen. Ein britischer Biologe ermittelte, dass jedes zehnte Kind nicht von dem Mann ist, der glaubt, der Vater zu sein.
Dass Männer aggressiver Auto fahren als Frauen, konnten Verhaltensforscher ebenso wenig beweisen. In den USA stellte man sogar fest, dass die Aggressivität im Straßenverkehr bei Frauen zunimmt, je erfolgreicher sie im Beruf sind.
Das Buch untersucht auch Klischees über Frauen. So irrt, wer Klatsch und Tratsch für Frauensache hält. Männer reden genauso gern über Kollegen, Chefs oder auch Prominente - nur nennen sie es Informationsaustausch.
Ganz zurecht klagen übrigens viele Frauen, dass ihre Männer ihnen nicht zuhören. Mann kann gar nicht anders, wie nach den Recherchen der Autorinnen jüngste neurologische Erkenntnisse vermuten lassen. Denn beim Mann konzentriert sich beim Zuhören die Gehirnaktivität auf den linken Schläfenlappen, während bei Frauen auch die rechte Gehirnhälfte aktiv ist. Die Folge: Sprachverarbeitung läuft bei Mann und Frau unterschiedlich ab. Und Männer können deshalb zum Weltmännertag mit gutem Gewissen fordern: «Jetzt müssen Frauen zuhören lernen.»
03.11.2001
www.morgenpost.berlin1.de/bm/inhalt/heute/aus_aller_welt/story473733.html
W E L T - M Ä N N E R T A G
Außen hart und innen ganz weich
Auf seiner Hompage präsentiert sich der internationale Männerverband pünktlich zum Welt-Männertag als stark, gesund und weise.
München - Auch Männer haben - postfeministisch - eine Lobby. Am Samstag, den 3.11.2001 ist der "Welttag des Mannes". Auf die Idee, diesen Gedenktag auszurufen, kamen der Autor Georg Kindel und Prof. Siegfried Meryn von der Universität Wien, der auch Vorsitzender des ersten Weltkongresses für Männergesundheit (2. bis 4. November) in Wien ist.
Pünktlich zum morgigen Welt-Männertag rückt ein besondere Website in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses: Auf der Seite mensworldday.inca.at/main.htm werden unter anderem besonders herausragende Exemplare des starken Geschlechts gekürt.
In der Kategorie "Männer des Jahres" gewannen die New Yorker Feuerwehrleute den World Award 2001. Als besonders sozial wird Steven Spielberg angesehen, Dolce & Gabbana haben sich um die männliche Kleidungskultur verdient gemacht. Auch zwei Deutsche befindet sich in dem illustren Kreis: Hans-Dietrich Genscher ist der Mann des Weltfriedens, Günther Jauch wurde der Special Award 2001 für seine Verdienste im Show-Business verliehen.
Auch von weiblicher Seite findet die Initiative Unterstützung: Männer haben sich einen eigenen Gedenktag verdient. Das meint zumindest die Münchner Journalistin Karin Hertzer, die mit ihrer Kollegin Christine Wolfrum in einem Lexikon 232 Irrtümern über Männer und Frauen nachgeht.
Hier einige Antworten auf die immer wieder gleichen Fragen, beantwortet von Karin Hertzer:
Sind Männer wehleidiger als Frauen? "Männer jammern eher über kleine Wehwehchen. Im Ernstfall aber gehen sie erst zum Arzt, wenn es schon fast zu spät ist."
Sind Frauen die besseren Chefs? "Frauen und Männer eignen sich gleich gut. Es gibt aber Untersuchungen, die besagen, dass Frauen mit weniger Mitarbeitern bessere Leistungen erwirtschaften."
Können Männer besser den Stadtplan lesen? "Frauen lesen den Stadtplan anders. Männer sind außerdem zu stolz, anzuhalten und nach dem Weg zu fragen. Frauen wissen sich zu helfen und fragen. Und kommen zum Ziel."
Müssen Männer im Sitzen pinkeln? "Eine Umfrage im Bekanntenkreis ergab: Von 74 Männern pinkeln 51 im Stehen, 19 im Sitzen, 3 wechseln die Position und 1 Mann kniet - letzteres klappt aber wohl nur bei sehr großen Männern."
Ist der "neue", verständnisvolle Mann im Kommen? "Das ist wahrscheinlich ein Wunschtraum von Frauen. Einer Studie zufolge sind 37 Prozent der Männer ob ihres Types "unsicher". 19 Prozent gehören zu den "neuen Männern" und 19 Prozent zu den "traditionellen". Im Kommen ist der "pragmatische" Typ mit 25 Prozent - er versucht, sich den Gegebenheiten anzupassen, liebäugelt aber mit der traditionellen Rolle. Diese Position ist eben einfach und bequem."
ks
02.11.2001
www.manager-magazin.de/ebusiness/artikel/0,2828,165669,00.html
Heute Schwachsein erlaubt: Ein Tag fürs starke Geschlecht
Der Weltmännertag hat sich in der Collm-Region noch nicht herumgesprochen
Region Oschatz. Irgendwann Ende des vergangenen Jahrtausends haben sich Männer in Wien, bei der Gorbatschow-Foundation und beim Österreichischen Fernsehen folgendes gedacht: So geht's nicht weiter! Während Frauen seit knapp 100 Jahren ihren Frauentag im März feiern, haben Männer keinen echten Ehrentag. Von Himmelfahrt mal abgesehen. Deshalb haben sie 2000 den 3. November zum weltweiten "Tag des Mannes" erklärt.
Nun wird er jährlich begangen, und einen extra Preis, den World Award gibt's auch. In Wien bekommen ihn an diesem Sonnabend zum Beispiel Günther Jauch und Hans-Dietrich Genscher für ihre Leistungen verliehen. Hintergrund der Aktion sei, auf gesundheitliche, politische und soziale Probleme hinzuweisen. "Männer sterben durchschnittlich sieben Jahre früher als Frauen, haben häufiger Krebs und sind anfälliger für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen", sagt Organisator Georg Kindel. Er verlangt, dass sich mehr spezielle Männerärzte etablieren.
Männertag: auch eine gute Gelegenheit, sich von den Ehefrauen/Freundinnen einen Tag lang verwöhnen zu lassen. Oder ausgiebig Sport zu treiben, Bowlen zu gehen oder mit Kumpels in der Stammkneipe gemütlich alle wichtigen Männer-Themen zu besprechen: Fußball, Autos, Aktien, Fußball.
Doch bei den Gastronomen in der Collm-Region scheint sich der Tag fürs starke Geschlecht bisher wenig herumgesprochen zu haben. Swen Radtkes Reaktion auf die OAZ-Anfrage steht stellvertretend für Antworten mehrerer Gastwirte und Hotelbetreiber in der Region. "Davon höre ich jetzt zum ersten Mal. Ich dachte immer, dass Himmelfahrt der klassische Männertag ist", sagte der Inhaber der Gaststätte und Bowlingbahn "Neues Forsthaus" am Fliegerhorst. Ihm erscheint es wenig sinnvoll, Aktionen für Männer-Cliquen in seiner Gaststätte zu starten, wenn keiner den Tag kennt. Bislang habe auch noch keiner nachgefragt. Da sei der Frauentag schon was ganz anderes: "Natürlich bekommt da jede Besucherin eine Rose geschenkt."
Jörg Asse, Inhaber von vier Kneipen in Mügeln und Riesa, musste erst einmal lachen, als er vom Thema hörte: "Das ist ja eine coole Idee. Himmelfahrt wird zwar immer ordentlich als Männertag gefeiert, aber warum sollte man(n) das nicht an einem besonderen Tag wie dem 3. November tun und den Feiertag im Mai anders nutzen?" Der Irish-Pub-Inhaber hat an diesem Sonnabend allerdings schon anderes vor: "Ich feiere den zehnten Pub-Geburtstag." Den Weltmännertag will er nicht in sein Fest einbeziehen. "Aber für nächstes Jahr überlege ich mir eine Aktion und schreibe mir den Termin gleich in den Kalender", versprach Asse.
K. König
Internet: www.mensworldday.inca.at/deutsch/main.htm
03.11.2001
http://www.lvz-online.de/lvz/zeitung/news/84445.html
Herr, gib mir Haar!
Zum „Weltmännertag“ bekämpft Uwe Ochsenknecht erneut die Glatzenbildung
Männer, herhören. Heute ist Männertag. Männertag? Ja. Nicht Vatertag, nicht Tag der missachteten Nutzpflanze oder des armen Schweines... oder eben doch. Denn dass Männer arm dran sind, das sang uns nicht erst Grönemeyer. Frauen wussten schon längst, dass Männer das schwächere Geschlecht sind, spätestens seit der paradiesischen Apfelattacke. Inzwischen aber ist es auch wissenschaftlich erwiesen: Männer leben kürzer, essen fetter, baggern wie verrückt, um Geld zu scheffeln, Frauen aufzureißen und Karriere zu machen. Und sie leiden. Unter Haarausfall vor allem. Leiden wirklich. Innerlich. Wie die Hunde. Irgendwie muss sich da in den Hirnen das Samsonsyndrom festgesetzt haben, das Manneskraft mit Haarwuchs verknüpft.
Was tun also? Den Kopf gleich ganz rasieren? Oder kunstvoll das noch verbleibende Haar über die Kahlfläche verteilen? Entweder indem man a , das Seitenhaar von links nach rechts (geht auch umgekehrt) über die leere Fläche führt und es irgendwie überm rechten/linken Ohr befestigt. Oder man wendet, sofern Hinterhaupttonsur und Stirnglatze noch nicht nahtlos ineinander übergehen, b, die Vorwärtsmethode an, kämmt das Hinterhaupthaar in radikalem Schwung stirnwärts. Ein Verfahren, dem neben anderen Leidensgenossen von Film, Funk und Fernsehen auch Uwe Ochsenknecht zuneigt.
Ja, Uwe, von ihm muss nun die Rede sein; sein kleines kahles Geheimnis vor aller Welt enthüllt werden. Keiner versteht so gut wie er, bei so geringer Substanz überzeugend den Strubbelbär zu geben. Aber Uwe ist nicht nur bekennender Haarausfäller, sondern seit einem Jahr auch Botschafter der „Initiative pro Haar“. Und die wiederum hat den vor zwei Jahren in Österreich erfundenen Männertag zum Anlass einer neuen Wachstums-Offensive genutzt, will heißen einer Pressekonferenz.
An der nehmen noch teil ein Doktor der Urologie und ein Professor der Dermatologie, die sich zum Quantensprung in der Haarforschung äußern. Außerdem ein modisch gegelter Moderator, der einmal uns Uwes blonden Strubbelkopf zu streicheln ansetzt. Da wird Uwe aber richtig böse. Solche Nähe mag er nicht. Überhaupt scheint ihm die ganze Veranstaltung in der Mälzerei des Hofbräu einigermaßen auf den Geist zu gehen. Kann’s sein, dass ihn seine Mission als Haarbeauftragter langweilt? Oder warum verlässt er uns so schnell? Kaum fahren die Kameraleute ihre Lichter ein, ist er davon – mit oder ohne Haar. Elisabeth Bauschmid
03.11.2001
www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel92470.php
Mann sein! Aber wie?
Sie hätten Sie sich ruhig noch mal rumdrehen können, wenn Sie ein Mann sind. Denn es ist Weltmännertag...
Von Julius Hermann
.. Aber wo der Tag schon läuft, sollten Sie jetzt schnell überlegen, wie Sie Ihren Lieben wenigstens einmal im Jahr eins klar machen: dass Sie ein ganzer Kerl sind
Jawoll, das Wochenende gehört uns. Wenigstens dieses eine. Am 3. November, ist Welt-Männertag. Oder Weltmänner-Tag? Immerhin ist Michael Gorbatschow Schirmherr vom Ganzen. Kein Wunder, seitdem der die Schirmherrschaft über die Sowjetunion abgegeben hat, ist eine Menge Luft im Terminkalender.
Sei's drum. Eigentlich geht es am Weltmännertag um unsere schwächelnde Gesundheit als Spezies, ständig bedroht von Verfettung, Herzinfarkt und Stress. Aber dass wir kürzer leben als die Frauen, wollen wir jetzt nicht hören. Und ein Trimmrad kaufen wir uns auch nicht, denn wir fühlen uns heute ziemlich kernig. Kurz und knapp: Weltmännertag, das heißt, dass heute einmal wir, die Männer, machen dürfen, was wir wollen.
Aber was bloß?
Etwas Beeindruckendes muss es sein, klar, so richtig mit der Faust auf den Tisch. Dass die Tassen tanzen. Dass es für die restlichen 364 Frauentage im Jahr vorhält. Ja, das wär's. Also: Wir könnten . . ., wir könnten . . ., wir könnten heute die Spülmaschine nicht ausräumen. Gut, dass machen wir sonst auch nicht so richtig oft. Aber diesmal entschuldigen wir uns noch nicht einmal dafür. Nicht übel, was? Oder wir stauchen richtig zünftig die Kinder zusammen; für all die Male, wo wir tief in der Nacht mit der Wärmflasche in der Hand mit dem nackten Fuß auf einen Lego-Stein getreten sind und vor Schmerzen Sterne sahen. Rache für alle die Demütigungen, als wir unseren Jungs erklären wollten, wie Bleistifte gemacht werden, und sie es schon aus der "Sendung mit der Maus" längst viel besser wussten. Richtig Rache für . . ., aber dann kriegen die Kerle vielleicht doch einen kleinen Schreck, beschweren sich bei ihrer Mutter und werden erst recht nie richtige Männer. Oh, oh, so einfach ist das alles nicht mit unserem Tag.
Vielleicht gehen wir doch lieber auf den Tipp des (unverheirateten) Kollegen ein und veranstalten eine regelrechte Fußballorgie vor dem Fernseher, inklusive Abstiegsduell in der Zweiten Liga. Nur leider haben die Weichmänner von Sat 1 die "Ran"-Sendung von 20.15 Uhr wieder nach vorn gezogen; auf eine Zeit, wo die Damen vom Shoppen in der Stadt noch nicht zurück sind. Guckt folglich keine Frau händeringend zu, wenn wir das Sofa planvoll mit Chips zubröseln. Wenn aber niemand zuschaut, macht es keinen Eindruck: Es ist zum Verzweifeln. Jetzt hat man schon einen Tag nur für Männer erfunden, und es fällt uns nichts ein, was wirklich männlich wäre.
Oder, halt. Wir verlegen uns aufs Subversive. Krieg ist immer noch Männersache, und Krieg ist Psychologie. (Steht in den Leitartikeln vorne in der Zeitung) Also: Wir räumen die Spülmaschine doch aus, aber zerdeppern ganz zufällig dabei zwei Untertassen aus dem Lieblingsservice der Schwiegermutter. Ah, was für ein Gefühl. Oder wir wickeln den kleinen, süßen Sohnemann, aber diesmal drehen wir die Pampers mit dem saugfähigen Teil nach hinten. Und dann gibt es jede Menge Apfelsaft zu trinken. Wie das ausläuft, eine Wonne. Oder, nein, noch besser: Wir gießen den grauenvollen Benjamini-Ficus und nehmen vorher den Unterteller unter dem Topf weg. Mann, das Wasser macht Flecken auf dem Parkett wie Bier. Männer wie wir. Aber dann müssten wir wahrscheinlich hinterher das Ganze aufwischen. Auch nicht schön am Weltmännertag.
"Wir müssen ein neues Bewusstsein schaffen", hat Schirmherr Gorbatschow gesagt beim ersten Weltmännertag vor einem Jahr. "Unsere Ziele sind inzwischen eine weltweite Bewegung geworden." Klingt ein bisschen wie Marx, Engels und die tränigen Kommunisten. Die sind längst gescheitert. Was ist von denen also zu lernen, wenn man sich gegen eine Frau durchsetzen soll? Aber wir kommen ab. Was tun, Himmel, bevor unser Tag ganz rum ist?
Jetzt haben wir's. In der Negation liegt die Kraft. Wahre Männlichkeit ist, auf alles Männliche zu verzichten. Freiwillig. Wir könnten den Zug anhalten, aber wir wollen im Moment nicht. Ha. Das wird die Damen in Angst und Schrecken versetzen, denn damit haben sie nicht gerechnet. Wir nehmen ein Schaumbad, duschen eine Stunde lang und warm. Wie sonst auch, o.k., aber diesmal rufen wir es laut durch die Badezimmertür. Wahrer Mann ist, wer darauf pfeift, wie einer zu wirken. Wir jammern über unseren Meniskus, wir keuchen und lassen den vollen Wasserkasten auf der ersten Treppe einfach fallen, anstatt oben nur still das Knie zu massieren. Dann sollen sie mal sehen, wie sie damit klarkommen. Diese Kästen sind wirklich irre schwer.
Oder, schlichter noch, aber wahrer, höher und ultimativ: Wir kaufen teure Blumen, einfach so. Ja, da wird eine Harke draus. What a day. Da können wir es uns getrost leisten, den Rest des Jahres klein beizugeben.
03.11.2001
www.welt.de/daten/2001/11/03/1103vm293056.htx
Am 3. November fordern Männer: Frauen, hört zu!
Männer sind benachteiligt, das haben jetzt auch die Vereinten Nationen erkannt und dem starken Geschlecht einen Tag zugewiesen, an dem die Welt seiner gedenkt. Der 3. November ist ab sofort der "Tag des Mannes"! Die Initiative hierfür kam aus Österreich: Vor allem die Stadt Wien und die Gorbatschow-Foundation hatten sich für die Einführung eines Men's World-Day stark gemacht. Was die Frauen seit 100 Jahren am 8. März tun, machen die Männer jetzt am 3. November. Vor allem Forderungen stellen: Wir brauchen einen Männerarzt!, heißt es etwa, und: Schluß mit der Vernachlässigung der Männer in der Forschung! Die wichtigste Forderung: Frauen müssen Zuhören lernen! (Smi)
gefunden 2000 auf - http://www.lycos.de/webguides/gesundes_leben/medizin-3.htm